Mittwoch, 28. Januar 2015

Buch-Rezension: Wie kann ich dich halten, wenn ich selbst zerbreche?

Wie kann ich dich halten, wenn ich selbst zerbreche?



Autor: Ulrike Schrimpf
Titel: Wie kann ich dich halten, wenn ich selbst zerbreche?
Untertitel: Meine postpartale Depression und der Weg zurück ins Leben
Seitenanzahl: 224
Genre: Sachbuch
Gelesen als: Print, broschiert
ISBN:
978-3517089065
 

Autorin
Ulrike Schrimpf wurde 1975 in Berlin geboren. Sie ging auf eine Schauspielschule und studierte anschließend Französische Philosophie und Literaturwissenschaften. Danach arbeitete sie als Literaturagentin und war pädagogische Leiterin der Charité International Academy. Heute ist sie als Kommunikationstrainerin und freie Autrin tätig. Sie lebt mit ihrem Partner und ihren zwei Söhnen zusammen. Ulrike Schrimpf hat mehrere Bücher zu medizinischen Fachkommunikation geschrieben. Ihr Kinderbuch "Zara. Alles neu" gewann 2011 den Publikumspreis nachdem sie beim Schreibwettbewerb  "Der Goldene Pick 2011" nominiert wurde. Das Buch erschien 2013 im Aladin Verlag.


Inhalt
Ulrike Schrimpf, die Hauptprotagonistin und gleichzeitig Autorin des Buches, bekommt ihren zweiten Sohn. Und ohne es zu merken, ohne dass sie die Warnsignale ihres Körpers hört, erleidet sie eine postpartalen Depression. Ihre krankhafte Angst, ihrem Kind könne ständig etwas zustoßen, bringt sie in Schlaflosigkeit. Nach drei Tagen ohne jeglichen Schlaf, unzähligen Angstzuständen und Panikattacken, holt sie sich nach langen vier Monaten Hilfe. Sie fährt in eine Klinik, wird dort aufgenommen und erzählt nun in ihrem Buch, wie sie die Zeit mit der postpartalen Depression erlebte und wie sie wieder aus dem Loch heraus fand.

Ulrike beschreibt in ihrem Buch die ersten Symptome einer postpartalen Depression, die sie und manch andere Mütter überhören. Beschreibt die Auswirkungen auf sich selbst und auf die unmittelbare Umgebung. Sie beschreibt das Krankheitsbild genau. Zum Beispiel dass es unterschiedliche Arten von Depressionen gibt und das die Hälfte der postpartalen Erkrankungen nicht erkannt oder behandelt werden. Sie beschreibt wie die Depressionen und Belastungsstörungen entstehen, wie man sie ggf. vermeiden könnte oder die Wahrscheinlichkeit verringern könnte, an einer Depression zu erkranken. Und immer folgt sie ihrer Geschichte. Auch wenn immer mal wieder fachliches und wissenschaftliches beschrieben wird, vergisst sie nie ihren Weg weiter zu erzählen. Die Übergänge sind fließend. Sie thematisiert das Mutterbild in der Gesellschaft und die  Stigmatisierung der Schwangerschaft. Sie beschreibt ebenso den Perfektionismus mancher Mütter und Risikofaktoren, wie zum Beispiel die umfassende hormonelle Umstellung nach der Geburt, eine schwierige Schwangerschaft oder die Tatsache dass die Frauen während der Schwangerschaft "überbetreut" werden und nach der Geburt meist in ein Loch fallen, weil ihnen nun, wo sie es wirklich nötig haben, kaum Hilfe und Unterstützung erhalten. Ulrike beschreibt den Weg ihrer Behandlung und ihres  Rückfalls. Man wandert mit ihr durch die Zeit und kann hagenau miterleben und mit fühlen wie es ihr ergangen ist. Aber auch ihre Kinder bekommen in dem Buch oft Erwähnung. Ein Kapitel ist beispielsweise ihrem großen Sohn gewidmet. Im hinteren Teil des Buches findet man drei separate Tipps: Einen Leitfaden für Betroffene: was tun wenn es einem nicht gut geht; Einen Leitfaden für den Partner; und Tipps für die Therapeuten-Suche.

Erster Satz
Ich sitze im sonnendurchfluteten Zimmer meiner Wiener Therapeutin, Frau Dr. Weissenböck. 

Cover
Das Cover ist ansprechend. Man sieht sofort dass es um Kinder geht. Um Babys. Die große blaue Schrift fällt sofort ins Auge. Das Bild mit der Frau und dem schlafendem Baby ist wirklich schön. Farben sind harmonisch aufeinander abgestimmt.


Schreibstil und Sprache
Das was gesagt wird, ist verständlich. Sie schreibt von sich selbst und mit einigen Tagebuch-ähnliche Abschnitte. Es ist schnell und fließend zu lesen. Die Abschnitte sind immer mal wieder in unterschiedlicher Schriftart zu lesen. Tagebuch-ähnliche Abschnitte zeichnen sich deutlich von der Erzählung ab. dekorativ geschwungene Trennlinien auf einigen Seiten unterbrechen liebevoll die Erzählung und geben Einblick in Ulrike's Gedankenwelt.



Begrifflichkeit und Glaubwürdigkeit 
Es geht um ein ernstes Thema, deshalb hat das Buch eine gewisse Schwere. Dennoch ist sie nicht zu schwer. Sie wird aufgelockert mit positiven und heiteren Momenten und liebevollen Texten. Beim lesen erschließt es sich sofort, was gemeint ist und Ihre Glaubwürdigkeit besteht im Hohen Maße. Es handelt sich nicht nur um eine biografisches Buch, es wird auch wissenschaftlich und hintergründig beleuchtet.



