Freitag, 24. April 2015

Rezension: May Bee

May Bee





Autor: Tomas Maidan
Titel: May Bee
Untertitel: /
Verlag: Self-Publishing
Seitenzahl: 246
Genre: Fantasy-Krimi-Thriller
Gelesen als: E-Book
ASIN: B00VZAE67W


Autor
Tomas Maidan lebt in Bremen. Seit er 40 Jahre alt ist, schreibt er Bücher. Er war vor seiner Karriere als Schriftsteller als Bühnengestalter tätig. Vor May Bee brachte er bereits 3 Bücher heraus.





Inhalt
May Calla, eine Anfang 30-jährige "Oberkuh  auf ihrer "Weide" im Büro des Polizeigebäudes, entläuft der Kater Lou. Sogleich macht sie sich in Kujai-City auf die Suche nach ihrem geliebten Kater. Doch sie findet ihn nicht. Statt dessen rettet sie einen äußerst merkwürdigen Mann, der sonderbar auffällt, das Leben. Sie rettet ihn, als ein Bus ihn mitnehmen wollte. Ihr Kater bleibt verschwunden. Einige Zeit später in einer Konferenz erfährt sie dass der Kroßkonsul Frederik Bolaire vermisst wird. Der ist nach einem privaten Urlaub nicht mehr zurückgekehrt.  Eine Tanabe, eine Baronin mit großem weitläufigen Anwesen wird verdächtigt und May muss nun eine Einsatztruppe leiten um heraus zu finden was der Großkonsul auf dem Anwesen der Baronin suchte und ob er sich dort womöglich noch aufhielt. May bekommt das allerdings nicht so richtig auf die Reihe und zieht den Zorn ihrer Kollegen und ihres Chefs auf sich. Und dann verschwindet auch noch ihre beste Freundin Tuh. Sie findet sie und macht sich Halsüberkopf mit ihr auf, das Anwesen der Baronin zu inspizieren. Jedoch müssen die beiden auf dem Land merkwürdige Geschehnisse feststellen. Ein merkwürdiger summender Sturm, der gar Tiere frisst. Sie stoßen auf eine Frau die Baumrinde frisst und auf ein Schloss mit Honigwänden und Meterhohen gelben Pilzen im Garten. May lernt den schüchternen Jo kennen und ist ganz hin und weg von ihm. Im Laufe der Geschichte kommen noch wundersame Dinge auf Mai und Tuh zu. Zusammen mit Yo wollen sie dem Ganzen ein Ende bereiten. Und was ist eigentlich mit Lou, Mays Kater passiert? 

Die Charaktere sind ungehobelt und "motzig", aber das ist okey, genau mein Geschmack. Mir fehlte doch etwas mehr Verstand und Souveränität von May, die als Polizeikommissarin arbeitet. Sie wirkt eher wie eine 17-Jährige in ganz frischer Ausbildung, die mit ihrer Freundin - die gefühlt erst 14 ist, sich zu Unsinn anstiften lässt. So benehmen sich keine erwachsenen Frauen um die 30.
Tuh ist eher ein Punk mit wenig Geld, das ist ok und hier wird auch ganz bewusst mit den Klischee eines Punks gespielt. Man liebt oder hasst diese krassen Charaktere. Ich schaue aber darüber hinweg, weil das ganze Buch sehr abgedroschen und ungewöhnlich ist.





Erster Satz
"So ein Wahnsinn", schrie May, "ein Kater darf doch nicht vorne auf die Straße raus!"




Cover
Mir gefällt das Cover sehr! Die Bienenwaben die so geschwungen sind und farblich wunderbar harmonieren, wirken sehr hypnotisch - irgendwie.Das Cover ist ein echter Hingucker. Gut gemacht.




Schreibstil und Sprache

Frisch, locker, fetzig, abgedroschen und einfach nur lustig. So könnte man den Sprachstil beschreiben. Die Sprachbilder und der übertriebene Stil sind prickelnd und passen so wunderbar zur der Story. Es ließt sich leicht auch wenn ab und zu Fremdwörter dabei sind. Da hätte ich mir etwas umgangssprachliches gewünscht. Wer sagt heute denn schon "investigativ" oder "aristokratisch" oder "leptosomisch"?
Ein absoluter negativer Punkt sind die vielen Schreibfehler. Ich weiß nicht wie das in der Printausgabe aussieht, aber im E-book ist das sehr auffällig in einigen Kapiteln. Das schmälert etwas den Lasespaß. 





Ganz persönliche Meinung und Fazit
Ich bin begeistert von dem Buch. Allerdings war es schon echt schwer das Genre heraus zu finden, denn darüber habe ich bisher nichts weiter gefunden. Soweit ich das mitbekommen habe, haben andere Rezensenten es in die Fantasy-Ecke angesiedelt. Ich kann nicht ganz zuordnen zu welchem Genre es gehört, da es sowohl Fantasy-Fetzen wie auch Thriller und Krimi-Fetzen enthält.

An manchen Stellen habe ich echt gelacht. Besonders gut gefällt mir dieser übertriebene Stil und die herrlich überzogenen Vergleiche. Ein absoluter Knaller. Man muss schon sagen dass die Story ungewöhnlich ist und mal etwas anderes als das was man sonst so kennt.
Jetzt kommt das große Aber:
Eine "feinstoffliche Verstimmung" hatte ich jedoch trotzdem aufgrund der Schreibfehler im Buch. Wenn es ab und zu Fehler wären, wäre das tolerierbar. Ich habe selbst ein paar Schreibfehler in einem Bestseller-Roman gefunden(auf 800 Seiten konnte ich sie an einer Hand abzählen). Aber die Fehler in May Bee sind so gebündelt, da muss ich leider einen Stern abziehen, auch wenn ich die Story, das Cover, die Protagonisten super gut gelungen finde und das Buch an sich eigentlich 5 Sterne verdient hätte. Das Ende ist gut gelungen. Allerdings finde ich etwas "schwach" wie der Kater von May zu ihr zurück fand. Das hat sie etwa gelesen wie "Der muss ja auch noch erwähnt werden, also machen wir ein Happy End draus". ich hätte mir für den Fund des Katers doch etwas anderes gewünscht, aber das ist jetzt nur meine persönliche Meinung.




Bewertung






1 Kommentar:

  1. Aber Katzen gehen immer :P Ich finde das Cover richtig, richtig cool!

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