Samstag, 2. April 2016

Schreibprogramm Papyrus Autor

 
Quelle: Pixabay.com

Auf dem Markt gibt es diverse Schreibprogramme. Zu den Bekanntesten gehören Microsoft Word, Libre Office und Open Office. Manche werden kostenlos zur Verfügung gestellt, andere sind kostenpflichtig. Papyrus ist ein Schreibprogramm extra für Autoren. Es ist mit 179 € bei Neukauf nicht günstig, aber es bietet viele Funktionen, die andere Schreibprogramme nicht haben.
Vorteile:
Bei diesem Programm merkt man, dass es extra für Autoren ausgelegt ist. Folgende Funktionen machen das Geschichten Schreiben mit Papyrus einfacher:
  • Viele Vorlagen: Beim Neubeginn einer Geschichte könnt ihr ein leeres Dokument öffnen oder eine Vorlage wählen. Die Auswahl ist groß und reicht von Briefvorlagen bis hin zu verschiedenen Normseiten.
  • Zeigt Synonyme an, um Wortwiederholungen zu vermeiden.
  • Die Stilanalyse zeigt, wie gut die Story zu lesen ist (sind Sätze zu lang, werden Füllwörter genutzt, welche Wortwiederholungen gibt es etc.).
  • Duden: Wie auch bei anderen Schreibprogrammen, stellt Papyrus eine Rechtschreibprüfung zur Verfügung. Diese erklärt, warum etwas anders geschrieben werden muss oder weshalb die Kommasetzung nicht stimmt.
  • Nur wörtliche Rede anzeigen (alles in Anführungszeichen wird schwarz angezeigt, der Rest hellgrau)
  • Zeitstrahl: Hier kann man verschiedene Haupt- und Nebenstränge erstellen.
  • Denkbrett: Ihr könnt es nutzen, um euch Notizen zum Roman zu machen. Andererseits hilft es beim Plotten, denn werden die unterschiedlichen Notizen (die in einzelnen Blasen erscheinen) aufeinander gezogen, entsteht ein Mindmap.
  • Figuren-Datenbank: Hier kann jeder Charakter der Geschichte erstellt werden (Name, Körperliches, Äußerliches, Sonstiges).
  • Datenbanksystem für Recherche: Markiert im Internet Textpassagen und zieht sie in euren Haupttext oder in den Navigator. So könnt ihr den Abschnitt als Zitat oder Quelle nutzen.
  • Navigator: Dieser hilft, den Überblick zu behalten. Dazu gehören unter anderem Übersichten zu Kapiteln, Szenen und Figuren.
  • Buchformate: Papyrus wandelt die Geschichte automatisch in ein E-book oder das gewünschte Buchformat um.
Warum ist es sinnvoll sich für Papyrus zu entscheiden? Zum einen ist Papyrus kein Muss für einen Schriftsteller. Viele Autoren bleiben beispielsweise bei Word von Microsoft. Wer lange Romane mit vielen Szenen, Personen etc. schreibt, für den sind die Sonderfunktionen ein großer Vorteil. Es gibt Schriftsteller, die sich nur aufgrund der guten Stilanalyse für Papyrus entscheiden. Gerade bei vielschichtigen Storys empfiehlt sich ein Programm mit vielfältigen Sonderfunktionen. Ihr verliert den Überblick über die eigene Geschichte nicht. Alternativen für Papyrus wären beispielsweise Autorenprogramm Patchwork oder Scrivener.
Der Nachteil:
Um sich in das Programm einzufinden, ist viel Zeit erforderlich. Zwar ist eine Anleitung im Programm enthalten, aber um die Funktionen zu testen, Figuren einzutragen, den Zeitstrahl zu erstellen usw. braucht es nicht nur fünf Minuten. Auch die Buttons für die Formatierungen sind anders angelegt. So kann man die Schriftfarbe beispielsweise nur über den Reiter „Zeichen“ ändern. Kauft ihr euch Papyrus und seid mit eurem Roman oder eurer Geschichte schon weiter voran geschritten, dauert es umso länger, wenn ihr beispielsweise alle Personen im Nachhinein anlegen wollt.


Meine Meinung
Ich arbeite seit einigen Monaten mit Papyrus und habe mir die Zeit genommen, das Programm richtig kennenzulernen. Nach und nach habe ich die einzelnen Funktionen getestet und nutze mittlerweile einen großen Teil davon. Besonders gefällt mir, dass ich mit einem Rechtsklick auf ein Wort passende Synonyme angezeigt bekomme. Papyrus bietet hier weitaus mehr und vor allem sinnvollere Vorschläge an, als herkömmliche Schreibprogramme. Auch von der Stilanalyse bin ich überzeugt. Hier kann man die Strenge des Programms beeinflussen. Bei der Vollanalyse wird wirklich alles angestrichen, was geändert werden könnte. Wählt man nur „flüssiges Schreiben“, wird nicht ganz so viel farbig angezeigt. Übrigens ist auch das Programm nur ein Programm. Das soll heißen, dass auch hier hinterfragt werden sollte. So müsst ihr nicht jedes Wort löschen, was zum Beispiel als Füllwort markiert ist. Papyrus hat eine Liste aller möglichen Füllwörter gespeichert, welche es automatisch anstreicht. Ob es wirklich gebraucht wird, müsst ihr entscheiden. Hinterfragt daher auch bei einem guten und teuren Programm. Letztendlich seid ihr der Kopf hinter der Story.


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