Sonntag, 5. Juni 2016

Buch-Rezension: What the f*** are High Heels???


What the f*** are High Heels???


Autorin: Lotta Frisch
Titel: What the f*** are High Heels???
Untertitel: /
Verlag: Self Publishing
Erscheinungsdatum: April 2015
Seitenanzahl: 116
Genre: Chicklit-Kurzroman
Gelesen als: Ebook
ASIN: B00W31IVX2



Inhalt
Die Bibliothekarin Brunhilde Busch, 25, ist alles andere als weiblich und alles andere als sexy. Nicht nur wird sie des Öfteren für einen Mann gehalten, sie mag sich auch selbst nicht mehr im Spiegel sehen. Nach einem kleinen Klammeraffen-Unfall, einem grauenvollen Tag in der Notaufnahme und einem peinlichen Moment mit dem heißen Pizzaboten, beschließt sie bei einem Meg-Ryan-Film und einer Ladung Papiertaschentüchern gemeinsam mit ihrem Hamster Horst, dass sich etwas ändern muss. SIE muss sich ändern! Ja, das nimmt Brunhilde sich fest vor. Nur wie stellt man es an, sich von einer unscheinbaren Mann-Frau in eine sexy Lady zu verwandeln? Wenn man nach dem Schminken aussieht wie ein Transvestit und im Kleiderschrank nur bequeme Joggingsachen hängen, dann braucht man vielleicht ein wenig Hilfe. Und vielleicht findet man die ja beim Schuhverkäufer Georg, der ganz offensichtlich schwul ist und sicherlich Ahnung hat - Georg ist doch schwul, oder???



Erster Satz
Brunhilde Busch stand auf der Leiter der Bücherhalle, in der sie vierzig Stunden in der Woche verbrachte, und reckte und streckte sich, um ein Buch in das oberste Fach zu stellen.



Cover
Das Cover ist wirklich schön. Ich finde es sehr gelungen und ansprechend. Die Farben sind knallig und "frisch".



Schreibstil und Sprache
Verschachtelte Sätze, die teilweise unlesbar sind, fehlende anschauliche Beschreibungen, die Sprache ist locker und sehr umgangssprachlich.


Fazit
Es ist mein erster Chicklit-Roman und es wird der Einzige bleiben. Diese Romanqualität ist nicht zu empfehlen. Ich kann den Witz der Story verstehen, aber nicht, warum sich die Autorin beim Schreiben keine Mühe gegeben hat. Es ist sprachtechnisch nicht sonderlich anspruchsvoll. Es gibt viele Szenen, die für mich total unrealistisch und  unmöglich geschrieben sind. Wortwiederholungen, schlechte Grammatik, Namen für moderne Figuren die aus den tiefen der 50/60er Jahre gebuddelt wurden(Brunhilde, Imgard, Harald ect). Ja, der Witz ist, dass sie nach ihren Großeltern genannt wurden, aber trotzdem.
Die Story ist überspitzt geschrieben, das weiß ich. Aber trotz allem total unrealistisch. Selbst Amarican Pie kriegt das besser hin. Die Verwandlung vom hässlichen Mauerblümchen zum sexy Vamp ist meiner Meinung nach zu schnell und zu reibungslos vonstatten gegangen. Es wirkt alles wenig durchdacht, der Plot ist oberflächlich - habe das Gefühl die Autorin wollte nur schnell schnell und noch schneller eine Kurzgeschichte veröffendlichen ohne auf Qualität zu achten. Die Figuren sind zu oberflächlich geplottet. Mir haben tiefgründigere Passagen gefehlt, ebenso wie echte Konflikte. Und das was da an kleinen Konflikten auftaucht, wird meiner Meinung nach zu reibungslos gelöst. Kam mir eher vor wie eine Sitcom auf niedrigem Niveau. Den 2. Stern gabs auch nur wegen dem schönen Cover.



Bewertung

Donnerstag, 2. Juni 2016

Buch-Rezension: Der Dämon von Naruel 2

Der Dämon von Naruel: Das nördliche Königreich

Spoilerfreie Rezension


 Autorin: Janine Prediger
Titel: Der Dämon von Naruel
Untertitel: Das nördliche Königreich
Verlag: Books on Demand - Self Publishing
Erscheinungsdatum: April 2016
Seitenanzahl: 332
Genre: Fantasy
Gelesen als: E-Book
Band einer Reihe: 2
ASIN: B010SXUPL2


