Dienstag, 31. März 2015

Wochengedicht 15

Wildkatze

 

Du streifst durch die Gänge und schaust dir die Menschen an.
So viele wollen dich mit nach Hause nehmen, doch du lässt niemanden an dich heran.
Du bist frei. Niemand regiert dich.
Niemand herrscht über dich.
Du bist dein eigener Herr.

Du willst nicht verletzt werden.
Deshalb fällt es dir schwer,
jemanden dein Inneres zu zeigen,
für jemanden mehr Gefühl zu zeigen.
Freiheit nennst du dein Eigen.
Das willst du dir von niemanden nehmen lassen.
Doch es kommt jemand, der mit dir die Freiheit genießt,
die Freiheit der Gefühle mit dir beschließt.
Du scheinst dich wohl zu fühlen und genießt es.
Doch du vergisst dabei, das du eine Verpflichtung hast.
Du tust es gern. Nur wegen ihm. Es macht dir Spaß.
Und das ist das Wichtigste. Im Inneren bleibst du eine Wildkatze.
Doch scheint dich jemand gezähmt zu haben.


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