Donnerstag, 28. Mai 2015

Rezension: Mutkarten-Set zur Selbstmotivation



Heute gibt es mal eine Aus-der-Reihe-Rezension. Die Autorin des Buches "Mut zur Auszeit" Christa Langheiter hat 2012 ein Mutkarten-Set heraus gebracht. Durch ihre Tätigkeit als selbstständige Beraterin und Mut-Coach, hat sie große Erfahrung und hilft ihren Schützlingen bei Mutlosigkeit und Antriebslosigkeit.
Ich danke Frau Langheiter für die Zusendung des tollen Mutkarten-Set. 2 Monate habe ich es ausprobiert, bevor ich die Rezension geschrieben habe und ich mache es natürlich weiter.

Mut-Website:  http://langheiter-mut.com/


Was ist ein Mutkarten-Set
Das Set besteht aus 52 Mutkarten auf denen Übungen, Inspiration und Zitate für jede Woche zu finden sind. Ein ganzes Jahr lang kann man mit diesen Karten arbeiten. Zusammen mit einem Mut-Tagebuch(denn für manche Übungen empfiehlt es sich, seine Gedanken aufzuschreiben), ist das eine wunderbare Hilfe zur Selbstmotivation. Jede Woche wird eine Karte vom Stapel genommen und mit ihr gearbeitet. Zum Beispiel kann man die Zitate und die Mut-Vorbilder sichbar an einem Platz aufhängen, beispielsweise am Spiegel, in den man sowieso jeden Morgen hineinschaut. Dann wird man sich seines Mutes jeden Tag bewusst und liest automatisch das Zitat, was einem Kraft und Mut schenken soll.

Die Übungen machen mir am meisten Spaß, auch wenn sie nicht immer einfach sind. Mit diesen Übungen soll man sich selbst hinterfragen und an schöne Dinge denken um sich seinen Mut immer wieder bewusst zu machen. Eine Übung war zum Beispiel, dass man sich erinnern soll wann man in der Kindheit oder Jungend Mut bewiesen hat und dann soll man genau beschreiben wie die Situation war, was einen dazu ermutigt hat über den Schatten zu springen und so weiter. Das fand ich persönlich sehr schwer, weil meine Kindheit nicht von Mut geprägt ist und ich extrem lange darüber nachgedacht habe. Das habe ich alles in mein Mut-Tagebuch geschrieben.

Design der Karten
Die Farben und Formen sind sehr harmonisch und wirken erfrischend und belebend. Lili Schagerl ist die Grafikerin und Illustratorin der Mutkarten und hat mit Frau Langheiter zusammen gearbeitet um das Projekt "Mutkarten-Set" auf die Beine zu stellen. Die einzelnen Bildchen auf den Zitat-Karten sind sehr gut ausgesucht und geben genau das wider, was auf der Karte steht. Sie sind schön anzusehen.
 
Texte
Die Texte auf den Mutkarten sind sehr liebevoll und einfühlsam geschrieben. Sie bringen den Kern auf den Punkt ohne dass es gedrückt, gekünstelt oder gestelzt wirkt. Sie geben Inspiration und treffen mit der Wortwahl genau ins Schwarze. Mir gefallen die Texte jedenfalls sehr gut. 


Ich kann jedem, dem der Mut zu irgendetwas fehlt, dieses Karten-Set empfehlen. Es ist, wie bei mir, eine tolle Sache für nebenbei oder auch als Begleitung zum Coaching oder zur Selbstfindung hervorragend geeignet. Ich denke, wenn man das konsequent jede Woche macht und zusätzlich sein Mut-Tagebuch führt, wird man damit auch Erfolg haben und zu mehr Mut gelangen. Ich zumindest empfinde es so.

Bewertung:



Dienstag, 26. Mai 2015

Wochengedicht 23

Meine Leere


Heute ist der Tag so schön.
Die Sonne scheint und der Wind ist warm.
Nur ich bin eiskalt.
In mir fühle ich eine innere Leere.
Als hätte ich keine Gedanken, keine Sorgen, keine Probleme.
Doch genau das habe ich.
Probleme und Sorgen.
Alles um mich herum ist grau.
Ich sehe nur mich in Farbe.
Ich bin scheinbar auf diesem Planeten nicht nötig.
Niemand, wirklich niemand will mich sehen.
Niemand will mich hören.
Ich bin nicht existent.
Ja genau.
Ich bin eine herum irrende Seele,
die niemanden hat.
Wahrscheinlich auch das Leeregefühl in mir.
Wer bin ich? Wer bin ich?
Sag mir, wer bin ich?
Bin ich jemand?
Wer bin ich wirklich?
Und wo komm ich wirklich her?
Habe ich eine Vergangenheit?
Und habe ich keine Zukunft?
Alles ist so grau.
Wenn ich mich nicht bald finde, werde ich meine Farbe verlieren
Und für immer unscheinbar sein.....


Samstag, 23. Mai 2015

Neulich bei Thalia

Ich wollte nach der Leipziger Buchmesse keine Bücher mehr kaufen. Und jetzt habe ich es doch noch getan. uffff.
Ich bin auf den Geschmack des Genres Steampunk gekommen. Da der ASP Verlag nicht auf meine Mail geantwortet hat, ob ich deren Bücher rezensieren darf, ich aber unbedingt eines der Bücher haben wollte, habe ich mir über Thalia das Buch bestellt. Außerdem wollte ich das Jahrbuch von Matthias Matting haben. Und weil ich gerade so beim stöbern der reduzierten Bücher war, stolperte ich noch über andere Bücher, die ich in den Wagenkorb legte. Jetzt habe ich also nicht nur ein Buch gekauft sondern gleich mehrere, obwohl ich gar keine kaufen wollte. ^^
Das ist bei mir mit den Büchern, wie bei anderen, wenn sie hungrig in den Supermarkt gehen: Man hat an der Kasse komischerweise mehr zu liegen als man anfangs geplant hatte. Und jetzt will ich euch die Bücher vorstellen. Es handelt sich hierbei um 2 Bücher für Kinder, ein Jugendbuch und 2 Bücher des Genres Steampunk.





"Der kleine Hund" 
von Anne Böhm

Verlag: artEdition

Genre: Babybuch (12+)

Auflage 2013

12 dicke Pappseiten

Rückseite:
Der kleine Hund backt leckeren Kuchen, den musst du unbedingt versuchen.

Hier kann das Kind bekannte Situationen entdecken und mit der kleinen Stofffigur nachspielen.
Ein Buch zum Liebhaben.












"Barbie - mein tolles Leben"

 Genre: Kinderbuch (2+)

Ein großes Pappbuch mit 10 kurzen Sounds

Rückseite: 

Hättest du auch gern so ein großartiges Leben? Begleite Barbie dabei, wie sie 5 spannende Berufe ausprobiert. Welche Geschichte gefällt dir am besten?
Drücke die Knöpfe, höre 10 aufregende Geräusche und stell dir vor, dabei zu sein.












"Die Prophezeiung der Seraphim"  
von Mascha Vassena

Verlag: Heyne

Erstausgabe 2012

Genre:Jugendbuch

Seiten: 416


Klappentext:

Paris, kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution. Ihr fünftzehnter Geburtstag sollte eigendlich der schönste Tag im Leben von Julie Lagarde werden. Doch dann steht ihre Welt plötzlich Kopf: Die Lagardes sind nicht ihre richtigen Eltern, sie hat einen Zwillingsbruder namens Ruben und ihr echter Vater Cal ist ein leibhaftiger Engel! Doch leider führt Cal nichts Gutes im Schilde - er plant die Herrschaft über die Menschen an sich zu reißen, Die einzigen, die sich ihm entgegenstellen können, sind Julie und Ruben. Doch dazu müssen sie überleben!
Gemeinsam mit dem frechen Schusterjungen Fédéric und dem rätzelhaften Grafensohn Nicolas fliehen die Geschwister aus Paris - verfolgt von den finsteren Kriegern ihres Vaters. Aber schon bald weiß Julie nicht mehr, ob sie ihrem Bruder vertrauen kann, denn Ruben scheint den Verlockungen der dunklen Engel zu erliegen. Und die Zeit wird knapp - der Angriff des Erzengels steht kurz bevor ...