Ganz persönliche Meinung und Fazit 
Das Buch eignet sich besonders für Mütter, die glauben an einer postpartalen Depression zu leiden, aber niemanden haben, mit dem sie darüber reden können. Es kann ihnen helfen, den Mut zu finden, doch noch mit jemandem zu reden und sich seiner Krankheit zu stellen, statt sich ihr zu ergeben. Aber auch für Leute ohne Depression ist dieses Buch sehr hilfreich um halbwegs zu verstehen was so ein Mensch fühlt, welchen Weg er geht, welche Aufgaben er meistern muss.
Da ich selbst eine betroffene Mutter bin, konnte ich mich sehr gut in Ulrike hinein versetzen. Hier und da war ich anders als sie, oder hätte etwas anders gemacht. Besonders ergriffen war ich von den Beschreibungen wie sich eine Depression nach der Geburt eines Kindes äußert und was diese begünstigt. Die Tipps und Leitfaden für den Moment, wenn es einem schlecht geht, fand ich sehr hilfreich. Ulrike Schrimpf hat das Buch geschrieben um anderen Betroffenen Mut zu machen, sich zu informieren und gegen ihre vorübergehende Krankheit zu kämpfen, statt sich ihr zu ergeben.  Das Buch hat mir wirklich Mut gemacht und ich empfehle es jeder Schwangeren und jeder Mutter!

Bewertung: 

Samstag, 24. Januar 2015

Buch-Rezension: Das bin ich - Tagebuch für die ersten sechs Jahre

Das bin ich! - Tagebuch für die ersten sechs Jahre




Autor: Silke Schmidt (Illustrator), Heike Bräutigam (Assistentin)
Titel: Das bin ich!
Untertitel: Tagebuch für die ersten sechs Jahre
Verlag: Kunstmann
Seitenanzahl: 120 
Format: Print, gebunden
ISBN:
978388897980
 
 Inhalt
 Das Buch "Das bin ich!", ist für Eltern. Hier werden viele süße und wichtige Dinge aus dem Leben des Kindes bis zum sechsten Lebensjahr aufgeschrieben. Ein Tagebuch mit ganz viel Platz für Fotos und Fußabdrücke und eingeklebte Haarlöckchen.
Es beginnt gleich auf der ersten Seite: Hier kann man ein Foto von seinem Babykind hinein kleben, schreiben wie es heißt, wann und wo es geboren wurde. Auf der zweiten Seite, kann man eintragen wie der erste Tag verlaufen ist. Auf den nachfolgenden Seiten ist das Buch recht gut gegliedert. Es gibt Platz für den ersten Fußabdruck und für den Fußabdruck des 6. Lebensjahres. Nebeneinander, damit es sich schöner vergleichen lässt. Es gibt eine Größentabelle, wo man die Körpergröße eintragen kann. Man kann die Höhepunkte des ersten Lebensjahres eintragen. Geburtstage werden erfragt, und es gibt Platz für Wünsche, die Mama, Papa, Oma und Opa hinein schreiben können. Es gibt Platz für die lustigsten oder tollsten Sprüche, die das Kind von sich gegeben hat. Man kann auf vielen Seiten die tollsten Meisterwerke des Kindes hinein kleben, die es gemalt hat. Mit was hat das Kind am liebsten gespielt in welchem Alter? Welche Lieder hat es am liebsten gesungen und welche Bücher hat es verschlungen. Welcher Zahn kam eigentlich zuerst und welche folgten? Welche Kinderkrankheiten und Impfungen hatte es? Es gibt sogar Platz für eine eingeklebte Haarsträhne beim Kapitel des ersten Haarschnitt's. Augenblicke der letzten sechs Faschingskostüme und wie die Erfahrung in dem Kindergarten war. Wie war der ersten Tag in der Krippe und wer sind eigentlich die besten Freunde? Vieles kann man mit Fotos sagen oder ergänzen. Das Buch endet mit dem ersten Schultag und ist schön illustriert und sehr farbenfroh. Das Buch ist für Eltern gedacht. Eltern die immer in Erinnerung behalten möchten, wie ihr Kind in den ersten Jahren aufgewachsen ist. Viele kleine, scheinbar unwichtige Dinge, werden zu schnell vergessen. Wann bekam mein Kind den ersten Zahn? Wann kam der erste Wackelzahn? Was für ein süßes Kostüm hat mein Kind mit Drei getragen und was waren seine ersten Worte? Wenn das Buch einige Jahre im Schrank steht und man es nach langer Zeit heraus holt, kann man wunderbar in Erinnerungen schwelgen. 

Cover
Das Cover ist sehr ansprechend. Besonders der blaue Hintergrund passt perfekt zu den kräftigen Farben der Figuren auf dem Cover. Alles was Kinder ausmachen, ist darauf zu sehen. Die einzelnen Figuren, Zahlen und Tiere sind harmonisch auf dem gesamten Cover verteilt. Es wirkt nicht überladen.

Schreibstil und Sprache
Es gibt keine ganzen Sätze. Es sind Satzteile die vom Leser des Buches durch seine eigene Schrift ersetzen werden müssen. Das Buch geht vom Datum aus, nicht vom Alter des Kindes. Was sehr schade ist, denn Eltern interessiert es meistens weniger wann etwas war, sondern wie alt das Kind in dem Moment war. Es gibt viel Platz zum freien schreiben, aber meistens sind die Seiten durch Textvorlagen, die man vervollständigen muss, ausgefüllt. So bleibt leider nur bedingt Platz etwas eigenes zu schreiben.

