Montag, 22. Dezember 2014

Land over the Dreams - Kapitel 1


Kapitel 1


Es war ein ganz normaler Wintertag. Der Wind wehte die letzten Baumblätter fort und es schneite schon den ganzen Tag lang. Die Wolken ließen keinen Sonnenstrahl durch.
Die Autos waren weiß und am Straßenrand sah man ab und zu einen kleinen Schneemann. Es war 14:35 Uhr als Patricia auf dem Weg nach Hause war. Sie hatte drei Bücher unter ihrem Arm. Sie ging die Straße entlang und sah auf der anderen Seite Nicole, eine gute Freundin. „Nicole! Komm mal rüber!“, rief sie. Nicole wartete bis die Autos anhielten und lief zu Patricia. „Warum waren wir denn heute nicht da?“, fragte Patricia sie. „Ich hatte einen Termin beim Zahnarzt.“, sagte sie und lächelte. „Ah. Ich sehe eine Zahnspange. Davon hast du mir ja gar nichts erzählt.“ „Nein.“ Meinte Nicole nur. Die beiden gingen noch ein Stück zusammen die Straße runter, verabschiedeten sich und gingen nach Hause. Patricia machte die Gartentür auf und suchte ihren Schlüssel in ihrer Hosentasche. Aus der Tür kam Misato. Eine Mitschülerin. „Du hast deinen Schlüssel heute morgen liegen lassen. Du hast Glück, dass ich die letzte Stunde frei hatte.“, sagte Misato und hielt ihr die Tür auf.
Patricia legte ihre Sachen ab und machte sich etwas zu essen. „Wo sind die Nudeln hin, die ich mir heute morgen vorbereitet habe?“, fragte sie traurig. „Ich hab sie gegessen.“, antwortete Patrick ihr, der Fernsehen schaute. Sie ging mit dem leeren Topf zu ihm und hielt ihn vor seine Nase. „Du Idiot! Das was du siehst muss ich jetzt ertragen. Mein Magen knurrt wie Sau!“ Er schaute in den Topf und sagte lässig „Also, ich bin satt.“ Sie schlug ihm mit dem Topf eins über und ging wütend in die Küche zurück.

Als sie sich eine Fertigsuppe warm machte, kam Misato zu ihr. „Weißt du, dass wir morgen den neuen Professor kennen lernen dürfen? Sein Name soll Herr Ino sein.
Ich finde, wir haben keinen verrückten Wissenschaftler nötig. Die Chemiefreacks sind doch nicht mehr ganz dicht.“, meinte sie als sie am Herd rum spielte. Patricia machte den Herd aus, füllte die Suppe in einen Teller und aß sie. Misato setzte sich zu ihr an den Küchentisch. „Na ja. Ich mein ja bloß.“, erzählte sie weiter. Misato sah Patricia an. „Du bist aber heute nicht sehr gesprächig.“ Patricia sagte nichts dazu. „Red’ ich mit deiner Suppe oder was?“, fragte sie etwas lauter. Da fing Patricia an zu kichern. „Du machst immer wieder den gleichen Fehler. Ich will dich doch nur auf die Palme bringen.“