"Das Self-Publisher-Jahrbuch 2014" 
von Matthias Matting
 
Verlag: Edition Octopus
 
Ausgabe 2015
 
Seiten: 237

Rückseite:
KDP, ISBN, VLB, Impressum, Cover, Lektorat - wer als Self-Publisher-Neuling im Netz um Rat fagt, fühlt sich schnell erschlagen. Das Self-Publisher-Jahrbuch 2014 löst dieses Problem: Es enthält die hilfsreichsten Beiträge aus Deutschlands wichtigsten Informationsmedium für unabhängige Autoren, der Selfpublisherbibel.de, sortiert nach Themenbereichen und mit einem Index versehen.
"Selfpublisher-Papst" Matthias Matting erklärt Schritt für Schritt, wo Sie beginnen müssen, wenn. Sie Ihr eigenes Buch online bringen wollen, und was es dabei zu beachten gibt.





"Eis und Dampf - eine Steampunk-Anthologie"

Verlag: Feder&Schwert

1. Auflage 2013

Seiten: 304

Rückseite: 
Im 9. Jh. n. Chr. ereignete sich in Island eine Serie von  Vulkanausbrüchen, die eine Kaltperiode nach sich zog, die Entdeckung Amerikas verhinderte, durch Stürme auf dem Meer die Navigation mit Schiffen erschwerte und Nordeuropa mit Eis überzog. Europa versank in Territorial- und Religionskriegen. Dampfkraft, Äronautik und Elektrizität läuteten eine Periode des Wissenschaftlichen Fortschritts ein. Enormer Rotstoffbedarf auf der einen und erschwerte landwirtschaftliche Bedingungen auf der anderen Seite zementierten die Monarchie, die Konflikte der Adelshäuser und die Armut der Arbeiterklasse.

Eis und Dampf erzählt 13 Geschichten von zwölf namenhaften Phantastik-Autoren, die die Welt des 2013 mit dem DEUTSCHEN PHANTASTIK PREIS ausgezeichneten Roman "die zerbrochene Puppe" von Judith und Christian Vogt auf der Suche nach neuen Geschichten bereisten.
13 bisher unveröffendlichte Geschichten von Judith Vogts "der Puppenmacher", die auf den Spuren der beliebten friesischen Luftpiratin Tomke aus "die zerbrochene Puppe" wandelt und den Hintergrund der namensgebenden Puppe beleuchtet, über den unheimlichen  Bericht über die ersten Shellys bis hin zu Stefan Holzhauers Geschichte "Das Ägyptische Axiom": Hochspannung ist garantiert.

 Mit Beiträgen von Eevie Demirtel, Torsten Exter, Stefan Holzhauer, Ann-Kathrin Karschnick, Mike Krzywik-Gross, Christian Lange, Henning Mützlitz, Marcus Rauchfuß, Stefan Schweikert, Christian Vogt, Judith Vogt und André Wiesler.





 "Die dunkelbunten Farben des Steampunk - 14 Kurzgeschichten in 14 Farben" 

 Verlag: Art skript Phantastik

1. Auflage 2015

Seiten: 286

Rückseite:
Lassen Sie sich entführen zu den dunkelbunten Seiten der Steampunk-Welten! Zwischen Zeppelinen und Dampfmaschienen schlängeln sich mannigfaltig schattierte Farben durch die Geschichten und wispern den Zahnrädern Geheimnisse zu. Mal äußerst prägnant, mal zurückhaltend dezent erzählen sie von einer retro-futuristischen Welt, die es nie gab, von vergessenen Nuancierungen und verlorenen Träumen. Jede Geschichte erzählt von ihrer eigenen Farbe, die sich selbst in den Buchstaben widerspiegelt, gemeinsam ergeben sie eine Antholigie, die ihresgleichen sucht.

Autoren: Detlef Klewer, Stefanie Bender, Corinna Schattauer, Katharina Fiona Bode, Markus Cremer, Isabelle Wallat, Andrea Bienek, Denise Mildes, Ashley Kalandur, Dennis Frey, Sabrina Zelezny, Daniel Schlegel, Daniel Huster, Fabian Dombrowski.





Freitag, 22. Mai 2015

Land over the Dreams - Kapitel 6

 Land over the dreams



Das geschah im letzten Kapitel:
Temiso tauchte vor Patricia auf und zwang sie mit zu kommen.
Er brachte sie zu Spike. Spike hatte vor Patricia zu heiraten. Mimito - in Riese, war Giovannis Freund. Er brachte Giovanni zu der Grenze von Blackmonima. Von dort aus ging er allein weiter. Giovanni stieß auf Aree und Mimotisis. Er blieb eine Zeit lang bei ihnen. Patricia rannte vor Spike weg, doch in einem Moment konnte er sie betören und machte sie zu seinem Eigentum. Bokena tauche plötzlich vor Giovannis Augen auf und ging mit ihm Patricia befreien. Mimotisis wurde von Temiso getötet. Spike war gerade Patricia zusammen als Bokena, Aree und Giovanni ins Zimmer stürmten.


Giovanni sah sich Patricia an. Sie sah sehr hübsch aus, aber er spürte das sie in Spikes Gewalt war. Giovanni nahm sein Schwert und stürzte sich auf Spike. Er wich seinem Angriff spielend aus und grinste nur. „Lass uns das machen, Giovanni!“, rief Bokena ihm zu. Giovanni steckte sein Schwert weg. Bokena und Aree gingen auf Spike los. Er hatte jede Menge zu tun. Bokena war immerhin stärker als Giovanni.
Patricia, sag Allari Bescheid!“, rief Spike ihr zu. Patricia ging aus dem Zimmer, in ein Nebenzimmer. Giovanni lief ihr nach und hielt sie auf. 
„Patricia, hey! Komm zu dir! Erkennst du mich denn nicht?“, schrie er sie an. 
„Wenn Spike sagt, ich soll Allari Bescheid sagen, dann tu ich das auch.“, meinte sie. 
„Patricia ich liebe dich!“ 
Patricia aber schaute nur und sagte: „Ich liebe Fürst Spike. Nur Spike.“ 
Giovanni konnte es nicht fassen. Er hatte sie mit einem Zauber belegt um ihre Liebe zu gewinnen. Giovanni rief die alte Dama zu Hilfe und sie erschien sofort. 
„Dama, du musst Patricia von dem Zauber befreien.“ 
„Ich merke schon die böse Macht in ihrem Körper. Du musst sie gut festhalten.“, sagte die alte Dama und richtete ihre Hände auf Patricia. Aus ihren Händen kam ein helles Licht, das auf Patricia zu flog. Patricia versuchte sich zu wehren doch Giovanni hielt sie gut fest. Nach einer Minute fiel sie in Giovannis Arme. Die Dama verschwand. Patricia machte die Augen auf.
Geht es dir gut Patricia?“, fragte er sie. 
Patricia küsste ihn und meinte in Ordnung zu sein. 
„Du musst fliehen. Spike wird merken das ich noch hier bin“, meinte Patricia. 
„Ja, aber du kannst mit mir kommen. Weg von dem Fürsten.“, widersprach er ihr. 
Da platzte Spike ins Zimmer. Er hatte Bokena und Aree bei sich und warf sie vor Giovannis Füße. „Ich schlage vor, ihr verschwindet. Ich würde euch ja gern töten, aber meine kleine Patricia ist noch nicht so weit“, sagte Spike. 
 Giovanni, Bokena und Aree gingen. Draußen vor dem Schloss machten sie kurz Halt.
Ich muss jetzt wohl meinen eigenen Weg gehen. Ich bin und bleibe ein Wesen der Blackmonima“, meinte Aree. 
„Ja. Es ist besser. Du würdest das Sonnenlicht nicht vertragen. Aber wenn du Patricia sehen solltest musst du ihr hier raus helfen“, meinte Giovanni. 
„Ich weiß jetzt das dass Böse nicht gewinnen kann. Ein gutes Herz habe ich aber immer noch nicht. Macht’s gut Jungs.“ 
Und sie verschwand im dunklen Licht der seltsamen Pflanzen.
Bokena fragte Giovanni: „Was ist nun wegen Patricia?“
Er antwortete: „Sie ist wieder sie selbst. Sie wird wahrscheinlich Spike was vorspielen und dann versuchen zu fliehen. Wenn sie in ein paar Tagen nicht bei uns angekommen ist, werden wir einen erneuten Angriff auf Spike starten.“