Illustrationen
Es sind keine Kunstwerke. Aber das müssen sie auch nicht sein. Die Zeichnungen sehen sehr witzig aus und thematisieren die jeweiligen Seiten sehr genau. Das ganze Buch ist farbenfroh. Es gibt fast keine weißen Seiten. Die Illustrationen sind alle sehr abwechslungsreich.


Ganz persönliche Meinung und Fazit
Für jemanden der gerne Vorlagen bevorzugt und nicht seitenweise selbst schreiben möchte, ist dieses Buch geeignet. Auch wenn es farbenfroh sein soll und ein stabiles Buch. 
Mir persönlich ist es zu viel Vorlage. Ich hätte gerne mehr "Tagebuch" geschrieben statt wie in einem Freundebuch halbfertige Sätze zu beenden. Mich stört besonders die "am" am Anfang mancher Zeilen. Mir als Mutter, ist es wichtiger, zu wissen wie alt mein Kind beim ersten Schritt gewesen ist. Oder wie alt mein Kind war, als es krabbeln lernte. Mit einem Datum, das ich sowieso nicht mehr weiß(da ich das Buch 4,5 Jahre nach der Geburt meines Kindes ausfüllte), kann ich nichts anfangen, weil ich dann erst im Kopf ausrechnen muss, wie alt mein Kind an diesem Tag gewesen ist. Ich habe deswegen das "am" durchgestrichen und ein "mit" drüber geschrieben.
Besonders enttäuscht bin ich von dem "So groß bin ich!"-Diagramm. Es handelt sich einfach nur um karierten Hintergrund auf dem Zahlen stehen, wo man einen Punkt setzen kann um eine Zeitlinie zu erschaffen. Leider ist es in einem recht unregelmäßigem Abstand, weshalb ich auf der Skala kaum korrekt eintragen kann, wie groß mein Kind mit ein oder zwei Jahren war. Ich habe deswegen für mich neben den Punkt die Zentimeter hingeschrieben. Ich suchte ein Buch das ich später meinem Kind in die Hand geben kann. Besonders toll finde ich aber, dass man dort als Eltern oder Großeltern kleine Texte in Form von Wünschen niederschreiben kann. Ganz süß gemacht! Und auch, dass Platz für unvergessliche Sätze des Kindes dabei ist.  Mir fehlt aber leider noch so etwas wie "Wie groß und schwer warst du zu deiner Geburt?" Das wird leider nicht thematisiert. 
Als "Tagebuch" würde ich es nicht titeln, denn das beinhaltet, dass man viel frei schreiben kann.  Und das kann man bei diesem Buch leider nicht.
Bewertung:




Donnerstag, 22. Januar 2015

Land over the Dreams - Kapitel 2


 
Patricia machte langsam ihre Augen auf und sah wie eine Maus auf ihrer Decke saß. Sie streichelte die Maus ganz leicht und stand auf, streckte sich und ging ins Nebenzimmer, wo Bokena saß und sein Schwert polierte.
Na, Patricia. Gut geschlafen?“, fragte er. Sie stand an der Tür und hatte ihre Hand hinter dem Kopf. Noch ganz verschlafen sagte sie ihm „Ja, hab ich. Wer sind Sie?“
Mein Name ist Bokena. Ich bin Giovannis Nachbar. Er hat mir von dir und deiner Geschichte erzählt.“ 
„Wo ist er?“, fragte sie neugierig. „Er ist in der Küche und bereitet dein Essen zu.“ Patricia ging in die Küche. Giovanni saß am Tisch und schälte etwas. „Was machst du da?“, fragte sie ihn. „Ich schäle Fengan.“, antwortete er. „Was ist Fengan?“ 
„Früchte von Pflanzen, die aus dem Boden wachsen.“, sagte Giovanni ihr. Sie setzte sich auf den daneben stehenden Stuhl und kostete ein kleines Stück davon. „Schmeckt wie Apfel.“ Giovanni schaute sie an. „Wie? Apfel? Was ist das?“ 
„Eine Frucht von einem Baum. Nur das er rund ist. Es gibt süße und saure Äpfel. Rote und Grüne.“, sagte sie ihm. Er lächelte und meinte „Ja. War ja so. In deiner Welt ist alles anders.“
Bokena beobachtete die beiden und sagte zu der alten Dama „So hab ich ihn ja noch nie erlebt. Was ist mit ihm los. Er ist ja richtig nett.“ Die alte Dama meinte „Er scheint sich zu verlieben. Das erste Mal in seinem Leben trifft er auf eine hübsche junge Frau seiner Rasse.“

Patricia half ihm beim Kochen und aß diese ungewöhnliche Speise. Auf ihrem Teller waren gekochte Fische, mit einer leckeren Humirisoße und der Frucht Fengan.
Das war echt lecker.“, meinte Patricia. Bokena kam in die Küche und sagte zu Giovanni „Es ist Zeit für dein Training, Giovanni.“ 
Giovanni stand auf und ging mit Bokena nach draußen. Die alte Dama führte Patricia auf eine kleine Wiese. „So, hier wohne ich.“, meinte die Dama. „Hier? Hier ist doch nichts außer Gras.“ Die Dama erhob ihre Hand und aus dem Boden erschien eine Tür. Sie öffnete sich und die alte Dama ging hinein. Als die Tür langsam zu ging, sagte sie zu Patricia „Ich gehe jetzt erst mal schlafen. Pass auf dich auf, meine Kleine.“ Dann verschwand die Tür.