Autorin
Janine Prediger, in den 1990ern geboren, wuchs in einem Dorf in Westfalen auf.
Dort besuchte sie das örtliche Gymnasium und erlangte die Allgemeine Hochschulreife.
Das Schreiben begann sie bereits in der Grundschule. "Als Kind habe ich oft im Wald gespielt und war fasziniert von der Schönheit der Natur. Ich wollte, dass auch andere diese Faszination teilen können und habe angefangen, meine Eindrücke und Gefühle auf Papier zu bringen. Zusammen mit einer unbändigen Fantasie ist daraus wohl irgendwann eine Leidenschaft geworden." Der Hang zu spitzzüngigen, aber ebenso humorvollen Kurzberichten aus dem Leben hat sich bei Janine Prediger bereits in der Schulzeit ausgeprägt und, nach eigenen Angaben, so manchen Lehrer in den Wahnsinn getrieben. "Wenn ein Mensch anders denkt als die meisten anderen, versuchen viele, diese Person zum 'normalen Denken' zu erziehen. Trotzdem habe ich mir nie den Mund oder die Feder verbieten lassen. Ich schreibe meine Meinung unverfälscht nieder. Dem einen gefällt's, dem anderen nicht... Aber so ist das Leben: 'Jedermanns Freund ist niemandes Freund' " Heute lebt Janine Prediger mit ihrem Partner in München. Wohin es sie als nächstes verschlägt, das kann die Fantasy- und gesellschaftskritische Autorin noch nicht sagen. "Ich möchte meine Inspiration überall finden und viel von der Welt sehen. Nur wer viel gesehen und erlebt hat, kann diese Emotionen auch authentisch aufs Papier bringen."


Inhalt
Nachdem Pan im Berg der Elemente den Aufenthaltsort von Andurins Reinkarnation erfahren hat, finden Licht und Schatten nach zweitausend Jahren endlich wieder zusammen.
Doch inzwischen hat der Dämon in Pans Herz so viel Unheil in Naruel angerichtet, dass die Menschen, welche die junge Kriegerin verzweifelt zu retten versucht, im ganzen Land Jagd auf sie machen. Es kommt ihr wie ein unwirklicher Traum vor, dass Andurins Seele ihr als einzige wohlgesinnt scheint.
Entgegen ihren Zweifeln und ihrer Intuition, schenkt Pan ihrem Schicksalsgefährten vollstes Vertrauen, doch begeht sie damit einen Fehler? Kann sie ihm wirklich vertrauen?  All ihre Sinne sagen etwas anderes. Im zweiten Teil der Reihe muss Pan auf grausame Art herausfinden, dass Cragorin nicht der einzige Feind ist, der das Schicksal Naruels gefährdet. Die Reise durch das Land hält noch so einige Gefahren für die junge Kriegerin bereit.


Erster Satz
Erst jetzt, da sie all diese Prüfungen bestanden hatte und die geheimnisvolle Aura des Berges der Elemente mit zunehmender Entfernung immer schwächer wurde, bemerkte Pan wie hungrig und erschöpft sie doch war.


Cover
Das Cover ist, wie das im ersten Band ganz toll. Ich mag vor allem die Farbe.Im Vergleich zum 1. Band gefällt mir das dunkle Blau besser als das Grün vom 1. Buch.


Schreibstil und Sprache
Mir sind sehr viele Schachtelesätze aufgefallen, die man hätte anders schreiben können. Der Großteil davon ist jedoch gut ausgebaut und einfach zu lesen. Grundsätzlich finde ich zu viele Schachtelsätze nicht so schön. Das ist aber sicher eine Berufskrankheit, auf so etwas zu achten. Allgemein ließt sich das Buch flüssig.


Fazit
Der zweite Teil der Buchreihe hat mich umgehauen. Ich bin so begeistert von dem zweiten Band. :-) Ich finde ihn sogar vom Plot und vom Schreibstil besser als den ersten. Ich fand beim 2. Band leider weniger Zeit zum Lesen, weshalb ich immer ganz traurig war, dass ich dann irgendwann das Buch zur Seite legen musste, obwohl es gerade so spannend war. ^^ Der Kampf in der Donnerfeld, der Vollmond, das war so mein absoluter ich-kann-jetzt-nicht-aufhören-zu-lesen-Moment. Das war super spannend und super aufregend. :-)
Der zweite Band ist wesentlich brutaler als der erste. Aber es ist sehr gut geschrieben und die Szenen authentisch gelungen. Es hat mich jedes mal mitgerissen. Manchmal fand ich Thor echt nervig in seiner Art. Das Ende ist ein gutes Ende und ich freue mich auf Teil Drei.




Bewertung