Samstag, 16. Mai 2015

Kurzgeschichte vs. Kurzroman

Im Zuge einer Verlagsausschreibung habe ich eine Kurzgeschichte verfasst, die das Thema Drachen abhandelt. Ich persönlich stehe ja total auf Drachen. Nun leider wurde meine Geschichte für die ausgeschriebene Anthologie nicht ausgewählt. Was nicht bedeutet, dass meine Story schlecht war.
Es kann verschiedene Gründe haben, warum eine Story nicht ausgewählt wird. Die Herausgeber achten zum Beispiel auf ein harmonisches Gesamtbild der Anthologie oder achten darauf dass die "Monster" nicht zu eintönig sind, sich nicht wiederholen usw.
Ich war ganz schön niedergeschlagen. Aber dann habe ich mir überlegt sie zu verkaufen. Und zwar als mein erstes Buch im Selbstverlag. :-)
Ich möchte euch  - wenn ihr es wollt, daran teil haben lassen.
Aber keiner will eine Geschichte von nur 10 Seiten lesen! Deswegen baue ich die Storys aus. Und ich bin schon fleißig am zusammenbauen. Besonders interessant wird die Coverauswahl am Ende. Die muss gut überlegt sein. Ich habe mich schon dafür entschieden Premade Buchcover zu nehmen. Das ist günstiger als sich direkt vom Designer eins bauen zu lassen.

Ich möchte nicht zu viel verraten daher nur einen groben Überblick zur Geschichte:

Es geht um einen geheimen magiebewandelten Bund in den frühen 60er Jahren. Dieser Geheimbund möchte die "Mutter der Drachen" in die Welt holen damit sie diese zerstört. Martin - der Hauptprotagonist, ein ehemaliges Mitglied des Geheimbundes gerät irgendwie dort hinein. Durch seine Vergangenheit ist er zu einem merkwürdigen Mann geworden, der eine eigensinnige Weltanschauung hat und sein Lebensunterhalt als Schriftsteller verdient. Aber genau diese Vergangenheit ist der Schlüssel. Martin und die Drachen stehen in einer geheimnisvollen Verbindung zueinander. Das Ende der Geschichte möchte ich nicht verraten. Jedenfalls wird es eine mystische und dunkle Geschichte werden, deren Hauptfigur eine recht negative und zerstörerische Neigung hat. Martin wird dennoch der Held der Geschichte sein auch wenn er nicht in die typische Rolle eines Helden passt. Er ist ein Mensch. Er ist ein Mann und er wird das tun was er in seiner elternlosen Kindheit zwischen Magie und Einsamkeit gelernt hat.

Das ist so die grobe kurze Erzählung dazu. Die Geschichte ist so gesehen fertig, aber ich möchte sie erweitern, ausschmücken, detailreicher machen und eben länger als 10 Seiten.

Ich möchte euch gleich mal eine Frage dazu stellen: Soll ich daraus eine etwas längere Kurzgeschichte machen(ca. 30 Seiten) oder einen Kurzroman(100-150 Seiten)?
Ich tendiere zu einem Kurzroman. Mich würde einfach mal eure Meinung dazu hören.
Was würdet ihr wollen? Was würdet ihr lesen?
Ich werde daraus erst mal ein E-Book machen und dann später, wenn das Buch sich relativ gut verkauft, auch als Printausgabe anbieten. Oder gleich beides? Deswegen ist es wichtig und interessant zu wissen, wie sich das Buch entwickeln wird. Als Kurzroman würde sich die Printausgabe als Taschenbuch wunderbar eignen. Wenn es allerdings nur eine Kurzgeschichte von max 30 Seiten sind, würde sich das kaum verkaufen und wenn dann nur als E-Book. Vielleicht würde ich davon dann nur eine geringe Stückzahl drucken lassen und als Leseprobe in Pocket-Format oder so etwas anbieten.
Deutsche lesen leider nicht so gern Kurzgeschichten. Zumindest  habe ich schon einige Autoren gehört, dessen Kurzgeschichten(-Sammlebände) sich nicht besonders gut verkaufen. 


Wie dem auch sei. Mich würde einfach mal interessieren was ihr so darüber denkt.
Würdet ihr einen Kurzroman bevorzugen oder lieber eine einzelne Kurzgeschichte auf dem E-book-Reader?
Lest ihr selbst Kurzromane oder Kurzgeschichten gern, oder nicht so gern?

Kommentare:

  1. Hallo liebe Katzenflieder,

    schade, dass deine Geschichte nicht genommen wurde. Aber du hast natürlich Recht. Nur weil sie nicht genommen wurde, muss sie nicht schlecht sein.
    Die Idee, die Geschichte dann einfach selber zu veröffentlichen finde ich gut. Was du daraus machst hängt denke ich davon ab, welche Ideen du für eine längere Version hast. Für eine Kurzgeschichte mag es ausreichen, wenn du ein paar Sachen ausführlicher beschreibst. Aber für einen Roman reicht das bestimmt nicht. Da brauchst du wahrscheinlich einiges mehr an Handlung, um die Seiten voll zu bekommen. Sonst wird es für den Leser irgendwann langweilig.
    Ich selber lese ab und an ganz gerne Kurzgeschichten, aber ein Roman, auch wenn er etwas kürzer ist, ist mir generell lieber. Also wenn du genug Stoff für einen Roman hast, mach ruhig einen draus. Ich glaube auch, dass die Chancen, gelesen zu werden dann besser sind. Wenn es nicht ausreicht, mach lieber eine gute Kurzgeschichte draus :-)

    liebe Grüße,
    Sabi

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  2. Für einen (Kurz-)Roman muss ich die Charakterzeichnung verbessern. Das mache ich die kommenden Tage. Auch wenn ich mich am Ende vielleicht gegen einen Roman entscheide. Es ist eine ganz nette Übung, da ich momentan in meinem Schreibstudium gerade dabei bin, etwas über Charakterzeichnung- und Erschaffung zu lernen.
    Der rote Faden ist ja da und auch wie die Geschichte ausgeht, steht schon fest. Ich muss nur hier und da neue Szenen einfügen, hier was ausschmücken und da was beleuchten. Meine Testleserin damals fand es schade, dass ich nicht genug von dem Kult erzählte. Aber eine Kurzgeschichte geht ja geradewegs aufs Ende zu und beleuchtet nicht. :-)
    Das ist eben auch der Vorteil eines Romans: Man hat die Freiheit auf etwas genauer einzugehen, was den Leser interessiert.

    Grüße
    Katzenflieder

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