Samstag, 28. November 2015

Buch-Rezension: Küss mich wach

Küss mich wach - Tales of Chicago 1



Autorin: Mila Summers
Titel: Küss mich wach
Untertitel: Tales of Chicago
Verlag: Self Publisher
Erscheinungsdatum: August 2015
Seitenanzahl: 166
Genre: Märchen, Humor
Gelesen als: Print, Taschenbuch
Band einer Reihe: 1 von bisher 3
ISBN: 978-1515133148



Autorin
Mila Summers wurde 1984 in Würzburg geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter lebt. Sie studierte Europäische Ethnologie, Geschichte und Öffentliches Recht und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten märchenhaften Kurzromans "Küss mich wach" einen großen Traum. Wenn sie nicht gerade Windeln wechselt, auf Reisen geht oder in den Büchern schmökert, die sich auf ihrem SuB häufen, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten.


Inhalt
Eigentlich hielt Stacy es für eine gute Idee, dem lukrativen Stellenangebot Hals über Kopf zu folgen. Die Seifenblase zerplatzt schnell, nachdem sie vor Ort feststellen muss, dass der Job bereits vergeben ist. Ohne einen Penny in der Tasche fasst sie einen folgenschweren Entschluss und reist per Anhalter weiter. Mitch Havisham, Anwalt aus Memphis, nimmt sie mit nach Chicago. Während der Fahrt macht er ihr ein unmoralisches Angebot und lässt nicht locker, ehe sie schließlich einwilligt…


Erster Satz
Tannte Anne hatte mich gewarnt.


Cover
Das Cover ist wunderschön! Mir gefallen die Farben und die schlafende Frau auf dem Bild spiegelt sofort das Märchenhafte Thema des Kurzromans wieder.


Schreibstil und Sprache
Das Buch lässt sich super schnell lesen. Das liegt an den kurzen Sätzen und an der Einfachheit der Lektüre. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und soll den Leser um so mehr an Stacy binden. Es ist erfrischend, dass durch englische Begriffe wie "Restroom" einem immer wieder daran erinnert wird, dass die Geschichte in Chicago spielt. Das finde ich sehr angenehm.


Fazit
Der Anfang war ganz meins, fand ihn gut und war dann immer mehr, je näher ich dem Ende kam, enttäuscht. Ich weiß das soll ein Märchen sein aber bei einigen Szenen habe ich ungläubig geschaut. Beispiel: Stacy und Mitch kennen sich erst seit 4 Tagen und er überlässt ihr einfach seine Kreditkarte? Das ist unrealistisch, selbst für ein modernes Märchen. Ich würde es realistischer finden, wenn seine Schwester ihr ein Kleid schenkt, es für sie kauft, immerhin wollte diese Schwester Stacy ja bereits nach 2/3 Tagen einen "ehrenwerten Posten" anbieten. Jedoch war ich dann wieder positiv überrascht als Samantha auftrat. Von allen Charakteren, scheint sie mir am authentischen. Szenen mir ihr haben mir besonders gut gefallen. Das Ende hat mich wieder nicht so gut gefallen, es lies mich etwas unbefriedigt zurück. Daher gebe ich wirklich sehr knappe 4 Sterne.

Bewertung






Donnerstag, 19. November 2015

Kinderbuch-Rezension: Früchte, Früchte, Früchte

Früchte, Früchte, Früchte - Basteln, Spielen und Experimentieren rund um Natur, Obst, Kräuter und Rohkost




Autor: Christa Baumann
Titel: Früchte, Früchte, Früchte
Untertitel: Basteln, Spielen und Experimentieren rund um Natur, Obst, Kräuter und Rohkost
Verlag: Verlag Stephen Janetzko, Erlangen
Erscheinungsdatum: 2015
Gelesen als: Print
Seitenanzahl: 177
Genre: Kinderbuch
ISBN: 9783957220523



Inhalt
Das Buch ist ein Kinder,- Bastel,- Liederbuch zum Thema Früchte und Kräuter. 30 wunderschöne Lieder aus der Welt der Früchte, Kräuter und Rohkost. Es gibt Spiele in der Wohnung und im Freien. Kreative Ideen rund um Natur um Obst, Kräuter und Tiere. Geschichten, Rätsel und Gedichte. Es gibt auch Kräuterzeichnungen und ein süßes Mandala zum Ausmalen, sowie Rezepte mit rohen Zutaten wie "Roh-macht-froh!"-Geburtstagstorte. Bastelanleitungen für selbstgemachte Geschenke für Kinder und Erwachsene und kleine Experimente und Ideen um Kinder stark zu machen.