Spike und Patricia aßen gerade als Allari 2 tänzerisch ankam. 
„Ich möchte gern die Stimmung etwas verbessern, Herr.“ 
„Nein, geh wieder. Ich will mit ihr allein sein.“
Allari 2 ging wieder aus dem Saal. Spike stand auf und ging zu Patricia. Er schnippte mit den Fingern und Musik ertönte. Er nahm sie an sich und tanzte mit ihr. 
„Du bist so still meine Liebe. Was ist los?“, fragte er. 
Patricia musste alles tun um sein Vertrauen zu vertiefen. Um endlich einen Weg aus dem Schloss zu finden. 
„Ich will dich spüren, Spike.“ Er tanzte mit ihr weiter. 
„Warum hast du das mir nicht schon vorher gesagt?“
 „Ich weiß nicht.“ 
Er packte sie auf den Tisch und sog ihr Kleid hoch und befriedigte sie. 

Aree war unterwegs zu ihrer Höhle, als sie auf Temiso traf. 
„Na? Hast du unseren Feinden geholfen?“, fragte er. 
„Auch wenn ich ihnen was gutes getan habe, ich werde nie so sein wie sie.“ 
„Da hast du vollkommen recht. Aber da du ihnen geholfen hast muss ich dich wohl oder übel töten.“, meinte er als er mit seinem Dolch umher fuchtelte. 
„Bitte, lass mich endlich in Ruhe“, schlotterte sie und ging an ihm vorbei. 
„Ich lasse dich leben. Aber nur wenn du etwas für mich tust“, ergänzte Temiso. 
Aree drehte sich um. „Und was soll das sein?“
Fürstin Videl wünscht das ich ihr diese Patricia bringe. Aber das kann ich nicht machen, weil sie ja weiß das ich böse bin. Du wirst sie von Spike weglocken und zu Fürstin Videl bringen.“ 
„Wenn ich das mache, tötest du mich nicht?“
Genau.“ 
Aree ging zurück zum Schloss und schmiedete einen Plan. Patricia war gerade in der Küche um sich Milch zu holen, als sie am Fenster Aree sah. Sie öffnete es und fragte: „Aree richtig? Bist du hier um mich rauszuholen?“ 
„Ja. Los komm. Das ist die Gelegenheit.“ 
Patricia stieg aus dem Fenster und kletterte an einer Pflanze hinunter. 
„Ich bringe dich erst mal zu einem sicheren Ort. Los komm, steig ein. Wir haben eine lange Fahrt vor uns“, sagte Aree, als sie in einen Gleiter stieg. 
Patricia vertraute ihr, da sie mit Bokena gegen Spike gekämpft hat. Langsam schlief sie ein. Am Schloss von Videl angekommen traf Aree auf Temiso.
Gut gemacht, Aree.“, lobte er sie. 
Langsam und vorsichtig nahm Temiso Patricia in die Arme und trug sie ins Schloss. Aree verschwand. Temiso legte Patricia vor Videls Thron ab. Videl war über glücklich endlich eine Waffe gegen Spike zu besitzen.
Patricia wachte auf. „Wo... wo bin ich?“
 „Du bist jetzt in meinen Händen. Meine Waffe gegen Spike.“ 
Patricia fragte: „Wieso bin ich für dich eine Waffe gegen Spike?“
Videl antwortete: „Weil ich nicht nur mein Reich regieren will, sondern auch das Reich von Spike. Ich will das gesamte Gebiet der Blackmonima beherrschen.“ 
Omina, Videls Dienerin kam an gelaufen. 
„Omina, bring sie in den Kerker.“
 Als Omina Patricia zum Kerker führte, schaute Patricia sie verwundert an. Irgendwie kam ihr der Name Omina bekannt vor. Da erinnerte sie sich an den Professor an ihrer Uni. Sie fragte Omina ob sie mit Nachnamen Ino hieße. 
„Ja. Das ist mein Nachname, woher weißt du das?“, fragte sie erstaunt. 
„Ich glaub´s nicht! Ich hab die Tochter des Professors gefunden ohne überhaupt nach ihr suchen zu müsse.“, redete Patricia vor sich hin. 
„Hey, gib mir eine Antwort. Woher weiß du das?“ 
Patricia schaute sie ernsthaft an, rückte ihr auf die Pelle und sagte ihr: „Ich kenne deinen Vater, Omina. Er sucht nach dir.“ 
„Mein Vater? Ich habe keinen Vater.“
Doch hast du. Du kommst aus der gleichen Dimension wie ich. Du musst wahrscheinlich mit einer seiner Erfindungen hier her gekommen sein. Versuch dich zu erinnern. Sag mir wie du hier her gekommen bist.“ 
Doch bevor Omina etwas sagen konnte, tauchte Spike wie aus dem Nichts auf. Er war sauer, das sah man ihm an, aber er versuchte sich zu zügeln. Er schubste Omina von Patricia weg und nahm Patricias Hand. 
„Patricia. Ich weiß das du nicht mehr unter meinem Einfluss stehst, aber hier ist es für dich zu gefährlich. Videl würde dich ohne zu zögern töten“, sagte er. 
„Sie hat zu mir gesagt, ich wäre eine Waffe um gegen dich zu kämpfen.“

Na sieh mal einer an. Wer besucht mich den hier ohne an die Tür zu klopfen“, äußerte Videl, die hinter Spike stand. 
„Ich bin hier um eine Ausgerissene Katze abzuholen“, sagte er, schlug seinen Umhang um Patricia und verschwand mit ihr. Er tauchte vor seinem Schloss mit ihr wieder auf. Da attackierte auch gleich Giovanni ihn. 
„Nein, nicht Giovanni!“, schrie Patricia. 
Giovanni stoppte, hielt Inne und stellte sich zu Bokena und Patricia zu Spike. Sie schaute Spike in die Augen und sagte ihn: „Spike lass mich gehen.“ 
„Aber wieso denn? Gefällt es dir hier bei mir nicht?“, fragte er. 
„Sehr sogar. Aber du bist ein Wesen der Dunkelheit und ich nicht. Du bist sehr nett und lieb, aber es ist mir hier einfach zu gefährlich.“
Was hat er, was ich nicht habe?“, fragte er. 
 Patricia schaute Giovanni an. „ Ein gutes Herz.“ 
Dann ging sie zu ihm und öffnete ihre Flügel, nahm Bokena und Giovanni an die Hand und flog mit ihnen von dannen.
Nach einigen Minuten stillem Stehens rastete Spike aus und schrie so laut, das die Dämonengeier davon flogen. 
„ICH WILL SIE HABEN!!“ 
Dann dachte er sich: „Ein gutes Herz? So etwas habe ich nicht. Da hat sie recht. Wie soll ich denn nur ein reines Herz kriegen?“ 
Da hatte er Patricias süßes Lächeln vor Augen und ging in seine Gemächer zurück.