Patricia kehrte wieder zum Haus zurück. Sie war überrascht. Giovanni kämpfte mit Bokena. Beide hatten ein Schwert in der Hand. Sie fand Giovanni so süß. Und doch war sie traurig, dass er Patrick so ähnlich sah. Aber sie wusste, dass sie wahrscheinlich für immer hier leben würde. Und das müsse sie ertragen und ihre Vergangenheit vergessen. Sie ging zu den beiden und fragte sie „Gibt es eigentlich auch noch mehr Dörfer oder Städte hier in der Nähe?“ Bokena antwortete, „Klar, nördlich von hier gibt es eine große Stadt. Und rund herum auch. Aber ich warne dich, gehe niemals nach Süden.“ 
„Wieso nicht? Ist da keine Stadt?“ 
Giovanni sprach dazwischen „Doch schon, aber das ist das Gebiet der Bösen. Das Gebiet nennt sich Blackmonima. Da leben alle, die böse sind und diese Seite erobern wollen. In jedem Dorf und in jeder Stadt gibt es zwei Krieger, die diese Orte beschützen. Wir sind solche Krieger. Wir beschützen den östlichen Teil.“
Verstehe.“ Patricia setzte sich auf eine Bank und schaute Giovanni zu. Sie unterbrach sie ein zweites Mal. „Habt ihr Stift und Papier da?“, fragte sie. Giovanni gab ihr einen Schreibblock und eine Box mit verschiedenen Stiften. Dann kämpfte er weiter. Patricia war eine sehr begabte Malerin und Schreiberin. Sie zeichnete die Position auf, die Giovanni am meisten einnahm. Und schrieb dazu ein kleines Gedicht:

In seinen Augen spiegelt sich ein kleiner Junge wieder.
Wie er mit seinem Ball spielt.
Seine Gegner schmettert er gnadenlos nieder.
Das Leben, das er besitzt, ist gezielt.
Sein Ziel ist es sein Reich zu schützen.
Doch angetrieben wird er von der Leidenschaft.
Gegen den großen Kampf muss er sich rüsten.
Eines Tages wird er der Held meiner Welt sein.
Das fällt mir zu dem Bild von Giovanni meinem Retter ein.

Es war schon dunkel und die zwei trainierten immer noch. Patricia schaute auf die Uhr: Kurz vor acht Uhr Abends. Sie ging raus und meinte, dass es schon ganz schön spät wäre und die beiden morgen weiter machen sollten. Bokena fuhr nach Hause und Giovanni bereitete ein Zimmer für Patricia vor. „Warum kann ich nicht bei dir schlafen?“, fragte sie. „Weil das nicht geht.“ „Dein Bett ist groß genug.“ „Mir ist es aber irgendwie unangenehm mit einer Frau ein Bett zu teilen.“, meinte er schüchtern.
Tut mir echt leid. Aber du siehst meinem Freund so ähnlich. Und als du das Bett gemacht hast, hab ich an ihn denken müssen. Du bist genauso wie er. Er wollte auch nie, dass wir das Bett teilen.“, sagte sie ihm. „Gute Nacht Patricia.“, meinte Giovanni und ging in sein Zimmer. Es war jetzt Kurz vor Mitternacht. Sie lagen beide in ihren Betten und schauten zu den zwei Monden auf. Giovanni dachte nach. „Sie ist so einfühlsam und sensibel. Sie sieht dem Mädchen aus meinem Traum sehr ähnlich. Immer wenn ich in ihrer Nähe bin, fühle ich mich ganz anders. So ein Gefühl habe ich noch nie gehabt. Bokena meint ich wäre verliebt. Warum ist mir Patricia jetzt wichtiger als meine Mission?“ 
Patricia stand am Fenster und schaute sich die zwei Planeten an, die man sehen konnte.
Ich finde es hier eigentlich richtig gemütlich. Nur muss ich zugeben, dass ich den Fernseher etwas vermisse. Seufs... Giovanni ist so niedlich. Ich habe das Gefühl bei Patrick zu sein. Er ist so weit weg und denn noch bei mir. Ich glaube es ist keine Schande mit Giovanni zusammen zu sein. Wenn er lächelt, habe ich das Gefühl zu träumen. Er ist doch noch ein kleiner Bengel, der noch keine Freundin hatte.“ Dann schlief sie ein. 

Am Morgen wachte Patricia auf. Die alte Dama saß auf ihrem Stuhl und beobachtete Patricia. „Hast du mich die ganze Nacht beobachtet?“, fragte Patricia.
 „Nein, erst als du eingeschlafen bist. Du kommst aus einer fremden Welt. Vielleicht hast du irgendwelche geheimnisvollen Kräfte.“ 
Patricia stand auf und meinte „Nein hab ich nicht. In meiner Welt existieren keine Elfen, Drachen oder so. Das einzige was es gibt, ist Heilkunde. Durch Pflanzen heilen. Das kann ich.“ 
Dann richtete die Dama ihre Hände auf sie und Patricia wurde von einer violetten Aura umgeben. Die alte Dama warf ihr eine Energiekugel zu und sagte,
Wenn du die Energiekugel auffangen kannst, ohne dich dabei zu verbrennen, ist das ein gutes Zeichen.“ Der grüne, kleine Energieball kam auf sie zu und sie fing ihn auf. Als sie ihn berührte, fing sie an zu glühen und ihr wuchsen weiße Engelsflügel. „Wow.“, meinte die alte Dama nur noch. Patricia nahm den Energieball in sich auf. Die Dama nahm sie an die Hand und führte sie zu Giovanni. Er war erstaunt und konnte gar nichts sagen. Patricia betrachtete ihre Flügel. Als ihre Kräfte zurück gingen, fiel sie zu Boden.