Patrick saß immer noch faul auf dem Sofa und schaute sich Zeichentricks an, als Gunn und Kosuke die Wohnung unsicher machten. Patricia lebte in einer WG. Mit Misato, ihrer besten Freundin. Patrick ihrem Geliebten und Gunn und Kosuke. Gunn und Kosuke waren schon etwas eigenartig. Sie spielten sich auf und waren noch wie kleine Kinder. Das einzige was sie im Kopf hatten waren Weiber, geile Klamotten und Alkohol. Gunn hatte seinen Arm um Kosuke und sagte erfreut „Hallo Leute. Man, draußen fliegen vielleicht heiße Bienen rum.“ Sie schaufelten sich nur noch schnell ein paar Chips rein und waren auch schon wieder weg. Die Sonne ging unter. Patricia fand Sonnenuntergänge einfach romantisch. Patrick stand hinter ihr und hatte seine Arme um sie gelegt. Sie kuschelten miteinander. Sie flüsterte ihm ins Ohr „Weißt du was ich an dir ganz besonders mag? Deine Art mit Frauen um zu gehen. Du bist so sensibel und romantisch und so zärtlich zu gleich. Es wäre schrecklich dich zu verlieren.“ Er nahm ihre Hand und küsste Patricia. Doch das sollte nicht lange anhalten. Denn Gunn und Kosuke standen hinter der Wand und schauten ihnen zu. Kichernd sagte Gunn „Oh wie romantisch. Hi, hi.“ Patricia und Patrick hörten auf und gingen ins Haus zurück. Gunn sagte zu Kosuke „So ein Pech. Dabei wollte ich doch meine Klappe halten.“
Jeder hatte ein eigenes Bett. Es war spät und alle sagten sich gute Nacht. Patricia schlief ein. Sie träumte.
Sie stand auf einem Berg, der in eine Schlucht führte. Sie sprang hinunter und landete im Wasser. Der Himmel wurde dunkel und man konnte den Mond sehen. Sie tauchte hinab, drehte sich um und konnte den Mond durch das Wasser sehen.
Sie schwamm weiter und weiter in die Tiefe bis sie auf ein versunkenes Schiff traf. Das Schiff war ziemlich klein. Es war ungefähr so groß wie Patricias Kopf. Sie öffnete die Haupteingangstür und befand sich plötzlich in einem Tanzsaal. Sie hatte ein langes blaues Kleid an. Sie wurde von einem Mann aufgefordert zu tanzen. Sie tanzte mit ihm sehr lange und leidenschaftlich. Er kam ihr so vertraut vor. Bis sie den Wecker hörte und aufwachte.
Es war schon wieder morgen. Die Sonne schien in ihr Bett. Auf dem Weg zur Uni traf sie Nicole und Misato. Die drei gingen dann gemeinsam zu ihrem Seminar. An der Uni angekommen, sahen sie ein großes Auto indem ein Mann Dinge raus holte. Patrick und sein Kumpel standen bei dem Mann. „Guten Morgen ihr drei.“, sagte Patrick. Der Mann kam aus dem Wagen und begrüßte die drei Mädchen. „Ich bin euer neuer Wissenschaftler. Du musst Patricia Mentom sein. Hast du denn auch den Vortrag vorbereitet?“, fragte er und Patricia schreckte auf. „Was! Ich sollte einen Vortrag halten?“

Nun stand die arme Patricia in der Aula vor mehr als 40 Leuten, die mit Spannung auf ihren Vortrag warteten. Unsicher und ohne Vorbereitung legte sie los.
„Also. Professor Ino wird den Test machen, während ich ihn kommentiere.“
Herr Ino baute das Experiment auf.
Man weiß ja, das jedes Atom aus kleinen Teilchen bestehen. Wir werden versuchen diese Teilchen sichtbar zu machen. Es ist wichtig, dass jeder von euch diese blaue Schutzbrille aufsetzt, die unter euren Sitzen klebt.“ Sie zeigte den Personen diese Schutzbrille. „Wie wir hier sehen, ist in diesem Glas Manganoxid das gelb grünlich ist. In dem unteren Behälter ist eine Mischung aus Natriumlauge und Xenonlauge. Herr Ino wird nun in das Glas mit dem Manganoxid ein Eisenstäbchen packen. Wie ihr seht schmilzt das Eisen und bildet Schaum. Kippen wir noch ein wenig kaltes Wasser dazu und schütten es in den Behälter mit der Xenonlauge und der Natriumlauge. Ihr seht, es färbt sich Violett. Und so entsteht Mno +Nal +Xel.“ Dann plötzlich zerbrach das Glas und eine dicke Rauchdecke verbreitete sich in der Aula. Alle rannten ins Freie. Patricia sagte zu dem Professor „Haben Sie mich falsch informiert, oder warum ist es explodiert?“ „Ich weiß nicht. Ich glaube ich habe die Formeln vertauscht.“, jammerte er. Der Schuldirektor kam wütend angerannt und verdonnerte Patricia und Herr Ino zum aufräumen. Dabei lernten sich die beiden etwas besser kennen. „Und sie heißen Wenkima Ino?“, fragte Patricia, die gerade die Glasscherben einsammelte. „Ja.“, antwortete er. „Ich glaube ich kenne Ihre Tochter.“, meinte sie. „Ja! Wo ist sie? Geht es ich gut?“ Patrica sah ihn verwirrt an. „Was meinen Sie? Ich kenne Ihre Tochter nicht persönlich. Ich musste mit ihr mal im Kindergarten zur Strafe den Flur putzen.“ Der Professor senkte seinen Blick. Sie fragte ihn „Ich habe gehört, dass ihre Tochter eines Tages verschwunden sein soll. Stimmt das?“ Er fegte den Staub auf dem Boden zusammen und erzählte ihr, dass er sie das letzte mal gesehen habe, als sie 6 Jahre alt war und er weiß das sie eines Tages zurück kommen wird. Denn er arbeitete an einer Maschine. Er führte Patricia in sein Labor in dem Keller der Schule und da sah sie, eine riesige Maschine vor sich.
„Was ist das?“, fragte sie skeptisch. „Eine Zeitmaschine. Ich will versuchen in die Vergangenheit zu reisen um zu verhindern, was damals mit ihr geschehen ist. Sie ist eigentlich schon fertig, aber ich brauche noch so etwas wie ein Versuchskaninchen.“
Da fühlte sich Patricia angesprochen. „Sie denken doch nicht etwa, dass ich in dieses komische Ding einsteigen soll?! Und was passiert, wenn’s funktioniert?“
„Dann komm ich dir hinterher, und dann retten wir gemeinsam meine Tochter.“ Sie schaute ihn an und sagte mit einer genervten Stimme „Ja, ist ja schon gut. Was hab ich denn schon zu verlieren?“

