Donnerstag, 26. Mai 2016

Tonbandaufnahme gefunden - Romanfutter

Bald kommt mein erstes Buch auf den Markt. Der erste Band einer 4teiligen Fantasy-Reihe, bei dem es um Drachen gehen wird.
Nein, es wird kein typischer High Fantasy Roman werden. Mir schwebt da etwas anderes vor. :-)
Ich möchte euch jetzt schon mal einen kleinen Einblick gewähren.
Ich habe euch bereits im Blogartikel  "Mein Roman-Projekt Nummer Eins" bereits etwas über den Roman erzählt und jetzt lest ihr den zweiten Teil.
Viel Spaß!

Quelle: Pixabay.com

Die Welt, in der das alles spielt, ist unserer Welt ähnlich und an die 50er Jahre angelehnt. Das gesellschaftliche Bild dieser Welt hat Ähnlichkeit mit unserer. Es gibt Autos, Elektrizität, Häuser, Einkaufszentren, aber auch Magie und magische Wesen. Wobei es Magie nur "unter der Hand" gibt. Die Öffentlichkeit weiß von deren Existenz nicht.
Die Hauptstadt ist Nasanthal. Das ist das Zuhause unserer Protagonisten.

Es gibt eine Tonbandaufnahme des Radiosenders "Radio Nasanthal Tag und Nacht (RNTN)". Dort habe ich ein Interview mit Martin Stallmann gefunden. Jedoch wurde das Interview mit beunruhigen Kampfgeräuschen beendet...


RNTN: Hallo Martin. Schön, dass du dir Zeit für unser Gespräch genommen hast.

Martin: Guten Tag. Es ist auch schön, hier bei euch zu sein.

RNTN: Martin, du bist Schriftsteller und Herausgeber der Zeitschrift "Magimento". Erzähl doch mal etwas davon. Wie lange verdienst du damit schon dein Geld und reicht es zum Leben?

Martin: Ja, das stimmt. Ich bin Schriftsteller, seit ungefähr vier Jahren. Etwa genauso lange bin ich der Herausgeber der Zeitschrift "Magimento". Ich kann damit meine Miete bezahlen, sagen wir es mal so. Geld ist nicht alles.

RNTN: Was meinst du damit?

Martin: Ich bin mit viel weniger Geld ausgekommen und war teilweise glücklicher als jetzt.

RNTN: Du bist also unglücklich? Mit deinem Leben?

Martin: Nein unglücklich bin ich jetzt nicht unbedingt. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass viel Geld besitzen, nicht zwangsläufig glücklicher macht.

RNTN: Ah, da war doch ein Bericht in der Zeitschrift. Warte mal ... Ja, genau. Das merkwürdige Volk in der Wüste von Dunox. Du hattest darüber einen Bericht in deiner Zeitschrift veröffentlicht. Dort hast du beschrieben, wie du gelebt hast, als du dort warst.

Martin: Ja. Diese Erfahrung war besonders wertvoll für mich.

RNTN: Der Bericht liest sich allerdings sehr geheimnisvoll. Insider glauben, zwischen den Zeilen zu lesen, dass du dort mehr erlebt und gesehen hast, als du berichtest. Manche meinen, du gehörtest mal einem Geheimbund an, der dunkle Magie anwendet, genauso wie die Wüstenkinder.

Martin: Menschen lesen immer das, was sie lesen wollen.

RNTN: Was sagt denn deine Familie dazu, dass du über diese Themen schreibst?

Martin: Ich bin Vollwaise.

RNTN: Oh, das tut mir leid. Wo bist du dann aufgewachsen, wenn ich fragen darf?

Martin: Ich habe lange auf der Straße gelebt, hier in Nasanthal. Bis mich ein Mann mit genommen hat.

RNTN unterbricht Martin: Und der hat schreckliche Dinge mit dir getan, als kleiner Junge?

Martin: Nein, nein, ganz im Gegenteil. Josef war wie ein Vater für mich. Er zog mich groß und lehrte mich, im Leben zurecht zu kommen. Ich bin recht früh jedoch meinen eigenen Weg gegangen und bin ausgezogen.