In der gleichen Zeit in den Blackmonima.
Dieses Land hatte ich noch gar nicht richtig vorgestellt. Die Blackmonimas lagen im südlichen Teil des Planeten. Es schien keine Sonne dort. Alles war kahl. Die Bäume trugen nur selten Blätter. Es wuchsen aber auch Pflanzen dort die, nur dort wuchsen. Sie trugen giftige, böse Früchte. Nur diejenigen, die auch böse waren, konnten die Früchte genießen. Das Gelände war riesig groß. Es lebten dort zwei große Herrscher. Eine Herrscherin, ihr Name war Videl. Sie war die Frau von Zemeto. Bokenas Nachbar. Sie hasste das Licht und hatte ihr eigenes Volk. Sie ist eine Killerin. Sie mordet alles und jeden den sie will. Sie ist die Herrscherin. Sie saß gemütlich auf ihrem Thron und futterte gerade, als ein Diener sie störte. „Videl. Da ist jemand, der Sie sprechen will. Sein Name ist Temiso.“
Lass ihn rein.“, befahl sie. Da betrat ein hässlicher Dämon den Saal. Er hatte ein Horn auf dem Kopf, war von Schuppen überseht und war bestimmt so um die zwei Meter groß. Er hatte gelbe Augen und ein gruseliges Grinsen im Gesicht.
Ich habe gehört, Ihr braucht einen Spion.“ 
„Ja. Da ich auf dich zählen kann, gebe ich dir den Auftrag herauszufinden, was im östlichen Teil geschehen ist. Ich habe eine seltsame Energie gespürt.“ 
„Was kriege ich dafür?“, fragte er. Videl überlegte einen Augenblick und antwortete ihm, „Du bekommst drei meiner Sklaven, die ich nicht mehr brauche. Frauen.“ 
Temiso ging also los.


Giovanni hielt Patricia in seinen Armen als sie geschwächt zu Boden fiel.

Die alte Dama sagte dazu nur, „Du bist außergewöhnlich Patricia. Wenn du willst, unterrichte ich dich und deine neue Kraft.“ 
„Kann ich damit auch fliegen?“, fragte sie die Dama. 
„Finde es heraus.“, sagte sie ihr. 
Giovanni half ihr hoch. Doch dann tauchte Temiso auf. Er schwebte in der Luft und sah, das Patricia diese Energiestöße verursacht hatte. Giovanni schrie „Was wisst du hier?! Spionierst du uns aus!?“ Temiso aber lachte nur und verschwand wieder. „Wer war das?“, fragte Patricia.

Temiso kam wieder bei Videl an und sagte ihr, das ein Mädchen namens Patricia diese Energie ausgelöst hatte. „Sie könnte eine Gefahr für uns werden. Sie besitzt größere Macht als ein Dama. Nun gut. Du hast deine Aufgabe erfüllt. Du kannst dir deine Belohnung mitnehmen.“ Ein Diener brachte die drei Frauen in den Saal. Er nahm sie mit zu sich nach Hause. Er sperrte die zwei älteren Frauen in einen großen Käfig und die andere Frau vergewaltigte er. „Du bist gar nicht mal so schlecht, Süße. Du hast Glück. Du darfst noch etwas länger leben als deine beiden Freunde. Er zog sie an und packte sie in einen anderen Käfig, dann nahm er sich einer der älteren und kettete sie an die Wand. Er zog sie aus und quälte sie bis aufs Blut. Er biss ihr in den Hals, schnitt mit seinen Krallen tiefe Wunden in ihr Fleisch und trank ihr Blut. Dann als sie tot war, brachte er sie aus dem Haus und warf sie in die Schlucht. Er leckte das Blut von seinen Fingern und lachte.
Die Frauen waren entsetzt. Das Schreien seiner Opfer war die aller beste Musik
für ihn.




Mittwoch, 21. Januar 2015

Mein Schreibstudium - Beitrag 1

 Ich beginne nun meinen 5. Studienmonat. Jetzt wird es Zeit mal ein wenig darüber zu schreiben.

Wie ihr wisst, studiere ich an der Schule des Schreibens in Hamburg.
 Ich nehme am Fernlehrgang "Kompaktkurs kreatives schreiben" teil. In diesem Kurs lerne ich sozusagen die Grundlagen einer Geschichte und wie ich sie mit Stilmitteln verwende, wie sie aufgebaut ist und wie ich den Leser bei der Stange halte und ein guter Autor werde.
Die Studienunterlagen erarbeite ich zuhause, selbstständig und am Ende eines jeden Lehrheftes, muss ich ein Manuskript erarbeiten und zur Korrektur einschicken. Während des erarbeiten des Lehrheftes, muss ich auch hier und da praktische Übungen ausführen.