Sie setzte sich in die Zeitmaschine und Herr Ino startete sie.
Man hörte einen lauten Knall und Patricia war mit der Zeitmaschine weg.
Sie machte ihre Augen auf und befand sich im Weltall. „ Wo bin ich?“, frage sie sich. Vor ihr erstreckte sich ein schwarzes Nichts. Man sah den Merkur. Oder so einen ähnlichen Planeten. Dann begriff sie erst, was mit ihr geschehen war. Das war gar keine Zeitmaschine, sondern eine Dimensionszeitmaschine. Sie sah vor sich einen großen Planeten. Auf der linken Seite war es sehr dunkel und auf der anderen Seite so hell, als ob der Planet sich nicht drehen würde. Sie dachte sich, dass wahrscheinlich auf der linken Seite Nacht wäre. Sie entschied sich auf der rechten zu landen. Die Maschine flog ja sowieso von allein dorthin.

Auf dem seltsamen Planeten angekommen, schaute sie sich vorsichtig um. Sie öffnete langsam die Tür und begab sich in die Landschaft der unbekannten Welt.
Das Gras war blau und der Himmel wolkenfrei. Die Blätter der Bäume waren gelb. Manche von ihnen sogar weiß. Sie sah seltsame Vögel am Himmel. Sie waren ziemlich groß. Fast so groß wie sie selbst. Da entdeckte sie einen kleinen Bach. Das Wasser war sehr sauber und klar. Sie trank erst mal von dem Wasser. Es schmeckte nach Limonade. „Bin ich hier im Paradies oder im Schlaraffenland?“, wunderte sie sich. Hinter Patricia erschien ein altes menschenartiges Wesen. Ihr Name war... Okay, ich habe ihr keinen Namen gegeben. Auf jeden Fall war es eine alte Dame. Sie gehörte zu den Damas. Ein kleines Volk das unter der Erde lebte und in Harmonie lebte. Doch es gab auch Damas, die in die Hände der schwarzen Magie geraten waren. Sie lebten in den Blackmonima. Das Reich der Bösen. Die alte Dama schlug Patricia ohnmächtig. Nach einer Weile wachte Patricia in einem Bett auf. Angekettet und angeschnürt. Dann kam ein Mann rein. Gleich als Patricia ihn sah wusste sie das sie in einer anderen Welt gereist war.
Was hat eine Fremde in meinem Bett zu suchen?“, fragte der Mann als er hinter sich blickte. Die alte Dama sagte ihm „Ich habe sie erwischt wie sie unser heiliges Wasser getrunken hat. Sie ist eine von den Blackmonimas!“ Patrica schüttelte heftig den Kopf und meinte „Ich weiß echt nicht wo von Sie sprechen. Ich weiß ja noch nicht mal wo ich hier bin!“ Der Mann setzte sich auf das Bett und schaute ihr in die Augen. Er sah Patricias Universität. Den Professor und all ihre Freunde. „Sie ist eine Schülerin von etwas was ich nicht kenne. Und lebt in einer Welt die ich nicht kenne.“, meinte er.
Patricia sagte ihm, „Mein Name ist Patricia Mentom. Ich bin 17 Jahre alt und studiere Medizin. Ich lebe mit meinen Freunden in einer WG und gehe auf eine Universität. Und ich versteh nicht warum du eine Uni nicht kennst.“
„Ich meine nicht das Gebäude, sondern die Landschaft. Warum sind die Bäume grün und nicht gelb? Warum riechst du so eigenartig und warum bist du hier und wie bist du hier her gekommen?“, fragte der Mann, der sie am Kragen packte.