Cover
Das Cover ist super bunt und super ansprechend! Die Farben harmonieren und machen das Thema des Buches klar. Die Zeichnungen sind niedlich. Es hat mich von Christas Büchern als erstes direkt angesprochen.


Persönliche Meinung und Fazit
Ich bin ja nicht so der Basteltyp aber dieses Buch hat echt Spaß gemacht. Notenlesen kann ich nicht so gut, da hätte ich mir wohl noch die CD dazu kaufen müssen. Ich habe die Songtexte dann einfach wie ein Gedicht aufgesagt. Einige Bastelideen, wie die selbstgemachte Rassel zum Begleiten von Liedern, fand meine ganz kleine Tochter(2) auch super. Meine Große(5) bastelt ja gerne und ist manchmal Stunden lang in der Küche am Tisch und malt und schneidet aus und klebt. Ein bisschen schade finde ich, dass die Abbildungen alle Schwarz-weiß sind. Meine Große fand besonders das Experiment mit der Kresse auf den Tellern interessant. Man lernt als Erwachsener auch dazu: Ich wusste zb. nicht dass die Kresse unter der Alufolie nahezu farblos keimen. Die Abbildungen der Pflanzen und das Mandala haben wir über den Kopierer gejagt, und sie hat sie fleißig und bunt ausgemalt. Zum Beispiel das mit dem Löwenzahn. Das Bild hat sie ausgemalt, während ich die Geschichte dazu vorgelesen habe. Wir haben jetzt noch nicht alle Bastelanleitungen, Experimente und Lieder und Gedichte durch, aber wir haben ja noch Zeit. Besonders freut sie sich auf die Schnee-Experimente. Dann kann der Winter ja kommen! :-)
Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es ist hervorragend geeignet für den Hausgebrauch für mich als Mutter. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen dass das in einer Spielgruppe oder Kita auch gut ankommt.


Bewertung




Dienstag, 17. November 2015

(Gewinnspiel) 1 Jahr Katzenflieder


Quelle: Pixabay.com

Wow, heute vor einem Jahr ging mein erster Blogbeitrag online. Seitdem hat sich ein bisschen was getan. Katzenflieder Blog wird heute 1 Jahr alt!
Ich möchte das mit euch feiern. Ich verlose aus diesem Anlass ein Buch. Aber dazu gleich mehr.
Was ist in einem Jahr hier so passiert? Ich habe mal ein paar Sachen zusammengefasst und zusammen gerechnet und bin selbst erfreut.

1 Jahr im Überblick

Den ersten Blogartikel habe ich ja oben bereits verlinkt. Darin schrieb ich dass ich ein Buch schreiben möchte. Das tue ich auch aktuell. :-)
Leider wurde nichts aus der Erzieherausbildung, von der ich dort sprach. Mein Weg hat sich anders entwickelt. Ihr müsst wissen, dass meine kleinste Tochter zum Zeitpunkt der Bloggeburt 12 Monate alt war. In wenigen Tagen feiern wir ihren 2. Geburtstag. Bis August 2015 wurde sie von mir zuhause betreut. Mitte August ging sie dann in die Krippe. Seitdem schaffe ich mehr zu lesen und zu schreiben. Wobei sie erst seit dieser Woche für 7 Stunden am Tag betreut wird. Mitlerweile arbeite ich freiberuflich als Texterin für einige Auftraggeber, habe an Ausschreibungen und Schreibwettbewerben teilgenommen und arbeite an meinem 1. eigenen Roman. Hinzu kommt ja das Schreibstudium. Und seit Anfang November ein Zweites, welches nichts mit Schreiben zu tun hat. Sie überschneiden sich bis Dezember, aber das ist nicht so schlimm.