Das Erste Lehrheft war schnell durch gearbeitet. Binnen 2 Wochen war das durch. Ich habe mir den Ratschlag aus dem Heft zu Herzen genommen und schreibe/lerne jeden Tag mindestens eine halbe Stunde. Meistens ist es aber mehr. Es ist ja nicht einfach nur kurz durchlesen und schwups, hat mans drauf. Nein, es ist wie bei jedem Lehrstoff: Arbeit und absolute Konzentration.
Das Studium geht 15 Monate lang. Ein Lehrheft ist für ein Studienmonat ausgelegt.Wenn ich es nicht schaffe, ein Heft in einem Monat durch zuarbeiten, dann ist das nicht weiter schlimm. Die Schule gibt mir keine Abgabefristen vor. Ich mache mir selbst welche(Immer am 15. eines Monats). Ich habe aber die Möglichkeit kostenlos bis zu 6 Monate dran zu hängen. Besonders beim 4. Studienheft habe ich Zeitdruck gehabt. Ich arbeite noch nebenbei an Ausschreibungen, Schreibwettbewerben und bin nebenberuflich als Autorin und Texterin tätig. Zusätzlich zu meinem Job als Hausfrau und Mutter von 2 kleinen Kindern. Da habe ich ganz schön viele schlaflose Nächte verbracht oder tagsüber meine Freizeit geopfert, um eine Übung aus dem Heft zu beenden oder zu lernen oder generell zu schreiben. Wie und wann ich Zeit dafür finde, könnt ihr in dem Artikel " Wie nur Zeit für's Schreiben finden?", nachlesen.

 Die bisherigen Lehrhefte
(Nicht alle Lernlektionen sind aufgeführt)

1. Studienheft: Einführung in Themenfindung und Arbeitsweisen. Zum Beispiel erfahre ich hier etwas über systematisches und effizientes Arbeiten, Pannenhilfen bei Schreibblockaden, die verschiedensten Handwerksgriffe mit denen man eine Blockade löst oder neue Ideen findet. In dem Heft wird genauer auf den Beruf "Autor" eingegangen. "Ohne Fleiß, kein Preis".

2. Studienheft: Schreibend eine Welt erschaffen - Die fünf Formelemente Teil 1 - Beschreiben und Erzählen: Hier geht es um sinnliches und aufmerksames beobachten und niederschreiben. Mit einem Buch werden dem Leser nur Buchstaben gegeben. Es werden bestimmte Technicken erklärt, wie man dem Leser etwas sinnlich beschreibt, so dass er es förmlich schmecken, fühlen und riechen kann. Es geht um Beschreibungen, fiktionale Welten, die Erzählperspektive und den Aufbau einer Geschichte.

3. Studienheft: Schreibend eine Welt erschaffen  - Die fünf Formelemente Teil 2 - Erklären, Begründen, Dialog: Hier werden wichtige Fragen geklärt und wie man sie in einer Geschichte gekonnt umsetzt. Die W-Fragen. Es geht darum, den Leser zu überzeugen. Der Großteil des Heftes umfast den Dialog. Das war mit unter für mich das schnödeste, was ich bisher aus den Heften mitgenommen habe. Die nackte Theorie zum Dialog, war einfach nur doof. Naja, wie es in jedem Beruf und in jeder Ausbildung ist: Nicht alles liegt einem und nicht alles macht einem Spaß. Es gehört jedoch zum Lehrplan dazu, also wird es gelernt.

4. Studienheft: Inhalte wirkungsvoll gestalten: In diesem Lehrheft geht es um ordnen und gliedern einer Geschichte. Betonung und Verdichtung und um den Anfang und das Ende einer Geschichte. Das erste Kapitel war für mich sehr einfach, da ich vorher schon aufgrund der Ausschreibungen mit dem Szenenplan und dem "7-Punkte-Plan" vertraut war.  ich konnte es schnell durcharbeiten, jedoch waren die Übungen in diesem Heft sehr zeitaufwendig für mich.



Die Übungen werden von mal zu mal intensiver und Zeitaufwendiger, habe ich das Gefühl. Neulich musste ich 2 Kurzgeschichten lesen und den Szenenplan herausarbeiten. Das hat mehrere Wochen gedauert, weil ich das nicht an einem Stück machen konnte. Ich musste die Geschichte ja erst einmal lesen, dann Markierungen machen und alles notieren und mit dem 7 -Punkte-Plan ausarbeiten. Wenn die beide Kinder gerade krank sind, Feiertage dazwischen liegen und man am Ende selbst krank geworden ist, zieht viel Zeit an einem vorbei. Aber ich hab es dann noch noch rechtzeitig geschafft. Noch vor dem Abgabe-Termin.


Gibt es vielleicht etwas dass ich bei meinem 2. Beitrag zum Studium erwähnen oder schreiben soll? Was wollt ihr wissen?


Dienstag, 20. Januar 2015

Wochengedicht 6

Schicksal



Du sagest mal zu mir,
Wenn sich eine Tür schließt,
öffnet sich eine andere.

Schicksal.
So nennt man etwas, dass niemals ohne Grund passieren konnte.
Wo führt es uns hin?
Was macht es mit uns?
Was ist unsere Aufgabe?

Man lernt jemanden kennen.
Man lernt ihn zu schätzen,
zu lieben,
zu achten.
Man lernt was dazu.
Und wenn derjenige dann geht,
schließt sich eine Tür und der Schlüssel verschwindet.
Es gibt so viele Schlüssel.
Es gibt so viele Türen,
aber es passt immer nur ein Schlüssel in ein bestimmtes Schloss.

Menschen die immer nur Glück haben
und noch nie eine Tür schließen mussten,
wissen gar nicht, wie wertvoll das Leben ist
und wie viele Türen es noch gibt,
die einem zeigen,
dass das Schicksal gute wie auch schlechte Momente bereit hält.
Irgendwann werden sie kommen
und dann werden sie nicht vorbereitet sein.