„Keine Ahnung. Bei mir zu Hause ist das nun mal so. Da ist das Gras grün. Ich rieche so, weil ich ein Parfüm mit Fenchelduft benutze und ich bin durch eine Maschine hier her gekommen.“ Er band sie los und zerrte sie mit sich. Sie schrie und riss sich von ihm los. Sie rannte aus dem Haus und traf auf einen anderen Mann, der ein Schwert in der Hand hielt. Sie rannte an ihm vorbei. Er sah wie Patricia weinte und vor Angst kaum laufen konnte. Patricia rannte einen Hügel hinauf und rannte und rannte. Bis sie durch Zufall an der Maschine an kam. Weinend setzte sie sich ans Steuer.

Der Mann der sie los band war erschrocken. Sein Name war Giovanni. Der Mann mit dem Schwert war sein Gefährte. Er hieß Bokena. Beide waren Krieger und schützten das heilige Land vor Gefahren. Giovanni hatte ein schlechtes Gewissen. Vielleicht sagte das Mädchen ja die Wahrheit. Er ging nach draußen. Bokena steckte sein Schwert weg und sagte zu Giovanni „Sie war sehr verängstigt und weinte. Ich glaube sie ist ein unschuldiges kleines Mädchen. Du solltest sie suchen.“
„Aber Bokena. Sie wird denken das ich ihr etwas antun will. Ich konnte doch nicht wissen das sie.....“, jammerte Giovanni. Bokena schaute ihn ernsthaft an und Giovanni machte sich auf den Weg. Inzwischen hatte sich Patricia beruhigt und suchte nach etwas essbarem. Sie sah einen Baum mit Früchten dran. Die Früchte sahen lecker aus und Patrica nahm sich eine Frucht und aß sie genüsslich auf.

Giovanni sah sie dann von weiten. Er machte sich Sorgen. Er kam ihr näher, bis er hinter dem Baum stand und Patricia beobachtete. „Las mich in Ruhe.“, mahnte sie ihn. Patricia stand auf und schaute ihn grimmig an. Er aber sah so bekümmert aus. „Was hast du?“, fragte sie ihn. Und er antwortete „Es, es tut mir ehrlich leid. Ich habe nicht gewusst das du ein guter Mensch bist. Ich dachte, du wärst einer meiner Feinde. Jetzt habe ich wegen der Sache von eben ein schlechtes Gewissen.“

Patricia dachte sich, „Er sieht Patrick total ähnlich. Aber er wirkt trotzdem so fremd. In was für einer Welt bin ich gelandet?“

Sie beruhigte ihn und redete ihm sanft zu „Ich weiß nicht, wer du bist, aber eines weiß ich. Du scheinst ein netter und freundlicher Mensch zu sein. Ich war anfangs etwas verwirrt, weil ich so eine Welt noch nie gesehen habe. Ich müsste ein schlechtes Gewissen haben, weil ich all die Menschen, die ich gern habe, verloren habe und wahrscheinlich nie wieder sehen werde.“ Sie kniete sich weinend zu Boden. Er nahm sie in den Arm und tröstete sie. „Mein Name ist Giovanni.“, sagte er zu ihr. Dann wurde sie ohnmächtig und schlief ein. Er trug sie zu sich nach Hause, wo schon Bokena wartete. Giovanni legte sie in sein Bett und deckte sie zu. Patricia schlief tief und fest.






Kommentare:

  1. Hey,
    deine Geschichte ist echt süß. Meine Texte, die ich in dem Alter geschrieben habe sind ganz ähnlich *g*
    Danke, dass du deine Geschichte hier mit uns teilst. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen und wie weiteren Kapitel lesen.
    Auf meinem Blog gibt es auch einen Blogroman, der ebenfalls etwas provisorisch ist, da er unter Zeitdruck während dem letzten NaNoWriMo entstanden ist. Vielleicht magst ja mal vorbei schauen?

    liebe Grüße,
    Sabi

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    1. Hallo Sabi, ja deinen Blog werde ich mir mal ansehen. :-)

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