Mittwoch, 21. Januar 2015

Mein Schreibstudium - Beitrag 1

 Ich beginne nun meinen 5. Studienmonat. Jetzt wird es Zeit mal ein wenig darüber zu schreiben.

Wie ihr wisst, studiere ich an der Schule des Schreibens in Hamburg.
 Ich nehme am Fernlehrgang "Kompaktkurs kreatives schreiben" teil. In diesem Kurs lerne ich sozusagen die Grundlagen einer Geschichte und wie ich sie mit Stilmitteln verwende, wie sie aufgebaut ist und wie ich den Leser bei der Stange halte und ein guter Autor werde.
Die Studienunterlagen erarbeite ich zuhause, selbstständig und am Ende eines jeden Lehrheftes, muss ich ein Manuskript erarbeiten und zur Korrektur einschicken. Während des erarbeiten des Lehrheftes, muss ich auch hier und da praktische Übungen ausführen.


Das Erste Lehrheft war schnell durch gearbeitet. Binnen 2 Wochen war das durch. Ich habe mir den Ratschlag aus dem Heft zu Herzen genommen und schreibe/lerne jeden Tag mindestens eine halbe Stunde. Meistens ist es aber mehr. Es ist ja nicht einfach nur kurz durchlesen und schwups, hat mans drauf. Nein, es ist wie bei jedem Lehrstoff: Arbeit und absolute Konzentration.
Das Studium geht 15 Monate lang. Ein Lehrheft ist für ein Studienmonat ausgelegt.Wenn ich es nicht schaffe, ein Heft in einem Monat durch zuarbeiten, dann ist das nicht weiter schlimm. Die Schule gibt mir keine Abgabefristen vor. Ich mache mir selbst welche(Immer am 15. eines Monats). Ich habe aber die Möglichkeit kostenlos bis zu 6 Monate dran zu hängen. Besonders beim 4. Studienheft habe ich Zeitdruck gehabt. Ich arbeite noch nebenbei an Ausschreibungen, Schreibwettbewerben und bin nebenberuflich als Autorin und Texterin tätig. Zusätzlich zu meinem Job als Hausfrau und Mutter von 2 kleinen Kindern. Da habe ich ganz schön viele schlaflose Nächte verbracht oder tagsüber meine Freizeit geopfert, um eine Übung aus dem Heft zu beenden oder zu lernen oder generell zu schreiben. Wie und wann ich Zeit dafür finde, könnt ihr in dem Artikel " Wie nur Zeit für's Schreiben finden?", nachlesen.

 Die bisherigen Lehrhefte
(Nicht alle Lernlektionen sind aufgeführt)

1. Studienheft: Einführung in Themenfindung und Arbeitsweisen. Zum Beispiel erfahre ich hier etwas über systematisches und effizientes Arbeiten, Pannenhilfen bei Schreibblockaden, die verschiedensten Handwerksgriffe mit denen man eine Blockade löst oder neue Ideen findet. In dem Heft wird genauer auf den Beruf "Autor" eingegangen. "Ohne Fleiß, kein Preis".

2. Studienheft: Schreibend eine Welt erschaffen - Die fünf Formelemente Teil 1 - Beschreiben und Erzählen: Hier geht es um sinnliches und aufmerksames beobachten und niederschreiben. Mit einem Buch werden dem Leser nur Buchstaben gegeben. Es werden bestimmte Technicken erklärt, wie man dem Leser etwas sinnlich beschreibt, so dass er es förmlich schmecken, fühlen und riechen kann. Es geht um Beschreibungen, fiktionale Welten, die Erzählperspektive und den Aufbau einer Geschichte.

3. Studienheft: Schreibend eine Welt erschaffen  - Die fünf Formelemente Teil 2 - Erklären, Begründen, Dialog: Hier werden wichtige Fragen geklärt und wie man sie in einer Geschichte gekonnt umsetzt. Die W-Fragen. Es geht darum, den Leser zu überzeugen. Der Großteil des Heftes umfast den Dialog. Das war mit unter für mich das schnödeste, was ich bisher aus den Heften mitgenommen habe. Die nackte Theorie zum Dialog, war einfach nur doof. Naja, wie es in jedem Beruf und in jeder Ausbildung ist: Nicht alles liegt einem und nicht alles macht einem Spaß. Es gehört jedoch zum Lehrplan dazu, also wird es gelernt.

4. Studienheft: Inhalte wirkungsvoll gestalten: In diesem Lehrheft geht es um ordnen und gliedern einer Geschichte. Betonung und Verdichtung und um den Anfang und das Ende einer Geschichte. Das erste Kapitel war für mich sehr einfach, da ich vorher schon aufgrund der Ausschreibungen mit dem Szenenplan und dem "7-Punkte-Plan" vertraut war.  ich konnte es schnell durcharbeiten, jedoch waren die Übungen in diesem Heft sehr zeitaufwendig für mich.



Die Übungen werden von mal zu mal intensiver und Zeitaufwendiger, habe ich das Gefühl. Neulich musste ich 2 Kurzgeschichten lesen und den Szenenplan herausarbeiten. Das hat mehrere Wochen gedauert, weil ich das nicht an einem Stück machen konnte. Ich musste die Geschichte ja erst einmal lesen, dann Markierungen machen und alles notieren und mit dem 7 -Punkte-Plan ausarbeiten. Wenn die beide Kinder gerade krank sind, Feiertage dazwischen liegen und man am Ende selbst krank geworden ist, zieht viel Zeit an einem vorbei. Aber ich hab es dann noch noch rechtzeitig geschafft. Noch vor dem Abgabe-Termin.


Gibt es vielleicht etwas dass ich bei meinem 2. Beitrag zum Studium erwähnen oder schreiben soll? Was wollt ihr wissen?


Kommentare:

  1. Ich wollte mal wissen, wie die Dozenten deine Aufgaben bewerten. Richtig mit Noten?

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    1. Nein. Da es eine künstlerische Arbeit ist und Kunst Geschmackssache ist, kann man das nicht bewerten. Es gibt bestimmte Handwerksregeln die man erlernen kann und diese werden eben geprüft zusammen mit Rechtschreibung, Grammatik, Ausdruck, Kommasetzung und so weiter. Es wird sozusagen eine Korrektur des Manuskripts zurück gegeben. Ein Feedback, was man hätte anders machen können.

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