Menschen die selten Glück haben,
wissen wie es ist, eine Tür nach der anderen zu öffnen.
Und sie fragen sich,
was das Leben jetzt noch für sie bereit hält.
Sie sind vorbereitet und wissen was zu tun ist.



Dienstag, 13. Januar 2015

Wie nur Zeit für's Schreiben finden?





Viele die mich kennen, fragen mich wie ich es schaffe, noch Zeit für das Schreiben zu finden. Deswegen möchte ich hier mal festhalten, wie ich trotz meines Alltags, es schaffe Zeit für das Fernstudium und das Schreiben zu haben.

Ich lebe mit meinem Mann und unseren beiden Töchtern(4,5 Jahre alt und 13,5 Monate alt) in einem Haushalt. Ich bin aufgrund der Elternzeit noch zuhause. Ein wenig kann ich mir meine Zeit einteilen. Ich bin aber auch stark vom Rhythmus meiner Familie abhängig. Wenn mein Mann tagsüber auf der Arbeit ist und ich zuhause, dann muss ich mich an den Schlaf-Wach-Rythmus der Kleinen halten. Ich brauche absolute Ruhe und Konzentration beim lernen und schreiben. Es geht auch nicht, wenn die Kinder um mich herum vor sich hin spielen. Vor allem die Große ist sehr laut beim spielen. Bei der Kleinen habe ich eher das Problem, dass sie mich oft vom Bildschirm oder meinem Block wegholt.

Leider haben wir hier in dieser Wohnung wenig Platz. Es ist eine circa 73 qm Wohnung mit 3 Zimmern. Mein Computer steht im Wohnzimmer. Das heißt, wenn ich an einem Dokument schreiben will, dann muss ich das im Wohnzimmer tun. Oder ich ziehe mich zum schreiben auf dem Block ins Schlafzimmer zurück.
Meistens schreibe ich Abends, wenn die Kinder im Bett sind. Dafür muss dann aber auch Schafzeit drauf gehen, weil ich dann erst um Mitternacht herum ins Bett gehe.
Auf Dauer echt anstrengend. Zumal meine Kleine auch nachts noch wach wird und der Wecker um spätestens 6:30 Uhr wieder klingelt. Ich hole dann Schlaf nach, wenn mein Mann am späten Nachmittag von der Arbeit kommt oder gehe mal ausnahmsweise am nächsten Tag schon um 22 Uhr schlafen oder hole den Schlaf am Wochenende nach. Akuter Schlafmangel macht mich aggressiv und launisch und unaufmerksam. Manchmal entstehen dann Kopfschmerzen oder die Augen tun weh. Dann ist es aller höchste Zeit, eine Pause zu machen und schlafen zu gehen! Mit müden Augen kann ich nicht schreiben. Aller spätestens dann, höre ich auf.
Blogbeiträge schreibe ich manchmal, wenn meine Große Fernsehen schaut oder die Kleine schläft. Das geht schneller und kann auch öfter unterbrochen werden, weil ich in die Blogbeiträge schneller wieder hinein finde.

Ich habe mir angewöhnt Kompromisse zu machen. An einem Montag schreibe ich Abends, an einem Dienstag lese ich mein Buch weiter, am Mittwoch spiel ich eines meiner PC-Spiele und am Donnerstag schaue ich Fernsehen oder verbringe Zeit mit meinem Mann. Am Freitag sind wir Abends unterwegs. Das ist jetzt nicht immer so, dass ich Montag schreibe und Dienstag was anderes mache. Das war nur ein Beispiel. Ich schreibe jeden Tag. Nur muss ich eben entscheiden was ich gerade lieber machen möchte. Gestern zum Beispiel habe ich Nachmittags gelernt(mein Mann ist glücklicherweise mal zuhause) und Abends dafür mit ihm einen Film gesehen. Eigentlich hätte ich auch gerne ein bisschen Minecraft gespielt, aber beides konnte ich an diesem Abend nicht tun. Und so schnell geht die Zeit ins Land, da ist es auch schon wieder 23 Uhr. Für gewöhnlich ist es die Zeit, wo die Kleine wach wird und ich bei der Großen kontrollieren muss, ob sie eingepullert hat(Sie trägt Nachts keine Windel mehr). Tja, so ist das eben mit 2 so kleinen Kids. Dazu kommen eben noch die alltäglichen Arbeiten die im Haushalt anfallen. Am Nächsten Tag  - also heute, schreibe ich an Blogbeiträgen und werde heute Abend entweder Minecraft spielen oder fertige Texte Korrekturlesen. Oder Beides? Kommt immer ein bisschen auf die Kinder am Abend an.