Patricia, Giovanni und Bokena waren bei Zemeto vorbei geflogen um Bokena abzuliefern. Ein Unwetter hatte Bokenas Haus zerstört. Giovanni und Patricia gingen nach Hause. Auf dem Heimweg erzählte Patricia von Omina, die für Videl arbeitete und eigentlich auch aus ihrer Welt stammte. Sie gingen nebeneinander her. 
„Hat Spike dir was getan?“, fragte Giovanni. 
Sie blieb stehen und nahm seine Hand. 
„Nein. Mir ist nichts passiert. Die Zeit mit ihm war sogar ganz nett. Er war nicht grob oder gemein zu mir. Ich denke er ist ein sensibler, kleiner Junge, der vielleicht zu viel Trennungsschmerz erleiden musste.“
Giovanni schaute sie mit einem, „Das kannst du mir nicht erzählen-Gesicht“ an und meinte sie solle sich lieber erst mal keine Gedanken darüber machen.
Am gleichen Abend machten sie es sich vor dem Kamin so richtig bequem und kuschelten miteinander. 
„Ich liebe dich Patricia.“, flüsterte Giovanni ihr ins Ohr und knabberte daran. Beide hatten eine leidenschaftliche Nacht.
Temiso hockte auf einem dicken Baumast und dachte nach. „Es wird bestimmt bald etwas schreckliches passieren. Da bin ich mir sicher.“ 
Da lief Aree unter ihm den Weg entlang. Er sprang zu ihr herunter und sie blieb vor ihm stehen. 
„Was willst du noch Temiso.“, fragte sie traurig. 
„Heulst du oder was?“, fragte er sie. 
„Und wenn schon. Ich bin ein Mädchen.“ 
Sie versuchte weiter zu gehen, doch Temiso versperrte ihr den Weg. 
„Du hast jetzt niemanden mehr. Nicht wahr?“
Was geht dich das an?“
Er drückte sie an sich und ohne das Aree etwas merkte wurde sie von ihm erstochen.
Er fing an zu lachen und riss ihr einen Arm aus und aß von ihm.
Omina stand an ihrem Fenster und betrachtete die schwarze Umgebung.
Während Videl ein Bad nahm und Spike auf seinem Thron saß und überlegte wie er Patricias Liebe gewinnen könne.



Ende Kapitel 6


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Mittwoch, 20. Mai 2015

Wochengedicht 22

Exitus


Ich fühl mich so leer.
Ich will und kann nicht mehr.

Mein Leben hat keinen Sinn.
Weiß nicht mehr wer ich bin.

Niemand lässt mich so sein wie ich es will.
Ich bin doch immer still.

Doch im inneren schrei’ ich aus tiefster Wut.
Niemand gibt mir neuen Mut.

Die anderen sind so kalt.
Ich glaub ich werd’ mich umbringen bald.
Vielleicht tut es ihnen dann leid.

Schmerz und Kummer mich so quält,
bis der Zug des Lebens über mich fährt.

Montag, 18. Mai 2015

Bis die Augen brennen

"Mensch, Katzenflieder, das schaffst du alles noch neben deinem Alltag?!"
"Zerrt dass nicht irgendwann an deinen Kräften?"
"Mein Gott, hast du denn nix anderes zu tun?"
"Geh doch mal richtig arbeiten und mach nicht so ein Unfug!"
"Das nennst du doch jetzt nicht etwa 'Arbeit'?"
"Krass, dass du das alles organisiert kriegst!"
"Ist das nicht Zeitverschwendung? Du verdienst dabei ja kein 'richtiges' Geld."
"Macht das Sinn, was du da machst?"
"Na du musst ja Langeweile haben!"
"Was?! Ein Buch lesen, ist für dich Arbeit?"
"Wie lange verbringst du denn so am Tag damit?"

Die letzte Frage kann ich noch ernst nehmen. Aber wer - so wie ich, gerade "nichts besseres" in seiner Elternzeit zu tun hat, sollte auf das Geschwätz der anderen wenig Wert legen.

Meine bisherige Erfahrung mit anderen Menschen die zum ersten mal hören, dass ich schreibe und damit auch noch Geld verdienen möchte, belächeln mich entweder oder haben einen heiden Respekt vor mir. Die Hausfrau mit den 2 kleinen Kindern will Bücher schreiben. Ja, will sie! Und ja, sie will ihr eigener Boss sein und freiberuflich was auf die Beine kriegen!

Ich habe mich im Zuge dieser "netten" Aussagen meines Umfelds mal gefragt "Wie viel Zeit 'arbeite' ich denn eigentlich?" Naja und außerdem ist es auch mal ganz nett zu sehen, anhand von Zahlen und Fakten und übersichten, wie und wann ich gearbeitet habe.

Jetzt muss ich kurz erklären was für mich "Arbeit" ist
Arbeit ist für mich nicht nur etwas, mit dem ich Geld verdiene, sondern etwas das mich geistig fordert und ggf. später Geld einbringen wird. Der Beruf des Schriftstellers ist ja darauf aus, jetzt einen Text zu verfassen und mit ihm in absehbarer Zeit Geld zu verdienen. Autoren die sich bei einem Verlag bewerben, müssen manchmal bis zu 3 oder 4 Jahre warten bis ihr Buch dann auch im Laden liegt.


Nun kommen wir zu der Auflistung meiner Arbeit. Ich merke hier noch einmal an, dass ich zwar keinem bezahlten Job nachgehe aber dennoch einen Alltag erledige mit Haushalt, Terminen einem Kindergartenkind und einem 17 monate alten Kleinkind, das zuhause betreut wird. Meine kleine Tochter schläft i.d.R. einmal am Tag für je 1-2 Stunden.

Arbeitsgebiete:
  • Fernstudium (Ein Studienheft pro Monat a` 50 DIN-A 4 Seiten)
  • Kurzgeschichten für Schreibwettbewerbe und Verlagsausschreibungen ( zw. 3 und 11 DIN-A 4 Seiten-Länge)
  • Buchprojekt für die Veröffentlichung des 1. eigenen Romans
  • Bücher rezensieren (Deadline: 3 - 8 Wochen)
  • Autorenblog aktuell halten (Marketing)
  • Honorierte Schreibjobs als Texterin für Firmen und Privatpersonen (Zeit-technisch nicht immer möglich)
  • Der typische Papierkram und die Buchhaltung, wenn man freiberuflich ist


Arbeitszeiten in Zahlen:


31. März

0h 8m    Blogartikel veröffentlicht und auf Google+ und Facebook geteilt.
1h 12m  Einsendeaufgabe des 6. Studienheftes bearbeitet.
0h 3m    am Blog gearbeitet
0h 20m  Rezi-Buch gelesen
0h 18m  Wochengedichte für Monat April aus dem Ordner gesucht und als Blogentwurf gespeichert.
0h 47m  Auftragsbeschaffung: Im Netz nach Schreibwettbewerben und Verlagsausschreibungen geschaut und ausgedruckt, beschriftet und an die Pinnwand geheftet. (nebenbei normaler Familienbetrieb im Raum)
0h 42m  E-Mails an Verlage geschickt, Wochengedichte fertig gestellt. Korrekturlesen des 5. Kapitels vom Onlineroman

Gesamtarbeitszeit: 3 Stunden und 30 Minuten

1. April

1h 51m   Plot für Kurzgeschichte (Verlagsausschreibung), Szenenplan ausgearbeitet und die erste halbe Seite geschrieben.
0h 10m   Blogeinstellungen, Rezi schreiben
0h 18m    Rezi schreiben und veröffendlichen + teilen auf Google+ und Facebook
0h 47m   Rezi-Buch lesen
0h 15m   Blogartikel schreiben

Gesamtarbeitszeit: 3 Stunden und 21 Minuten


2. April

0h 5m    Rezi-Mail beantworten, Blogeinstellungen
0h 35m  Rezi-Buch lesen
1h 2m    Onlinekurs schauen + Notizen (ISBN, Titelschutz, DNB, Preisbindung, Finanzamt, VG Wort)
0h 10m  Blogeinstellungen, Rezi schreiben
0h 18m  Rezi schreiben u. veröffentlichen + teilen auf google+ und Facebook