Das Schreibstudium an der Schule des Schreibens habe ich im Oktober 2014 begonnen. Es geht 15 Monate. Ein Studienheft für ein Monat. Ich habe vor einigen Tagen das 14. Heft begonnen. :-)
Darin geht es um Jungendliteratur. Rückblickend fand ich den Fernlehrgang ganz ok. Einiges war dabei, das kannte ich bereits, da ich zwischendurch immer mal wieder an Ausschreibungen teilnahm und mich mit der Struktur eines Romans beschäftigte. Manche Sachen waren neu für mich und hilfreich und andere waren einfach nur nervig. Nach wie vor mag ich kein Exposé oder die reine trockene Theorie der Grammatik. ^^

So, kommen wir zum Blog. Seit Beginn haben sich 120 Blogbeiträge angesammelt, davon 23 Rezensionen. Und ich habe etwas gelernt: Ich werde mir für das Jahr 2016 ein Buch der Bücher anlegen, in dem ich genau notiere wann ich welches Buch gelesen habe. Ich habe nämlich versucht zu zählen wie viele Bücher ich seit 2015 gelesen habe. So genau kann ich das aber leider nicht sagen, weil ich manche Bücher gar nicht auf Lovely Books eingetragen habe. So muss ich also schätzen und das wären dann 20 Stück. Ca. 20(+/-) Bücher von Januar bis heute gelesen. Für mich ist das beachtlich, wenn ich bedenke dass ich das alles immer gelesen habe, wenn ich kinderfrei hatte - neben Studium und später auch die freiberufliche Arbeit.

Ich habe das 1. Jahr genutzt um Kurzgeschichten zu schreiben. Auf der einen Seite waren es Kurzgeschichten, die ich für das Schreibstudium geschrieben habe und auf der anderen Seite habe ich an Ausschreibungen teilgenommen.
Insgesamt habe ich 14 Kurzgeschichten geschrieben.
Davon habe ich 10 Kurzgeschichten an Verlage zu Ausschreibungen geschickt.
6 davon wurden leider nicht in die Anthologien aufgenommen.
Bei 3 Ausschreibungen warte ich noch auf Bekanntgabe der prämierten Geschichten und bei einer Anthologie konnte ich eine Kurzgeschichte unterbringen.
Dazu habe ich 3 poetische Beiträge an die Experimenta Onlinezeitschrift geschickt. Zwei davon wurden leider abgelehnt und bei der dritten bekomme ich leider keine Auskunft. Dabei handelt es sich um eine Anthologie wo 365 Texte und Gedichte zum Thema Liebe gesucht wurden. Meinen Text hatte ich am 20.11.2014 abgeschickt und selbst nach 2 Nachfragen per Mail, bekam ich keine konkrete Antwort ob und wann man Infos über das Buch erhalten oder lesen könnte - damit man nicht immer nachfragen muss - da man auch nicht per Mail informiert werden würde.
Die Genres sind gemischt. Von Liebesgeschichten und humoristisches über Thriller zu Fantasy, ist alles dabei.
Ich selbst habe meine Genres für mich entdeckt: Fantasy und Thriller. Womit ich gar nicht warm, wurde sind Liebesszenen und humoristisches. Ich glaube dafür ist meine Seele zu schwarz und mein Humor zu trocken. XD

Erste Veröffentlichung

Wie bereits erwähnt, konnte ich eine Kurzgeschichte in einer Anthologie unterbringen. Hierbei handelt sich sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Facebook-Gruppe Autoren_Netzwerk. In der Anthologie "Hinter den Kulissen - wenn Worte zu Geschichten werden", werden 34 (inkl. mir) Autoren Kurzgeschichten und Gedichte zum Thema "Hinter den Kulissen" veröffentlichen. Der Erlös wird gespendet! Das Buch kommt am 1. Dezember als E-Book und Taschenbuch auf den Markt. Es kann jedoch schon auf Amazon als E-Book vorbestellt werden. Wer das Taschenbuch haben möchte, muss sich noch gedulden. Das lässt sich bei Amazon leider nicht zum Vorbestellen einrichten. Am 1. Dezember werde ich jedoch einen Blogartikel dazu posten. Damit es jeden Leser hier erreicht, wenn er schon nicht auf Facebook ist oder hin und wieder auf die Autorenseite schaut.


Gewinne ein Buch


Zum feierlichen Anlass, verlose ich ein Buch. Es handelt sich um das Buch "Der Dämon von Naruel". Es ist die Printausgabe des 1. Bandes der vierteiligen Fantasyreihe von der Autorin Janine Prediger. Das Buch kam im September 2015 heraus und es gibt von mir bereits eine sehr gut bewertete Rezension dazu.
Die Autorin war so lieb und hat etwas hineingeschrieben! Wer also dieses Buch gewinnt, darf sich glücklich schätzen eine signierte Ausgabe davon zu bekommen. :-)





Teilnahmebedingungen

1. Seit Follower meines Blogs. (google+, Facebook, Blogger, Blog- connect, E-Mail)
2. Kommentiert den Blogartikel indem ihr mir sagt wie ihr mir folgt und unter welchem Namen. Beantwortet außerdem folgende Frage:

Wie würdet ihr einen Tag in einem Jungle verbringen, wenn ihr die Fähigkeiten hättet, euch dort selbst verpflegen zu können?

