Donnerstag, 5. März 2015

Buch-Rezension: Aufräumen? Mach ich morgen! Geschichten von Monty Maulwurf

Aufräumen? Mach ich morgen! Geschichten von Monty Maulwurf


Autor: Greta Carolat und Susanne Mais
Titel: Aufräumen? Mach ich morgen!
Untertitel: Geschichten von Monty Maulwurf
Verlag: Arena
Seitenzahl: 88
Genre: Kinderbücher
Format: Print, Kinderbuch
ISBN:  978-3401502328




Inhalt
Das Buch ist ein Sammelband von drei Kurzgeschichten. Darin sind die Geschichten "Aufräumen? Mach ich morgen!", "Sei nicht traurig, Monty Maulwurf!" und "Mir ist sooo langweilig, sagt Monty Maulwurf!". In der ersten Geschichte geht es darum dass Monty Maulwurf keine Lust hat sein Zimmer aufzuräumen und es auf später oder morgen verlegt und dadurch immer mehr Dinge verschwinden oder kaputt gehen und sich seine Besucher unwohl fühlen weil sie auf dem Spielzeug sitzen müssen. In der zweiten Geschichte bekommt die Maulwurffamilie Besuch von der Kaninchenfamilie und als diese wieder abreist, hat Monty schreckliche Sehnsucht nach seinem Freund Flaps. Er muss eine Möglichkeit für sich finden mit der Sehnsucht umzugehen bis Flaps ihn wieder besuchen kommt. In der dritten Geschichte hat Monty Langeweile und zu nichts richtig Lust. Alles ist irgendwie doof und er gammelt in den Tag hinein. Irgendwas muss ihn doch animieren und aufmuntern?




Erster Satz
"Schau mal", sagt Bianca Wiesel und pustet eine kleine Feder in die Luft.




Cover
Das Cover zeigt sofort den unverwechselbaren Zeichenstil von Susanne Mais(Illustratorin), passend zum Titel des Sammelbuches Monty Maulwurf, der nicht aufräumen mag. Sehr ansprechend und einladend.




Schreibstil und Sprache
Der Schreibstil ist einfach. Zum Vorlesen für 4 oder 5 jährige Kinder gut geeignet. Meine große Tochter ist 4,5 Jahre alt und liebt dieses Buch! Die Sätze sind kurz und kindgerecht. Allerdings muss man schon langsam vorlesen weil viele Ereignisse auf einmal folgen oder Dialoge einen schnellen Rhythmus bekommen und es passieren kann, dass das Kind etwas nicht versteht oder nicht mitbekommt. Es gibt unnötige Wortwiederholungen. Zum Beispiel wird oft Montys Mutter ausgeschrieben wenn sie etwas sagte. Bei den kurzen und wenigen Sätzen pro Seite, kann das schon etwas stören, wenn man zu oft "sagte Mama Maulwurf" lesen muss.



Illustrationen
Die Bilder in dem Buch sind sehr schön gemacht. Sehr detailreich und besonders toll ist, dass der Text nicht immer auf weißem Hintergrund ist, sondern in das Bild gebettet wurde. So erstreckt sich ein Bild über eine ganze oder gar zwei Seiten. Die Figuren sind total niedlich gezeichnet und die Farben sehr passend. Alles wirkt hell. Da die Bilder so detailreich sind, lohnt es sich neben dem Vorlesen sein Kind auf die Bilder aufmerksam zu machen und darüber zu sprechen.




Ganz persönliche Meinung und Fazit

Die erste Geschichte, wo es um das Aufräumen geht, findet ich als Mutter von zwei Kindern etwas flach. Die Moral der Geschichte ist einfach herauszulesen. Allerdings, rein erzieherisch ist diese Geschichte unbrauchbar, da dem Kind vermittelt wird, dass aufräumen gar nicht wichtig ist. Ich persönlich finde nicht, dass das Zimmer meines Kindes "sein Problem" ist. Das Aufräumen sollte eine gemeinschaftliche Sache sein, in so jungen Jahren. Selbst als Monty nein sagt, sagt seine Mutter rein gar nichts und lässt den jungen Monty mit seinem Chaos allein. "Dein Reich, dein Problem", so habe ich das Gefühl beim Lesen. Dann zum Schluss möchte Monty das seine Mama etwas für ihn tut und sie benimmt sich nun genauso wie er die letzten Tage zuvor - verschiebt es auf Morgen. Ich finde nicht, dass man sich so benehmen muss wie sein Kind es zuvor getan hat, nur damit es daraus lernt. Am Schluss ist gar nicht ersichtlich ob Monty diese Konsequenz überhaupt mitbekommen hat. Das schöne an der Geschichte ist, dass das Kind beim Lesen erfährt, was passieren kann, wenn man sein Zimmer nicht ordentlich hält (Spielzeug geht verloren oder geht kaputt, Besucher fühlen sich unwohl).
In der zweiten Geschichte wird gezeigt, wie Monty mit Sehnsucht zu seinem Freund umgehen kann, um sich lieber auf das nächste Treffen zu freuen. Das finde ich toll. Ich kann das Buch  weiterempfehlen, aber "vom Hocker gerissen" hat es mich nicht. 




Bewertung


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