Gesamtarbeitszeit: 2 Stunden und 10 Minuten


03. April (Karfreitag)

0h 32m   Studium (Einsendeaufgabe)
0h 5m     Blogeinstellungen
1h 11m   Kurzgeschichte schreiben
1h 30m   Kurzgeschichte schreiben
0h 15m   Rezi-Buch lesen

Gesamtarbeitszeit: 3 Stunden und 33 Minuten


 4. April
0h 40m  Blogartikel schreiben, veröffendlichen + teilen auf Facebook und google+
0h 7m    Blogartikel schreiben
0h 27m  Rezi-Buch lesen
0h 18m  Onlinekurs schauen + Notizen machen (Marketing Übersicht, Sichtbarkeit)
0h 27m Onlinekurs schauen + Notizen machen (Preis- & Geschenkaktionen, Sichtbarkeit)
0h 52m Onlinekurs schauen + Notizen machen(Pressearbeit, Facebook-Autoren-acc, Klappentext, Rabattaktionen)
1h 43m Rezi-Buch lesen

Gesamtarbeitszeit: 4 Stunden und 34 Minuten

Dreimal habe ich den Onlinekurs geschaut. Bei den ersten beiden malen schaute ich, während die Kinder spielten. Beim letzten mal, war es bereits Abends.

Ihr könnt bisher sehen dass ich gestückelte Arbeitszeiten habe. Klar, denn ich kann zu 90 % nur arbeiten, wenn die Kinder mich nicht dabei stören.

Irgendwann nach Ostern hatte ich auch mal einen Tag auf dem Handy notiert bzw. diktiert was ich so alles an dem Tag mache. Wobei der Tag ein normaler Tag für mich ist.
Er ist also nicht besonders stark ausgelastet aber auch nicht zu wenig.

Anmerkung: Meine Kleine schläft nicht durch, d.h. dass die Nächte mindestens 2x gestört sind.

6:36Uhr aufstehen
Mit der Kleinen gefrühstückt, sie gewickelt und angezogen. Danach die Große geweckt und ihr Frühstück vorbereitet, während sie sich im Badezimmer fertig macht. Während meine Große isst, arbeite ich 10 Minuten am Blog. Danach mit den Kindern zusammen Zähne putzen und die vorbereitete Wäsche in der Waschmaschine angestellt.

8:17Uhr ab zum Kindergarten
Dort habe ich ein kurzes Gespräch mit der Kita-Leitung geführt.

9:40Uhr wieder zuhause
Im Keller habe ich nach Blumentöpfen geguckt und nach oben in die Wohnung gebracht. Anschließend Wäsche aufgehangen und mehrfach versucht den Kinderarzt anzurufen um einen termin zu vereinbaren - vergeblich. Danach eine Zwischemmahlzeit mit der Kleinen zusammen einnehmen. Tv schauen, Danach muss ich staubsaugen. Danach schauen wir uns zusammen Bücher an. Kurz E-Mails checken.

10:50Uhr Kind schlafen legen
Arbeiten: Papierkram, Recherche, nebenbei mit einer Freundin chatten,  Jogurt essen. Arbeit unterbrechen, weil die Kleine weint. Sie schläft noch mal ein, weiter arbeiten. Brainstorming zur neuen Kurzgeschichte.

14:00Uhr Kind wacht auf
Windel ist ausgelaufen, also Kleine komplett neu anziehen und neue Windel. Danach bekommt sie etwas zu Essen, während dessen Küche auffärumen. Während die Kleine mal allein spielt mache ich das Brainstorming weiter. Es klingelt, Paket annehmen.  Mich und die Kleine anziehen und ...

15:18Uhr ... ab zum Kindergarten
Müll weg bringen und die Große von der Kita abholen.

16:20Uhr zuhause angekommen
Paket geöffnet und Hose anprobiert, leider ist sie zu klein. Bei Amazon Rücksendung veranlassen. Internet herumstöbern. Neues Paybal-Konto eingerichtet für berufliche Zwecke.

17:30Uhr Essen kochen

18:40Uhr Fertig mit essen
Die Kleine wird jetzt bett-fertig gemacht(waschen, wickeln, eincremen - wegen der Neurodermitis, umziehen), danach 3 Schlaflieder auf Youtube schauen, kurz im Internet stöbern. Danach mit der Kleinen Zähne putzen und schlafen legen. Danach zur Großen (die vom Papa fertig gemacht wurde), ans Bett setzen und kuscheln und erzählen.

20.00Uhr Arbeiten
Jetzt sind beide Kinder im Bett, ich kann arbeiten. Freelancer-Platformm, Networking, Brainstorming beenden, ab und zu was privates lesen und Musik hören.

23:24Uhr bett-fertig machen
Im Bad mich fürs Bett fertig machen,  hier und da was aufräumen, Tiere füttern, die Kleine zudecken, Flaschen für die Nacht vorbereiten, die Große wecken um sie auf den Topf zu setzen.

23:41Uhr Ins bett gegangen.

00:06Uhr Kleine weint, Kleine bekommt Flasche und wird gewickelt und schlafen gelegt.

00:45Uhr Jetzt schlaf ich auch.

Zwi. 3 und 4 Uhr Kleine weint, bekommt noch mal eine Flasche und schläft bei uns im Bett ein.

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Nächster Tag  6:35Uhr zusammen mit der Kleinen aufstehen.


So sieht mein Alltag aus. Wobei wir jetzt auch schon wieder Mitte Mai haben und ich inzw. weit aus mehr mache: Momentan habe ich zb. keine Verlagsausschreibungen, dafür mehr Schreibjobs die mir Geld einbringen. Es ist mal mehr und mal weniger zu tun. Der aufgeführte Tag(dessen Datum ich blöderweise nicht notierte) ist ein völlig normaler Alltag für mich.



Kennt ihr als Schreiberlinge, Autoren, Blogger oder freiberufliche Texter diese Misere(die "tollen" Aussagen am Anfang des Artikels) auch und manchmal wünscht ihr euch auch, der Tag hätte mehr als 24 Stunden?




Samstag, 16. Mai 2015

Schreibwettbewerb - Zwischenbericht

Vor einiger Zeit hatte ich einen Aufruf zu einem kleinen Schreibwettbewerb gestartet. Teilnehmer durften bis einschließlich 1. Mai ihre Kurzgeschichten einsenden. Bedingungen waren, dass in der Geschichte eine Katze, Flieder und eine Heldentat vor kam. Vom 3.05 bis 10.05 durfte für eine Geschichte gevotet werden.  Leider haben nicht alle, die die Geschichte gelesen haben, auch abgestimmt. Das findet ich sehr bedauerlich.

2 Kandidatinnen hatten mir ihre Kurzgeschichte eingereicht. Und es kam zu einem Unentschieden.
Nun meine Frage an euch, liebe Ice Flower und Narzissa, bitte helft mir eine Entscheidung zu treffen.

Idee 1
Ihr einigt euch darauf(einverdenhmlich) dass der Gewinn(das Dusch-Set und das Notizbuch) unter euch aufgeteilt wird. Ein Los entscheidet wessen Geschichte bis Ende des Jahres auf Katzenflieder stehen wird.

Idee 2
Ein Los entscheidet wer von euch beiden gewinnt. Der Gewinner bekommt wie vor angekündigt den Gewinn(Dusch-Set und Notizbuch) und seine Geschichte wird bis Ende des Jahres auf dem Blog zu lesen sein.

Es wäre schön, wenn ihr euch meldet.