3. Keine Barauszahlung der Gewinne 
4. Keine Haftung für den Postversand
5. Versand der Gewinne innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
6. Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ausnahme wäre der liebe Postbote. ;-)
7. Gewinner erklären sich dazu bereit namentlich genannt zu werden. 

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook.

Der oder die Gewinnerin werden über ihr Glück benachrichtigt(sofern sie mir eine Kontaktmöglichkeit hinterlassen) und in einer Auslosung auf dem Blog bekannt gegeben. Das Gewinnspiel startet am 17. November und endet in 10 Tagen am 27. November.

Ich wünsche viel Glück!

Montag, 16. November 2015

Buch-Rezension: Artgerecht

Artgerecht - das andere Babybuch






Autorin: Nicola Schmidt
Titel: Artgerecht
Untertitel: Das andere Baby-Buch
Verlag: Kösel
Erscheinungsdatum: November 2015
Seitenanzahl: 288
Gelesen als: Print, gebunden
ISBN: 978-3466346059



Autorin
Nicola Schmidt, geb. 1977, ist Wissenschaftsjournalistin, Bloggerin und Social-Media-Expertin. 2010 gründete sie das artgerecht-Projekt, das neben Elternberatung auch deutschlandweit einzigartige Wildnis-Camps für Familien mit Babys anbietet.


Inhalt

Das Buch vermittelt eine ganz eigene auf die Natur ausgerichtete Lebensweise von uns Menschen und den kleinen Babys. Die Autorin verrät viel über die biologischen und sozialen Kompetenzen, welche die Babys von Geburt an mit sich bringen und auch kommunizieren. Es geht über die Schwangerschaft zur Geburt und dann zum neuen Leben mit dem Kleinen.
Dem Leser wird einiges an Hintergrundwissen vermittelt, dass man so im Alltag vielleicht sogar vergisst, weil der Alltag zu stressig erscheint und man sich manchmal wünscht, der Tag hätte mehr als 24 Stunden. Der Eltern-Energie-Erhaltungssatz ist hierbei allgegenwärtig. Er zeigt auf, in welchem Aufwand sich Eltern die Erziehung in den ersten 4 bis 5 Jahren mit ihrem Kind machen (können). Windeln, Schnuller, Flasche, das geben die meisten Eltern ihren Neugeborenen. Jedoch muss dieses innerhalb der nächsten Jahre - manchmal schon weniger Monate, wieder abgewöhnt werden. Manchmal sehr radikal, manchmal erscheint die Schnullerfee und nimmt den Nuckel mit. Manche Eltern geben ihn ohne Ankündigung einfach nicht mehr her und erleben danach mehrere Wochen schlaflose Nächte und viel Geweine tagsüber. Das Buch liefert wertvolle Informationen was Babys wirklich brauchen und wie simpel man diese erfüllen kann. Kinder erziehen ist und bleibt Arbeit, aber der bequeme Weg, ist nach Ansicht der Autorin nicht der artgerechte. Artgerecht? Klingt seltsam, wenn man es auf den Menschen anwendet. Aber wie auch Hunde, Mäuse, Schweine und Vögel durch artgerechte Haltung ein glückliches Leben führen, so ist es auch bei Menschenbabys. Die Autorin führt uns in die Vergangenheit zurück und erklärt mit sinnvollen Beispielen, die liebevoll beschrieben sind, wie das Baby tickt und wie wir Eltern darauf am sinnvollsten reagieren können ohne uns selbst (als eigenständiges Individuum) zu verlieren.


Cover
Ich finde das Cover schön. Es ist auf eine ganz eigene schlichte Art und Weise schön. 


Schreibstil und Sprache
Die Texte sind sehr anschaulich beschrieben und es ist alles liebevoll erklärt. Das Buch mit samt seinen Texten ist so aufgebaut, dass keine Fragen offen bleiben.