Wenn ich schreibe, ziehe ich mich zurück. Ich darf dann beim schreiben nicht gestört werden(Ganz besonders wenns ums lernen geht oder ich für Aufträge/Ausschreibungen schreibe). Das bedeutet dann aber auch, dass ich weniger Zeit mit meiner Familie verbringe. Dann werde ich nach vollbrachter Arbeit mit meinen Kindern spielen, aber bis dahin, brauche ich meine Ruhe. Am nächsten Tag nehme ich mir um so mehr Zeit für meine Familie.
Zeit für mich selbst geht dabei selbstverständlich auch drauf. Wenn ich im "Flow" bin, ist es mir egal ob ich geduscht bin oder nicht. Ich dusche dann eben danach. Ich gehe dann eben an einem anderen Tag schwimmen/zum Sport. Oder die Zeit, die ich einfach der Stille widme(bei dem Kinderlärm tut es gut, einfach mal die Stille zu hören) oder um mich in Musik zu verlieren, muss dem lernen und arbeiten weichen. Ich versuche alles gut zu dosieren, damit es sich die Waage hält.
 Zeit für Freunde nehme ich mir immer, aber es kam schon das ein oder andere mal vor, dass ich ein Treffen der Krabbel-Gruppe abgesagt habe, weil ich einen Text fertig schreiben musste.
Ich schreibe jeden Tag. Auch an Feiertagen, wenn es sich ergibt.
Um mich konzentrieren zu können, darf mich nichts großartig ablenken. Deswegen gehe ich in dieser Zeit weder ans Telefon noch chatte ich, noch bin ich in Foren unterwegs. Das finde ich wichtig. Nur so kann ich mich tief genug auf meine Texte einlassen. Es gibt natürlich auch Phasen wo das schreiben "Nebensache" ist und ich zwischen durch zu meiner Familie gehe, chatte oder ein Telefonat führe.


Zusammenfassung


  • Weniger Zeit für Hobbys
 Wer gern schreibt, der tut es, weil es sein Hobby ist, weil es ihm Spaß macht. Aber jeder Mensch hat auch noch andere Interessen und andere Hobbys. Wer viel schreiben möchte oder sogar muss, der sollte ab und zu auf eines seiner weiteren Hobbys verzichten. Kompromisse machen, ist hier das Stichwort. Wechsel die Tage immer mal wieder deine Hobbys. Auch wenn dir das schreiben Spaß macht, sorge für Abwechslung und tu auch mal was anderes.
  •  Weniger Zeit für Familie und Freunde
Wer Ruhe und absolute Konzentration beim schreiben braucht, muss eben manchmal seine Familie und Freunde auf später vertrösten. Wichtig ist, der Familie und seinen Freunden nicht das Gefühl zu geben, dass sie einem egal wären. Die Waage muss gehalten werden.
  • Weniger Zeit für sich selbst
 Da hat man eine brennende Idee, die man aufschreiben muss, oder man muss seinen Zeitplan einhalten, muss ein Manuskript fertig stellen. Und da muss eben die Dusche mal kurz warten oder man muss sein Sport auf einen anderen Tag verlegen.
  • Weniger Zeit für Fernsehen und  zocken
Der Fernseher und auch die Spielekonsole bleibt aus. Und wenn der PC an ist, dann nur fürs schreiben oder recherchieren. Du kannst jeder Zeit deine Videospiele spielen. Deinen Text musst du aber rechtzeitig fertig bekommen. 
  • Weniger Schlaf
Wenn man bis spät in den Abend oder gar bis in die Nacht hinein schreibt, wird man weniger Schlaf bekommen. Sorge dafür, dass du den Schlaf baldigst nachholen kannst.

  • Für die Zeit des Schreibens nicht erreichbar
Es kann helfen, sich nicht unnötig ablenken zu lassen. Teile deinen Mitmenschen mit, dass du ungestört sei möchtest. Geh nur ans Telefon wenn es wirklich dringend ist. Chatte nicht, halte dich nicht mit Facebook auf und lass dein Handy liegen wenn du hörst, dass dir jemand eine Nachricht geschrieben hat. Du arbeitest!



Erzählt mal: Wann findet ihr Zeit für das Schreiben? Wie findet ihr Zeit dafür, wenn ihr noch einem Hauptberuf nachgeht, Kinder und/oder Tiere versorgen müsst?  Geht es euch ähnlich wie mir oder wie macht ihr das? Ich freue mich, mit euch darüber zu diskutieren. :-)




Wochengedicht 5

Engel der Einsamkeit





Engel der Einsamkeit,
fliegst in die Unnahbarkeit.
Ich kann dich nicht sehen,
lässt mein Leben vergehen
und meine Wünsche stehen.


Engel der Einsamkeit,
fliegst in die Unsterblichkeit.
Ich werde noch sterben.
Meine Träume liegen in Scherben
und du stürzt mich ins Verderben.


Engel der Einsamkeit,
fliegst in die Hoffnungslosigkeit.
Vertreibst Glück und Mut.
Verstärkst Depression und Wut
und lässt in mir erwachen die Glut.


Engel der Einsamkeit,
fliegst in die Sehnsüchtigkeit.
Trauer und ewige Liebe machen dich aus.
Lässt die Menschen nicht mehr aus dich raus
Und sie verbrennen in ihrer Sehnsucht.


Engel der Einsamkeit,
fliegst in die Zweisamkeit.
Findest womöglich niemals befriedigende Triebe
und du bist es doch,
der Engel der ewigen Liebe.



Dienstag, 6. Januar 2015

Wochengedicht 4

Miss you




Wir sehen uns nicht oft.
Das wir uns öfter sehen, hab ich gehofft.
Ich will es nicht wahr haben, dass ich dich liebe,
weil du es eh nicht gewollt hättest.

I miss you, baby.
I need you so much.
I hope, you miss me, too.
I love you.

Ich liege in deinen Armen,
kuschle mich an dich und genieße deine Nähe.
Ich bin dir dankbar für alles.
Aber du willst nicht mit mir zusammen sein.

Es ist spät geworden. Die Sonne geht unter.
Der Mond und die Sterne gehen auf.
Wir sehen uns wieder und bis dahin werde ich an dich denken.

Du bist mein Leben, du bist mein Herz.
Ich liebe dich und du weißt es immer noch nicht.