Kurzgeschichte vs. Kurzroman

Im Zuge einer Verlagsausschreibung habe ich eine Kurzgeschichte verfasst, die das Thema Drachen abhandelt. Ich persönlich stehe ja total auf Drachen. Nun leider wurde meine Geschichte für die ausgeschriebene Anthologie nicht ausgewählt. Was nicht bedeutet, dass meine Story schlecht war.
Es kann verschiedene Gründe haben, warum eine Story nicht ausgewählt wird. Die Herausgeber achten zum Beispiel auf ein harmonisches Gesamtbild der Anthologie oder achten darauf dass die "Monster" nicht zu eintönig sind, sich nicht wiederholen usw.
Ich war ganz schön niedergeschlagen. Aber dann habe ich mir überlegt sie zu verkaufen. Und zwar als mein erstes Buch im Selbstverlag. :-)
Ich möchte euch  - wenn ihr es wollt, daran teil haben lassen.
Aber keiner will eine Geschichte von nur 10 Seiten lesen! Deswegen baue ich die Storys aus. Und ich bin schon fleißig am zusammenbauen. Besonders interessant wird die Coverauswahl am Ende. Die muss gut überlegt sein. Ich habe mich schon dafür entschieden Premade Buchcover zu nehmen. Das ist günstiger als sich direkt vom Designer eins bauen zu lassen.

Ich möchte nicht zu viel verraten daher nur einen groben Überblick zur Geschichte:

Es geht um einen geheimen magiebewandelten Bund in den frühen 60er Jahren. Dieser Geheimbund möchte die "Mutter der Drachen" in die Welt holen damit sie diese zerstört. Martin - der Hauptprotagonist, ein ehemaliges Mitglied des Geheimbundes gerät irgendwie dort hinein. Durch seine Vergangenheit ist er zu einem merkwürdigen Mann geworden, der eine eigensinnige Weltanschauung hat und sein Lebensunterhalt als Schriftsteller verdient. Aber genau diese Vergangenheit ist der Schlüssel. Martin und die Drachen stehen in einer geheimnisvollen Verbindung zueinander. Das Ende der Geschichte möchte ich nicht verraten. Jedenfalls wird es eine mystische und dunkle Geschichte werden, deren Hauptfigur eine recht negative und zerstörerische Neigung hat. Martin wird dennoch der Held der Geschichte sein auch wenn er nicht in die typische Rolle eines Helden passt. Er ist ein Mensch. Er ist ein Mann und er wird das tun was er in seiner elternlosen Kindheit zwischen Magie und Einsamkeit gelernt hat.

Das ist so die grobe kurze Erzählung dazu. Die Geschichte ist so gesehen fertig, aber ich möchte sie erweitern, ausschmücken, detailreicher machen und eben länger als 10 Seiten.

Ich möchte euch gleich mal eine Frage dazu stellen: Soll ich daraus eine etwas längere Kurzgeschichte machen(ca. 30 Seiten) oder einen Kurzroman(100-150 Seiten)?
Ich tendiere zu einem Kurzroman. Mich würde einfach mal eure Meinung dazu hören.
Was würdet ihr wollen? Was würdet ihr lesen?
Ich werde daraus erst mal ein E-Book machen und dann später, wenn das Buch sich relativ gut verkauft, auch als Printausgabe anbieten. Oder gleich beides? Deswegen ist es wichtig und interessant zu wissen, wie sich das Buch entwickeln wird. Als Kurzroman würde sich die Printausgabe als Taschenbuch wunderbar eignen. Wenn es allerdings nur eine Kurzgeschichte von max 30 Seiten sind, würde sich das kaum verkaufen und wenn dann nur als E-Book. Vielleicht würde ich davon dann nur eine geringe Stückzahl drucken lassen und als Leseprobe in Pocket-Format oder so etwas anbieten.
Deutsche lesen leider nicht so gern Kurzgeschichten. Zumindest  habe ich schon einige Autoren gehört, dessen Kurzgeschichten(-Sammlebände) sich nicht besonders gut verkaufen. 


Wie dem auch sei. Mich würde einfach mal interessieren was ihr so darüber denkt.
Würdet ihr einen Kurzroman bevorzugen oder lieber eine einzelne Kurzgeschichte auf dem E-book-Reader?
Lest ihr selbst Kurzromane oder Kurzgeschichten gern, oder nicht so gern?

Dienstag, 12. Mai 2015

Wochengedicht 21

Fehler die du machst


Du bist in der Nacht der hellste Stern.
Du bist am Tag der wärmste Sonnenstahl.
Du hast mich einfach zu gern.

Doch bist du endlos weit weg von mir.
Mein Herz ist immer bei dir.
Und doch lässt du es zu
dass eine andere dich gewinnt.

Erlebst eine heiße Nacht mit ihr.
Und den Morgen danach hast du Angst.
Du bereust es bitterlich und trennst dich von mir.
Schatzi, ich bleibe trotzdem bei dir.

Mein Vertrauen zu dir ist geknickt,
aber die Hoffnung auf ein Happy End noch nicht.
Du willst erst mal ein wenig Zeit für dich.
Das ist Ok.
Du weißt, 
dass ich immer hinter dir steh'.

Wenn deine Liebe groß genug ist,
werden wir zusammen alles überstehen
und gemeinsam alle Wege gehen.
Und die anderen werden schon sehen,
das wir zusammengehören.

Doch sollte es ein zweites Mal geschehen,
lass ich dich eiskalt im Regen stehen.
Wir werden uns schon wieder wie früher verstehen.

Du bist mir wichtiger als Millionen von Geld.
Und wenn du es zulässt, wird unsere Welt wieder erhellt.
Durch den Mond,
der wie ein silbern funkelndes Band unsere Welt umschließt
und Amor zum zweiten mal seinen Pfeil durch unser Herz schießt.

Und wir glücklicher sind als je zu vor.


Montag, 11. Mai 2015

Buch-Rezension: TRAU KEINEM, DER DEIN BESTES WILL!

TRAU KEINEM, DER DEIN BESTES WILL!

 

Autor: Dörte Thieme
Titel: TRAU KEINEM, DER DEIN BESTES WILL!  
Untertitel: Emotionale Erpressung erkennen - durchschauen -beenden
Verlag: Tredition (Self-Publishing)
Seitenanzahl: 332  
gelesen als: Print, Taschenbuch 
ISBN:  978-3732311880



Inhalt
Der Titel des Buches sagt schon sehr provokatives aus. "Trau keinem, der der Bestes will". Und darum geht es in diesem Buch auch. Eltern die einfach nur das Beste für ihre Kinder wollten, aber gar nicht bemerken dass sie Schaden anrichten. Es geht um emotionale Erpressung seitens der Eltern und wie ihre Kinder darauf reagieren - sowohl als schutzloses Kind, wie auch als Erwachsene. Eifersucht, Verlustängste, Kränkungen, Demütigungen und emotionale Bloßstellung und Schuldgefühle werden von den Eltern bewusst wie auch unbewusst auf die Kinder ausgeübt. Frau Thieme beschreibt in ihrem Buch den "blinden Fleck", der anstelle von Kindheitserinnerungen oder negativen Gefühlen steht, nicht selten eine Illusion, wenn jemand, der Gewalt rechtfertigt, sagt "Mir hat das auch nicht geschadet". Sie erklärt in den Buch, was heutige Erwachsene für Probleme aufweisen, wenn sie in ihrer Kindheit emotionaler Erpressung ausgeliefert waren. Dazu gibt sie einige reale Fallbeispiele an. Zum Beispiel wie Liebesenzug als Strafe eingesetzt, in der Kindheit bei dem späteren Erwachsenen zu starker Eifersucht und Verlustängsten führt. Sie beschreibt anhand von einfachen Beispielen, wie sich das Gewissen und die Schuldgefühle bei einem Kind entwickelt und wie sich das bei einem Erwachsenen später äußert. Interessant ist die Beschreibung der jeweiligen Kinder. Zum Beispiel das zurückgezogene, einsame Kind von egoistischen Eltern. Das selbst zweifelnde Kind von ehrgeizigen Eltern oder das demütige Kind der überfürsorglichen Eltern. Es werden die vier Erpresser-Typen erläutert und in Fallbeispielen nähergebracht, die die emotionale Erpressung ganz bewusst oder auch vollkommen unbewusst auf das Kind ausüben. Außerdem gibt sie Anhaltspunkte wie man sich seiner Opferrolle bewusst wird und dem Erpresser sein Spiel verderben kann. Am Ende des Buches findet sich noch mal alles Gesagte in einem knappen Überblick.