Glaubwürdigkeit
Die angeführten Fakten und Darbietungen sind sehr gut recherschiert und belegt. Allgemein kann man davon ausgehen dass die Autorin, welche Wissenschaftsjournalistin, Bloggerin und Mitbegründerin des Artgerechts-Projektes ist, die auch Fortbildungen für Fachleute anbietet und Wildniss-Camps für Familien anbietet, Ahnung von dem hat, was sie in dem Buch vermitteln möchte.

Fazit
Wer Nicola Schmidt oder das Artgerechtprojekt kennt, geht schon mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Buch. Denn es ist kein typisches Ratsgeberbuch über Babys. Ich kenne die Autorin durch ihre anderen Projekte und wusste worauf ich mich einlasse. Ich habe allerdings einen Stern abgezogen, weil ich glaube, dass das Buch nicht für jede Mutter geeignet ist und der Inhalt doch recht speziell ist. Mütter, die auf das bequeme Leben mit Nuckel, Flasche, Windeln und Co. auf keinen Fall verzichten könnten und die ggf. nicht ganz so offen sind, könnten sich mit diesem Buch schwer tun. Es geht eben viel um Steinzeitbabys und das Ursprungsmodell, Natur, tragen, stillen, Ausscheidungsbedürfnisse und starke Autonomie. Das wird nicht jeder Mutter gefallen. Ansonsten halte ich persönlich das Buch für absolute klasse. Ich bin ein Fan von Nicola Schmidt und werde das Buch weiter empfehlen.


Bewertung


Sonntag, 8. November 2015

Buch-Rezension: Der Dämon von Naruel 1

Der Dämon von Naruel - Der Berg der Elemente





Autorin: Janine Prediger
Titel: Der Dämon von Naruel
Untertitel: Der Berg der Elemente
Verlag: Books on Demand - Self Publishing
Erscheinungsdatum: September 2015
Seitenanzahl: 254
Genre: Fantasy
Gelesen als: E-Book
Band einer Reihe: 1 von 4
ASIN: B010SXUPOY



Autorin
Janine Prediger, in den 1990ern geboren, wuchs in einem Dorf in Westfalen auf. Dort besuchte sie das örtliche Gymnasium und erlangte die Allgemeine Hochschulreife. Das Schreiben begann sie bereits in der Grundschule. "Als Kind habe ich oft im Wald gespielt und war fasziniert von der Schönheit der Natur. Ich wollte, dass auch andere diese Faszination teilen können und habe angefangen, meine Eindrücke und Gefühle auf Papier zu bringen. Zusammen mit einer unbändigen Fantasie ist daraus wohl irgendwann eine Leidenschaft geworden." Heute lebt Janine Prediger mit ihrem Partner in München. Wohin es sie als nächstes verschlägt, das kann die Fantasy- und gesellschaftskritische Autorin noch nicht sagen. "Ich möchte meine Inspiration überall finden und viel von der Welt sehen. Nur wer viel gesehen und erlebt hat, kann diese Emotionen auch authentisch aufs Papier bringen."


Inhalt
Naurel ist ein Land in der Menschen und  Amphimen leben. Der Tyrann und der Kopf der Amphimen nimmt Pan, ein kleines Mädchen mit in sein Lager, um sie zu einer Kriegerin heran zu ziehen. Er sieht in ihr etwas, das sie Jahre später selbst erkennt. Es ist ein Fluch und ihre Bestimmung zugleich. Sie isst eine verfluchte Frucht und verkauft somit einem Dämon ihre Seele. Auf ihrem langen und beschwerlichen Weg muss sie einige Hindernisse bewältigen und die Auferstehung des Dämons verhindern. Doch bevor sie soweit ist, muss sich nach der Reinkarnation von Andurin, einer Götterseele suchen.

Bei dem Buch mit dem Untertitel "Der Berg der Elemente" handelt es sich um den 1. Band einer 4-teiligen Fantasyreihe. Der 2. Band "Das nördliche Königreich" ist bereits erschienen und der 3. Band soll im Frühjahr 2016 raus kommen.



Erster Satz aus dem Prolog
Der Nachtwind schlug Wellen auf dem See aus dunklem Blut, welcher sich auf dem lehmigen Boden immer weiter ausbreitete und die Erde mit Verzweiflung tränkte.


Cover
Ich mag das Cover. Es ist auf eine Weise schlicht und auf andere Weise trotzdem schön anzusehen. Das rote Auge in mitten der gelben Sonne, passt farblich auch gut mit diesem "drachengrün" zusammen.