RNTN: Besteht noch Kontakt?

Martin: Nein, leider nicht. Er ist sehr beschäftigt.

RNTN: Du hast auch einige weibliche Fans. Hast aber auch den Ruf, ein egozentrischer Womanizer zu sein. Ist da was dran?

Martin: (Martin lacht leise ) Ich weiß eben was ich will und wie ich es bekomme. Mir ist bewusst, dass manche meinen, ich hätte narzisstische Züge. Das stört mich nicht. Die Frauen wissen in der Regel, worauf sie sich einlassen. Ich bin kein Mann, in den man sich verlieben sollte.

RNTN: Bist oder warst du selbst einmal verliebt?

Martin: Da ist eine Frau, ja, aber ... 

RNTN: Es ist kompliziert, hab ich recht?

Martin: Ja, das trifft es ganz gut. Ich verdanke dieser Frau mein Leben. Sie ist die einzige, die mein Herz mit Feuer entfachte. Ich habe so viel Leid erfahren. Sie war die einzige, die mich erwärmen konnte.

RNTN: Das klingt romantisch. Hatte sie auch mit Magie Umgang?

Martin: Wie meinst du das?

RNTN: Sicherlich hat sie doch mitbekommen, dass du eine Zeitschrift über Magie und Zauberei herausbringst.

Martin: Achso, ja. Sie war wie ich. In ihr brannte ein Feuer, dass auf mich überging. Sie war mir so nahe, wie nie zu vor eine Frau. Sie ist nicht von dieser Welt.

RNTN: Sie war? Heißt das, du bist nicht mit ihr zusammen?

Martin: Zusammen? Nein, zu gefährlich.

RNTN: Möchtest du das genauer erläutern?

Martin: Nein.

RNTN: Okay, ich sehe, dass es dir unangenehm ist, über sie zu sprechen.

Martin: In meinem neuen Buch bekommt sie einen Ehrenplatz.

RNTN: Du schreibst an einem neuen Buch?

Martin: Ja. Ich möchte aber nicht zu viel verraten. Ich habe gerade erst begonnen zu schreiben.

RNTN: Gwen bekommt also einen Ehrenplatz in deinem neuen Roman. Das ist sehr romantisch. Wann wird er voraussichtlich im Handel erscheinen?

Martin: (Martin schweigt einen Moment) Ich habe nie ihren Namen genannt. Wie kommst du darauf, dass ihr Name Gwen sei?

RNTN: Sagtest du das nicht vorhin?

Martin: Nein, ganz sicher nicht.

RNTN: Oh, naja. Ich habe ... einfach nur laut gedacht.

Martin: Das Interview ist für mich beendet. Stoppt das Tonbandgerät.

Es sind Kampfgeräusche zu hören. Martin scheint den Reporter festzuhalten.

Martin: Für wen arbeitest du?

Eine weibliche kratzige Stimme ist zu hören. Sie flüstert, dass der grüne Pfeil ihn beobachte und er für seine Dreistigkeit bezahlen müsse. Danach endet das Gespräch mit Kampfgeräuschen und einer Explosion und es ist nur noch rauschen zu hören. Ich frage mich wer oder was der grüne Pfeil sein soll. Ob das der Geheimbund ist, von dem die Rede war? Was ist mit Martin passiert? Lebt er noch? Und warum wusste der Reporter so viel über Martin? Stimmt das alles?