Erster Satz
Trau keinen, der dein Bestes will! Es könnte sein, dass er sein eigenes meint - und du merkst es gar nicht.



Cover
Das Cover zeigt recht eindeutig dass es um Gewalt geht. Und im Buch auf den ersten Seiten wird man auch verstehen warum eine Hand auf dem Cover zu sehen ist: es geht um den "langen Arm der Erziehung". Sehr gut durchdachtes Cover, gefällt mir.



Schreibstiel und Sprache
Das Buch ist trotz des Themas relativ einfach zu lesen. Im Laufe des Buches kann es allerdings etwas langatmig werden, weil einiges stetig wiederholt wird und die Grundstimmung immer etwas dramatisches hat.
Schade finde ich dass Fallbeispiel 1 und 2 im Buch sich stark ähneln, weil es dort um einen Erwachsenen geht, dem früher in der Kindheit mit dem Tod eines Elternteils gedrohte. Bei dem ersten Fall geht es um den Vater und bei dem zweiten Fall geht es um die Mutter. Ich hätte mir ein anderes Beispiel an dieser Stelle gewünscht.



Ganz persönliche Meinung und Fazit
Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Ich interessiere mich ja sowieso schon für psychologische Dinge und pädagogische Lektüre. Ich kann das Buch wärmsten Empfehlen. Gerade die, die mit sich hadern, mit sich und ihrem schlechten Gewissen. Ich habe mich und einige meiner nahestehenden Personen jedenfalls in dem Buch wiedergefunden. Jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen und das Buch kann verhelfen sich seiner Lage bewusst zu werden ggf. Kraft daraus zu schöpfen. Aber auch für Hintergrundwissen ist das Buch zu empfehlen. Die Fallbeispiele sind gut und aus dem realen Leben. Besonders berührt hat mich der Fall des Mädchens nach der Trennung der Eltern.





Bewertung



Samstag, 9. Mai 2015

Autoren-Programm: Wortschatz erweitern

Wusstest du das?

Ein 4 jähriges Kind beherrscht in seinem Wortschatz ungefähr 2000 Wörter, auch wenn es nicht alle Wörter verwendet. Bis ein Mensch ausgewachsen ist, wächst der Wortschatz massiv an. Ein Erwachsener im Alltag umfasst schätzungsweise 500.000 Wörter.

Ein Autor, ein Texter oder auch Lektor, müssen, um ihren Job richtig und gut zu machen, einen umfassenden Wortschatz besitzen, damit ihre Texte ihre Wirkung nicht verfehlen und den Leser nicht langweilen. Jeder Mensch hat einen Wortschatz und die meisten Wörter werden kaum benutzt.
Nehmen wir mal das Wort "Wind". Welche andere Begriffe kennst du dafür und welche hast du schon mal gehört, verwendest du aber im Alltag gar nicht?
Es kann genauso gut auch eine Böe sein, ein Lüftchen oder ein Luftstrom. Daraus wird ein Orkan oder ein Wirbelsturm.

Ich kann nur jedem Autor empfehlen sich einen Duden zuzulegen. Ich habe selbst 3 Stück.

  • "Der kleine Duden, deutsches Wörterbuch"
  • "Der kleine Duden, Fremdwörter"
  • "Der Wörterbuch der Synonyme"



Es gibt zu dieser Lektion nicht viel zu erklären. Ein großer Wortschatz hilft Wiederholungen in Texten zu vermeiden und Frische hinein zu bringen. Denn wenn sich etwas in der Wortwahl immer wieder wiederholt, wird es den Leser unglaublich schnell langweilen.



Übung 1
 Finde für die aufgelisteten Wörter mindestens 2 Synonyme. Lass dir Zeit und gebe nicht so schnell auf. Manchmal kommt man nicht gleich auf ein passendes Wort. Erst wenn du wirklich absolut keine Idee mehr hast, kannst du diese Wörter im Duden nachschlagen.

  • unterlegen
  • simpel
  • ordinär
  • Moor
  • Geduld
  • akut
  • aggressiv
  • Schuld
  • projizieren



Übung 2
Die zweite Übung ist für Schreiberlinge, die einen Duden zur Hand haben.
Deine Aufgabe besteht darin, dir neue Wörter anzuschauen.
Nimm dir dazu den Duden und blättere darin herum. Irgendwann stoppst du und zeigst blind auf ein Wort. Notiere es dir und die dazu gehörigen Stammwörter oder Synonyme.
Das wiederholst du bis zu 10 sinnvolle Wörter aufgeschrieben hast.

Du kannst diese Wörter sammeln und auf Kärtchen schreiben. Auf der anderen Seite der Karte schreibst du die dazugehörigen Wörter als "Lösung". Mit diesen Karten kannst du das ganz wunderbar üben, Wörter in deinem Wortschatz regelmäßiger zu verwenden und das führt dazu dass du sie beim schreiben schneller aufrufen kannst.




Dienstag, 5. Mai 2015

Wochengedicht 20


Das Haus


Das Haus am Stadtrand.
Es steht leer,
seitdem das hübsche Mädchen darin verschwand.

Es hat genau vier Zimmer.
Diese Zimmer sind leer.
Nur im Schlafzimmer steht ein Bett.
Und darüber an der Wand ein schwarzes Brett.
Mit roter Farbe steht dort geschrieben:
Sehnsucht und Verlangen werden sich lieben.“
Das Bett ist so schön zurecht gemacht
und lädt zum Hinlegen ein.

Das Mädchen lag dort um zu sterben.
Sie zerschlug die Spiegel im Zimmer zu Scherben
und verfluchte die Welt, sie solle stürzen ins Verderben.
Das Mädchen war gebrochen, ein seelisches Wrack.
Schnitt sich die langen blonden Haare ab.

Sehnsucht ließ sie so verkommen.
Das Leben hat sie sich genommen.
Sie war so leer und wollte einfach nicht mehr.

Sonntag, 3. Mai 2015

Schreibwettbewerb auf Katzenflieders Blog

Es ist so weit. Der Einsendeschluss für den Schreibwettbewerb ist vorüber und nun seit ihr dran die Heldengeschichten zu bewerten.

  • Bewertung unter dem jeweiligen Beitrag mit "gefällt mir".
  • Abgestimmt werden darf vom 3. - 10. Mai.
  • Die Geschichte mit den meisten "gefällt mir"- Klicks gewinnt den Preis.
Der Preis ist ein Marvel Comics-Paket bestehend aus einem Notizbuch(Liniert) und einem Hygiene-Paket für unterwegs mit Feuchtigkeitscreme, Duschgel, Gesichtsreinigung und Rasiergel.
Außerdem wird die Geschichte des Gewinners wird bis 31. Dezember 2015 eine eigene "Nische" bei Katzenflieder.blogspot.de erhalten, wo man seine Geschichte kostenlos lesen kann.


Hier geht es zu den Kurzgeschichten:

"An meine liebe Chris" von Ice Flower


"Der tote Kater und der ewig lebende Flieder" von  Narzissa


Der tote Kater und der ewig lebende Flieder

 Kandidatin 2 für den Schreibwettbewerb


Der tote Kater und der ewig lebende Flieder ...