Schreibstil und Sprache
Der Schreibstil ist gemischt aus epischen Szenen und normalem Erzählstil. Es ist eine abwechslungsreiche Dynamik vorhanden und schnell zu lesen. Kampfszenen sind sehr ausführlich aber nicht zu überladen.

Ganz persönliche Meinung und Fazit
Die Geschichte um Pan hat mich sehr gefesselt. Ihr Leben als gefangene Kriegerin bei einem fischähnlichem Volk war interessant. Auch ihr Ausbruch in die wilde Natur, hatte mich gefesselt. Besonders angetan war ich von der Szene, wo Pan die verfluchte Frucht entdeckt und isst. Danach wird ihr Zustand beschrieben und wie sich das Gift in ihrem Körper und auf ihre Seele ausbreitet. Sehr gut beschrieben. Aber am spannendsten fand ich den Berg der Elemente.


Bewertung



Donnerstag, 5. November 2015

"Ich habe ein Buch geschrieben"

Neulich habe ich in einer Facebookgruppe von Autoren folgende Thematik mitbekommen:

"Was für Marketing betreibt ihr, um euer Buch zu verkaufen?"

Beim Durchschauen der Kommentare war für mich schnell klar, dass viele Autoren (nicht alle), nicht viel von Eigenwerbung halten. Das würde eh nichts bringen, sie würden sich nicht trauen, das sei zu viel Aufwand usw. Viele Autoren schreiben dass sie wenig Marketing betreiben. Ein Posting auf Facebook und Twitter muss genügen, meint einer. "Ich mache nur Lesungen", sagt ein anderer. Eine Autorin schrieb, man könne mit unprofessioneller Eigenwerbung kaum etwas erreichen und sie würde, wenn sie dann später mal Marketing betreiben muss, lieber Profis ans Werk lassen und versucht erst gar nicht sich selbst zu werben.

Ich habe für meine zukünftigen Bücher schon konkrete Vorstellungen, wie ich sie später mal vermarkten will. Ob das effektiver ist, als keine Werbung bzw. nur wenig? Ich für meinen Teil bin der Überzeugung: wer gesehen werden will - wer seine Bücher verkaufen will, muss dafür auch mal unter Leute. Ich habe echt Schiss vor meiner ersten Lesung! Ich bin ein medienscheuer Mensch, mag keine Fotos von mir selbst sehen und mich selbst hören schon mal gar nicht. Ich war bisher immer ein Außenseiter und niemand der gern im Mittelpunkt stand wenn alle Augen auf mich gerichtet waren. Aber jeder Charakter ist anders. Dennoch bleibt es dabei: Wer gesehen werden will, muss sich trauen.


Ich frage daher euch Leser und Buchnarren, wie ihr das seht.
Wie werdet ihr auf ein Buch aufmerksam und was würdet ihr Autoren raten, wie sie euch "erreichen" könnten?
Ich kann nur sagen, wie ich das als Leser betrachte. Wenn ich vorhabe ein Buch zu kaufen, schaue ich mir super gerne Neuzugänge und Rezensionen auf Youtube oder Bücherblogs an. Ansonsten gehe ich gern auf Buchmessen (wenn es möglich ist) oder schlendere durch Buchhandlungen. Für gewöhnlich findet man dort aber "nur" die Bücher von den großen und mittelgroßen Verlagen. Wenn ich auf Self Publisher-Bücher-Jagd bin, schau ich gern bei Amazon herum oder höre mich in Autorenkreisen um. Es gab schon mal Momente, in denen ich ein Buch gesehen habe, weil es im TV vorgestellt wurde.

Nun, was hat ein Autor überhaupt für Marketing-Möglichkeiten und was davon ist effektiv? Ich bin ein Noob, von mir kann man sicher nichts lernen. ^^ Dennoch habe ich eine Meinung.
Es lohnt sich konkrete Gedanken dazu zu machen. Marketing halte ich für genauso wichtig, wie das Schreiben des Buches an sich!
Nicht alles lohnt sich. Zum Beispiel habe ich gelesen, dass Flyer zum Buch kaum Anklang bei den Käufern und Lesern finden. Wie seht ihr das? Wenn ich einen Flyer zu einem Buch bei der Bestellung mitbekomme oder auf Messen mitnehme, dann landen die eigentlich zeitnah in den Müll. Lesezeichen können ganz nützlich sein. Ich habe zumindest 3 oder 4 Stück aus Papier passend zum Buch, aber ich nutze sie recht selten, da ich viel lieber eine andere Art Lesezeichen verwende. Die bestehen aus einem Stab, könnte man sagen, und daran baumeln Perlen. Den Stab legt man in die Seite, klappt das Buch zu und dann baumeln die Perlen an der Coverseite herum. Das finde ich im Regal viel schöner. Vielleicht kann man da aber auch etwas schönes draus machen. Hier habe ich ein paar Ideen, was ich selbst als Autor interessant finde.