Quelle Pixabay.com

Dienstag, 10. Mai 2016

Buch-Rezension: Die Mondschwinge - Nacht der Elemente 2

Die Mondschwinge - Nacht der Elemente 2

Spoilerfreie Rezension



Autorin: Lia Haycraft
Titel: Untertitel: Die Nacht der Elemente 2

Verlag: bookshouse

Erscheinungsdatum: September 2015
Seitenanzahl: 240

Genre: Fantasy

Gelesen als:  E-Book
Band einer Reihe: 2

ASIN: B0157XYZX2


Autorin
Lia Haycraft wurde 1980 in Norddeutschland geboren, wuchs dann jedoch in Portugal, England und schließlich Nordrhein-Westfalen auf. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie mitten im Bergischen Land. Gern gelesen hat sie schon immer, die Leidenschaft, selbst zu schreiben, packte sie gnadenlos vor vier Jahren. Da begann sie mit ihrem ersten Roman, der "Mondtochter" in der "Nacht der Elemente"-Reihe. Veröffentlicht sind außerdem unter dem Pseudonym Eileen Raven Scott ihre Novelle "Feuerküsse" im Machandel Verlag und zwei Kurzgeschichten in einer Anthologie und einer Fantasyzeitschrift. Die meisten Geschichten spielen in England oder Köln. Weitere Werke sind natürlich in Arbeit.



Inhalt
Kasumis Großmutter verschwand vor vielen Jahren, ohne eine Spur zu hinterlassen. Als sich der Tag ihres Verschwindens jährt, sucht Kasumi für ihren im Krankenhaus liegenden Großvater nach ihr. Sie lernt den charmanten Ivan kennen, ahnt jedoch nicht, dass er der Bote ist, von dem Analyn in ihrer rätselhaften Notiz sprach. Kasumi und Ivan finden sich immer sympathischer, anziehender. Dann kommt sie dahinter, wer Ivan wirklich ist. Die Geschichte um eine sagenhafte Legende wird erzählt, die keiner, bis auf Analyn glaubt. Kasumis Schicksal ist darin verwebt.
Es beginnt die gefährlichste Zeit ihres Lebens, denn die Reise zu dem Ort Axikon, wo Analyn gefangen ist, birgt viele Hindernisse. Umbra lässt nicht locker, doch Ivan beschützt Kasumi. Dann geschieht etwas mit ihr. Wird die Legende wahr werden?


Erster Satz
Kasumi drückte die Klinge herunter und hielt die Luft an, bevor sie die Tür öffnete und um die Ecke spähte.



Cover
Das Cover vom 2. Teil gefällt mir sehr gut. Was ich allerdings ungünstig finde, ist die Schattierung der Halspartie. Das sieht ungünstig aus.



Schreibstil und Sprache
Zum Glück ist das im zweiten Band nicht mehr ganz so schlimm mit den Satzanfängen, wie im ersten Band. Ich hatte im 1. Band bemängelt dass der Großteil der Sätze mit den Namen der Protas oder mit Personalpronomen beginnt. Der Schreibstil ist jedoch weiterhin sehr angenehm und flüssig zu lesen.



Fazit
Den zweiten Teil finde ich nicht so gut gelungen, wie den ersten. Der Anfang war toll, aber im Mittelteil war mir das alles viel zu langweilig. Banale Sachen wurden über Seiten hinweg ausgeleiert und das war mir zu wenig Spannung, zu wenig Konflikt. Teilweise habe ich sogar gedacht, das Buch abzubrechen! Im letzten Drittel wurde es dann wieder spannend. Das Ende finde ich besser als das des erstes Bandes.
Ich habe mir insgesamt im 2. Band mehr erhofft. Meine Erwartungen sind leider nicht so richtig erfüllt worden. Ich finde im Nachhinein merkt man, dass die Autorin den 2. Band beim NaNoWriMo geschrieben hat (das steht in der Danksagung). Qualität ist nicht vergleichbar mit der Quantität. Im NaNoWriMo geht es darum in einem Monat einen Roman zu schreiben. Das Buch ist nicht schlecht, die Story an sich ist eine schöne Idee - finde die Idee sogar besser, als die aus dem ersten Band. Aber leider muss ich dem 2. Teil nur 3 Sterne vergeben weil mich viele Kapitel mehr gelangweilt haben. Und die Tatsache, dass ich dann kurz davor war, das Buch abzubrechen, beziehe ich auch mit ein. Ich denke, das Buch ist für jemanden der leichte Kost mag, besser geeignet. Vielleicht jemand der auf Einfallsreiche Satzanfänge nicht so viel Wert legt, wie ich.


Bewertung