Das Leben ist unfair ... immer und immer wieder betonte dies der drei Jährige Viktor schluchzend als er, seine Mutter und seine Schwester, nach der Beerdigung der getigerten Familienkatze Lutzifer vom Garten zurück ins Haus gingen. Das Leben ist unfair. "Mama, wird er irgendwann zurück kommen? Vermisst er uns vielleicht sogar?", fragte der kleine Viktor.
"Schau, jedes Kahr aufs neue wird uns der wohltuende weiße Flieder, den wir auf seinem Grab pflanzten daran erinnern, dass Lutzi bei uns ist."
Und so deckte die Mama Viktor fest zu und wünschte ihm mit einem Kuss auf die Stirn eine gute Nacht. Tief in der Nacht, als Uromas alte vererbte Standuhr zum letzten mal um Null Uhr lese Glockentöne von sich gab, übertönte ein lautes Prasseln den Klang der Uhr. Ein Licht das heller ist als jede Lampe. Eine Hitze die heißer ist als jede Sauna. Feuer. Zuerst breitete es sich im Kellergewölbe des Familienhauses aus, dann kletterten die Flammen hoch in den Wohnbereich. Die antike Einrichtung glich binnen Minuten dem inneren eines Kamins. Rauch im ganzen Haus. Plötzlich merkte der noch tief schlafende Viktor ein Kratzen an seiner Decke, ein lautes Fauchen und miauen ließ ihn aufspringen. Noch im Halbschlaf sah er ein flinkes Wesen um die Ecke seiner Türe flüchten. Kriechend eilte er zu seiner Mutter und Schlafzimmer, schrie: "Feuer, Feuer im ganzen Haus!" Die Mutter sprang auf, packte ihre Tochter aus dem Babybett und Viktor am Arm.
Das Feuer kroch immer höher das alte, hölzerne Treppengeländer rauf in die Schlafräume. Das Haus war nun hell und heiß durchflutet. Die Mutter öffnete ihr Schlafzimmerfenster, drängte Viktor mit kleinem Schubsern auf einen dicken Ast der großen Eiche die seit Generationen im Garten wuchs, gab ihm seine kleine Schwester und rief: "Kletter los und halte deine Schwester so fest wie Litzi, als er nicht mehr vom Baum  runter kam!"
Als nächstes rettete die Mutter sich auf den dicken Ast, der bereits Flammen fing. Heil unten  angekommen, liefen sie zur Straße vor dem Haus, wo bereits die  Nachbarn mit Bademänteln auf die panische Familie wartete. Immer lauter werdende Sirenen tönten durch die Straßen. Die Feuerwehr löschte nur noch den Brand um vorzubeugen, dass die Flammen nicht auf die umliegenden Häuser überspringen.
Das Haus von Viktor, seiner Mutter und der Schwester war nicht mehr zu retten. Ebenso die alte Eiche, die in Schutt und Asche auf dem Boden des Gartens lag. 20 Jahre nach dem schweren Unglück, fuhr Viktor, der bereits ein gestandener Mann war, mit seiner Frau  durch die Straßen der alten Heimat, zu dem Platz wo einst sein Elternhaus stand und nun eine grüne Wiese nicht erahnen lässt, welch trauriger Tag sich hier ereignete, erblickte er einen großen, üppig blühenden weißen Flieder und wusste, dass dort drunter der Held liegt, der ihm und seiner Familie einst das Leben rettete. Von der Heldentat erzählte er jedoch niemandem und mit einem Lächeln auf den Kippen, einer Träne im Auge und einem Danke im Herzen, fuhr er zum letzten mal fort.





Sollte dir Narzissa's  Heldengeschichte gefallen, gibt ihr unter dem Beitrag ein "gefällt mir"!

"An meine liebe Chris"

Die Gewinnerin des Schreibwettbewerb's*

 

Vom 9. Februar bis 1. Mai 2015 durften Kurzgeschichten eingesendet werden, die das Thema Heldentat beinhalteten. Es sollten 3 Dinge in der Geschichte vorkommen: eine Katze, eine Heldentat und Flieder. Leser durften anschließend  abstimmen, wessen Geschichte sie besser fanden. Die Geschichte von Ice Flower "An meine liebe Chris" berührte die Leser am meisten. So gewann Ice Flower den Schreibwettbewerb. Sie bekam ein Marvel Comics-Paket und ihre Geschichte wird bis Ende 2015 auf dem Blog Katzenflieder zu lesen sein. 

Ich danke Bianca von biancasbuecherwelt



Erinnerst du dich noch an meine süße Katze Nelly? Ja? Dann hör dir doch einmal die Story des Jahres an:
Nelly saß auf meinem Bett während ich meine Hausaufgaben machte. Plötzlich stürzte meine Mutter herein und fragte, warum ich noch nicht fertig sei. Meine Wenigkeit wunderte sich und mein Verstand war verwirrt. Nelly kümmerte das nicht und rollte sich zusammen. Mutter schrie, wie ich den Besuch von meiner Oma vergessen konnte. Schnell packte ich meine Sachen und zog meinen ,,Sonntagsanzug“ an. Nelly gähnte, stand auf und ging neugierig zu mir. Als sie mich anschnurrte knurrte ich: ,,Nicht jetzt, Nelly!“ Da sprang Nelly auf meinem Schreibtisch und schaute mir zu. Nachdem ich mir meine Lieblingsblume angesteckt hatte, du weißt sie ist Flieder, sah ich aus dem Fenster schon Omas Wagen vor der Haustür anhalten. Du kennst meine Oma nicht, sie ist sehr streng, hochnäsig und hasst schlechtes benehmen und Tollpatsche wie mich. Super!
Jedenfalls rannte ich die Treppe runter und stand schön gerade im Flur. Nachdem Oma unser Haus betreten hatte, stänkerte sie schon herum: ,,Hier müsste mal geputzt werden!“ ,,Bietet hier niemand einem Tee an?“ ,,Wieso habt ihr nicht auf mich gehört und lieber einen Papagei genommen als so ein Katzenvieh!“,,Igitt! Flieder hat so eine hässliche Farbe!“ Wir sind nicht deine Diener sondern deine Familie, ich liebe Nelly und Flieder ist sehr schön, du hochnäsige, für sich besser haltende… Wieso habe ich nur so eine Oma??
Kurz darauf gingen wir in das Esszimmer und tranken Tee wie bei den Engländern. Da passierte es. Oma wollte nur kurz an die frische Luft gehen und stand auf den kleinen Balkon auf dem nur eine Person Platz hat. Daneben war ein wunderschöner, großer Baum. Irgendwie hat es Nelly geschafft, auf einen hohen Ast des Baumes zu klettern und war in der Nähe des Balkons. Weil sie sich nicht runter getraut hatte, maunzte sie und Oma hörte das. Du kannst dir vorstellen wie nervig für sie das war, aber so hat Nelly Omas Leben gerettet!
Stell dir das so vor: Oma steht auf dem Balkon während Nelly um Hilfe maunzt. Derweil wir drinnen im Haus beschäftigt waren versuchte Oma an Nelly heranzukommen. Dann kletterte sie selbst auf den Baum. In dem Moment ,,zerbrach“ der kleine Balkon! Oma saß auf dem Baum und regte sich nicht. Nelly sprang sofort auf Omas Schoß und legte sich hin. Meine Eltern und ich liefen natürlich gleich zum Balkon, der ein paar Meter unten weiter nur noch aus Brocken bestand.
Gleich danach rief Vater die Feuerwehr. Oma und Nelly kamen sicher vom Baum und alles war gut. Oma war selbst ein paar Stunden danach noch in einem Schockzustand, aber das kann ich verstehen. Nelly bekam daraufhin was sie wollte: Gutes Futter, neue Polster zum entspannen und sogar eine eigene Kratzsäule!
Oma geht es inzwischen gut und auch Nelly wird noch Tagelang als Heldin gefeiert. Das ist doch eine super Belohnung! Nelly hat eine wirkliche Heldentat vollbracht!

LG deine Hanna

PS: Ich schick dir nachher ein Bild von Oma und Nelly auf dem Baum! Einfach witzig!





*Der Beitrag wurde nach der Gewinnerermittlung für die Gewinnerdarstellung(Gewinnergeschichte bekommt eine eigene Nische auf dem Blog) verändert. Die Geschichte ist unverändert.