  • Flyer und Lesezeichen

  • Bedruckte Shirts, Tassen usw.

  • Buchtrailer

  • Interviews und Autorenvorstellung auf Blogs, in Zeitungen, im Tv und Radio

  • Lesungen

  • Hörbuch 

  • Rezensionen, Buchvorstellungen auf Blogs usw.

Mit Sicherheit gibt es noch mehr Dinge, die man tun kann, um sein Buch zu vermarkten. Man kann einen Prominenten (sofern man einen kennt), bitten, aus dem Buch vorzulesen oder einen zu interviewen (Beziehungen sind wichtig!). Man kann sein Buch als Hörbuch veröffendlichen und die Reichweite von Lesern zu Hörern erweitern. Gerade bei Kinderbüchern ist das sehr beliebt! Man kann fast überall eine Lesung geben und sie ganz individuell gestalten. Bücherblogs und Autorensofas im Internet sind gute Möglichkeiten, sich zu zeigen. Man sollte auch Bücherblogs um Rezensionen bitten. Dazu gibt man ein kostenloses Leseexemplar an den Blogger, damit er das Buch ließt und bewertet. Dann postet er es auf seinem Blog und anderen Plattformen(Amazon, Lovely Books usw.) und sorgt somit für mehr Sichtbarkeit. Es gibt ganz viele unterschiedliche Plattformen, auf denen man Blogger findet und anderweitige Möglichkeiten, sein Buch zu zeigen. Blogger interviewen auch gern Autoren oder machen kurze Buchvorstellungen, Empfehlungen usw. Auch im Radio und in Tv-Sendungen gibt es die Möglichkeit sein Buch vorzustellen und Lesungen abzuhalten. Man kann Geschenkaktionen veranstalten, Leserunden bei Lovely Books und viel mit Youtube arbeiten. Wer viel gesehen wird, erreicht mehr Leute, verkauft u.U. mehr Bücher und verdient mehr Geld.

Ich finde es daher schade, dass sich einige Autoren nicht trauen über ihren Schatten zu springen oder gar der festen Überzeugung sind, sie bräuchten so etwas nicht. Das Buch, sofern es gut ist, würde sich von ganz allein verkaufen. Der Buchmarkt ist jedoch schon so überfüllt, dass jeder Schriftsteller etwas für seine Sichtbarkeit tun muss. Es genügt nicht mehr, wie vor 20 Jahren ein Buch zu veröffentlichen, ein paar Pressemitteilungen raus zuschicken und dann kommen die Leute. Heute muss man raus gehen, sich zeigen und gesehen werden. Am besten mit einem Wiedererkennungswert. Zum Beispiel hat die Autorin Ann-Kathrin Karschnick, immer ein grünes mittelalterliches Kleid an. Man sieht dieses Kleid und diese tollen rötlichen Haare und weiß sofort "ah das ist Ann-Kathrin Karschnick". 


Seit ihr der gleichen Meinung wie ich oder was denkt ihr darüber?


Sonntag, 1. November 2015

2. Liebster Award


Ja, man hat mich ein zweites mal nominiert. Die liebe Curly von Buchstabenschokolade hatte mich bereits am 12. September für den Liebster Award nominiert. Jetzt komme ich endlich mal dazu, der Nominierung nachzukommen. ^^

Der Liebster Award ist eine Art Vernetzung unter Bloggern. Jemand wird nominiert, dieser muss 11 Fragen beantworten und weitere Blogger nominieren. Ich habe leider keine freiwilligen Blogger finden können. :-( Manche wollen kein zweites oder drittes mal mitmachen, was ich verstehen kann.
Ich hoffe, euch gefallen trotzdem die Fragen. 


Hier sind also die 11 Fragen, die es zu beantworten gilt.

1. Warum hast du mit dem Schreiben/Bloggen angefangen? Was hat dich inspiriert?
Ganz zu Beginn hatte ich einen Blog über Frauenthemen, die Verhütung, Schwangerschaft und die Babyzeit betrafen. Ich wollte mit diesem Blog anderen mein Wissen mitteilen und meine persönliche Erfahrung mit meinen eigenen Kindern. Es war halt ein kleiner Mama-Blog. Ich denke, es war einfach mein Mitteilungsbedürfnis und einige Dinge wollte ich für weniger Wissende da lassen. Bezüglich Verhütung herrscht immer noch sehr viel Unwissenheit.

2. Wie lange (Jahre, Monate?) liest du schon?
Also richtig als "Hobby" betrachte ich Lesen erst seit ca. 5 Jahren. Seit mein erstes Kind auf die Welt kam. Damals habe ich mit Fach- und Sachbüchern angefangen und bin danach erst langsam zu den Romanen gewandert. Aber als Kind habe ich auch gern gelesen, habe mich aber nie als Bücherwurm gesehen. Im Gegensatz zu heute. ^^

3. Wie viele Bücher liest du durchschnittlich im Monat?
Das kommt ganz drauf an, wie viel Arbeit ich habe. Da ich freiberuflich arbeite und mein Arbeitspensum nicht immer gleich ist, ist es mir möglich manchmal ein bisschen mehr zu lesen. Seit meine Kleine für 5 Stunden tägl. in die Kita geht, kann ich Abends auch mal mehr als 20 Seiten lesen. Im Schnitt kam ich bisher auf 1,5 Bücher im Monat. Wobei ich nicht immer jedes Buch innerhalb eines Monats anfange und auch beende. Für einen Band von "Das Lied von Eis und Feuer" habe ich auch schon mal 3 Monate gebraucht. Wenn meine Kleine in 2 Wochen für 7 Stunden tägl. in die Kita geht, muss ich Abends nicht mehr arbeiten und kann auch mal 2 Stunden durchlesen = schaffe dadurch mehr Bücher.

4. Lieber Ich-Perspektive oder auktorialer Erzähler?
Ich bevorzuge den auktorialen Erzähler. Manchmal ist es aber auch ganz nett, aus der Sicht des Protagonisten zu schreiben.

5. Welche Zeitform bevorzugst du beim Lesen und beim Schreiben? Vergangenheit oder Gegenwart?
Präteritum.

6. Und warum?
Es fühlt und hört sich für mich einfach angenehmer an. Das empfinden die meisten Leute so - statistisch gesehen.


7. Lieblingsbuch?
Ich habe kein "Lieblingsbuch" an sich. Wie bei den Farben, kann ich aber gern sagen welche ich am liebsten habe: Die Bücher von "Das Lied von Eis und Feuer" von G.R.R. Martin und "Die vergessenen Welten" bzw. "Die Saga vom Dunkelelf" von R.A. Salvatore.


8. Gibt es Momente, wo du einfach keine Lust zum Lesen hast?
Wenn das Buch schlecht ist, oder ich an einer mühsamen Stelle angekommen bin, wo sich das Kapitel zieht wie Kaugummi. Ansonsten habe ich eig. immer Lust auf Lesen. Nur manchmal fehlt mir die Zeit und/oder die Müdigkeit übermannt mich.

9. Was spielt Lesen/Schreiben/Literatur für eine Rolle für dich?

Inzwischen eine große Rolle, da ich selbst Autorin bin. Schriftstellern ist ein Handwerk das nur verfeinert werden kann, wenn man ständig schreibt und Bücher von anderen Autoren ließt.

10. Welches Buch hat dich am Meisten mitgerissen von allen?

Siehe Frage 7.

11. Was würdest du dir von einem Buch wünschen? Was ist dir als Leser wichtig? Was macht ein gutes Buch aus?
Die Charaktere müssen authentisch sein und Handlungen müssen nachvollziehbar und logisch sein. Das finde ich fast am wichtigsten. Ich als Leser muss das was passiert, verstehen können. Das Erzähltempo muss abwechslungsreich sein. Zu viele Kampfszenen machen einen Roman schnell zu turbulent und ein Dialog der über 20 Seiten geht, will auch kaum jemand lesen. Ja, als Schriftsteller muss man auf so einiges achten und man wird niemals jeden zufrieden stellen können.